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Bundesliga - 10. Spieltag

Erster Bundesliga-Punkt für Verbeek

Freitag, 25.10.2013 | 22:13 Uhr
Vedad Ibisevic erzielte nach drei Minuten die Stuttgarter Führung
© Getty
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Der 1. FC Nürnberg holt bei der Bundesliga-Premiere von Neu-Trainer Gertjan Verbeek ein 1:1 (1:1) beim VfB Stuttgart. Beide Tore fielen dabei schon in den ersten sechs Minuten.

Bereits nach drei Minuten traf Vedad Ibisevic nach einem Foulelfmeter. Nur drei Minuten später besorgte Josip Drmic vor 48.000 Zuschauer den Ausgleich und letztlich den Endstand.

Für Nürnbergs neuen Trainer Gertjan Verbeek war es beim Debüt der erste Punkt, wobei der Club weiter ohne Sieg in der laufenden Saison bleibt.

Die Reaktionen:

Thomas Schneider (Trainer VfB Stuttgart): "Schon wieder ein Unentschieden, damit können wir natürlich nicht zufrieden sein. Wir wollten die drei Punkte, wir wollten gewinnen, im ersten Moment ist das daher enttäuschend. Wenn man die Tore nicht macht, kann man so ein Spiel auch nicht gewinnen. Schlimmer wäre es aber, wenn wir gar keine Chancen gehabt hätten."

Gertjan Verbeek (Trainer 1. FC Nürnberg): "Das Ergebnis ist nicht so schlecht. Aber das Spiel muss besser werden, der Ball war zu schnell wieder weg. Defensiv haben wir gut gekämpft. Wir hätten auch noch ein zweites Mal treffen können. Aber ich bin zufrieden. Das erste Spiel ist immer wichtig für einen neuen Trainer. Wir haben einen Plan, zum Teil ist der aufgegangen. Mit dem Ergebnis kann ich leben. Nächste Woche gegen Freiburg muss der Sieg kommen."

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Drei Änderungen beim VfB: Ulreich nach Verletzungspause zurück im Tor. Zudem eine neue Innenverteidigung: Für Rüdiger (gesperrt) und Sakai (verletzt) spielen Niedermeier und Haggui. Nürnbergs neuer Trainer Verbeek bringt mit Drmic und Mak zwei neue Gesichter: Mak übernimmt die linke Seite Kiyotakes, der rückt ins Zentrum, Stark auf der Doppelsechs für Pinola. Vorne stürmt Drmic statt Pekhart.

3., 1:0, Ibisevic: Stark legt Maxim im Strafraum. Den fälligen Elfmeter verwandelt Ibisevic mit einem Schuss ins obere linke Kreuzeck. Keine Chance für Schäfer.

6., 1:1, Drmic: Chandler schickt Drmic rechts auf die Reise. Der Angreifer hat freie Bahn, schiebt den Ball mit dem Außenrist am herauslaufenden Ulreich ins Tor.

13.: Harnik taucht nach Ibisevic-Vorarbeit frei vor Schäfer auf, kann sich die Ecke aussuchen, aber Schäfer verkürzt den Winkel und klärt bravourös.

21.: Kiyotake schickt Drmic steil. Der Angreifer ist mit der Fußspitze dran. Ulreich bekommt den Ball trotzdem erst im Nachfassen unter Kontrolle.

35.: Stark lässt Niedermeier stehen und spielt den Ball von rechts scharf in die Mitte. Ulreich ist gerade noch unten und klärt vor Drmic.

23.: Traore will links flanken, aber der Ball dreht sich gefährlich vor das Tor. Schäfer unterschätzt zunächst den Ball, ist aber dann mit einer tollen Parade zur Stelle.

40.: Hlousek probiert's aus 23 Metern, halblinke Position mit einem Direktschuss. Glanzparade von Ulreich.

45.+1: Maxim bringt einen Freistoß von rechts an den zweiten Pfosten. Harnik ist dort völlig frei und muss nur noch einnicken, aber er köpft den Ball am Tor vorbei.

52.: Maxim bringt eine Ecke von rechts genau auf Gentner, der am langen Pfosten lauert. Der VfB-Kapitän köpft den Ball aus kurzer Distanz am Tor vorbei.

60.: Immer wieder Maxim bei den Standards: Ein Ball des Rumänen landet bei Ibisevic, der im Strafraum aus kurzer Distanz am Tor vorbeiköpft.

65.: Der eingewechselte Werner wird steil geschickt. Schäfer kommt raus, schlägt erst vorbei, korrigiert aber schnell und pariert dann den Schuss.

71.: Verbeeks Joker trifft fast zum 2:1! Kiyotake setzt Ginczek hervorragend ein, der taucht alle vor Ulreich auf, aber schiebt die Kugel Millimeter am Tor vorbei.

83.: Ginczek lässt nach erneuter Kiyotake-Vorarbeit Haggui stehen und schießt nach Drehung mit rechts aufs Tor. Außennetz!

90.+2: Pogatetz rettet in letzter Sekunde! Maxim taucht rechts frei im Strafraum aus, rutscht beim Schuss aus, bringt den Ball dennoch an Schäfer vorbei. Pogatetz ist aber da und haut die Kugel weg.

Fazit: Rassiges Spiel mit zwei sehr ordentlich auftretenden Mannschaften, wobei der VfB Feldvorteile hatte. Am Ende aber auch kein unverdienter Zähler für Nürnberg.

Der Star des Spiels: Raphael Schäfer. Sicherer Rückhalt im Kasten der Nürnberger - das gilt übrigens auch für seinen Gegenüber und Rückkehrer Sven Ulreich. Schäfer vereitelte an alter Wirkungsstätte gerade vor der Pause einige gute Möglichkeiten des VfB.

Der Flop des Spiels: Ibrahima Traore. Wie immer laufstark auf der linken Seite, aber überhastet in vielen Aktionen, verlor viele Zweikämpfe. Schneider erlöste ihn in der 64. Minute.

Der Schiedsrichter: Guido Winkmann musste schon nach zwei Minuten auf den Elfmeterpunkt zeigen. Zu Recht. Dass ihn Übeltäter Stark später mit einem Bodycheck zu Fall brachte, war sicher keine Retourkutsche. Winkmann war ein guter Leiter, wenn auch die Gelbe Karte für Boka viel zu spät kam.

Das fiel auf:

  • Beide Mannschaften mit dem ersten Torschuss erfolgreich. Stuttgart, trotz der frühen Führung, erstaunlich unsortiert beim Gegentor. Daher hatte Drmic auch freie Fahrt.
  • Offenes Visier in der Spielausrichtung - das galt für beide, wobei Stuttgart die besseren Ideen und die größere Anzahl an Torchancen hatte. Nürnberg mit guten Kontergelegenheiten.
  • Sehr gefährliches Mittel auf Seiten des VfB: Die Freistöße und Ecken, die Maxim fast allesamt gefährlich trat und mehrere Möglichkeiten kreierte.
  • Drmics Nominierung für die Startelf war ein guter Schachzug Verbeeks: Der Schweizer wich geschickt auf die Flanken aus, kam dann über sein Tempo zu guten Möglichkeiten. So auch bei seinem Tor.
  • Nürnberg im ersten Spiel unter Gertjan Verbeek mit einer ordentlichen Vorstellung. Auffällige Präsenz in den wichtigen Zweikämpfen, dazu gutes Spiel über die Außen. Mit etwas mehr Glück im Abschluss wäre ein Sieg drin gewesen.

Stuttgart - Nürnberg: Die Statistik zum Spiel

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