Bundesliga - 5. Spieltag

Schürrle und Bayer schmucklos aus der Krise

SID
Donnerstag, 27.09.2012 | 11:20 Uhr
Andre Schürrle (r.) erzielte gegen den FC Augsburg seinen ersten Saisontreffer
© Getty
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Leverkusen startete durchwachsen in die Saison. Das wollen Andre Schürrle und Co. nun nach dem überzeugenden Erfolg gegen Augsburg vergessen. In Schwaben gibt es indes keine Trainerdiskussion.

Den beiden unglücklichen Lattentreffern gegen Metalist Charkiw und Borussia Mönchengladbach ließ Schürrle beim 3:1 (3:0) gegen Tabellenschlusslicht FC Augsburg am Mittwochabend seinen ersten Saisontreffer folgen. Und weil die Stars der Mannschaft so allmählich aufwachen, hofft die Werkself, den durchwachsenen Saisonstart endgültig vergessen zu können.

"Das sind genau diese Situationen, die ihn superstark machen", lobte Sportdirektor Rudi Völler den Pechvogel der vergangenen Wochen und wirkte sichtlich erleichtert über den zweiten Saisonsieg. Immerhin meldete sich seine Mannschaft durch den dringend notwendigen Erfolg zurück in die Bereiche der Tabelle, die Anlass zur Hoffnung auf mehr geben.

Spielerisch Luft nach oben

Spielerisch ist beim Tabellenachten nach dem durchwachsenen Start nach wie vor viel Luft nach oben. Der Druck auf das kritisch beäugte Trainerduo Sascha Lewandowski/Sami Hyypiä dürfte sich vor der nächsten Englischen Woche mit Spielen gegen Greuther Fürth am Samstag (15.30 Uhr) und fünf Tage später gegen Rosenborg Trondheim allerdings nun erstmal verringert haben.

"Wir haben keinen speziellen Chef", sagte Torschütze Stefan Kießling auf die andauernden Nachfragen zur Hierarchie im Trainergespann. Wenn er ein Problem habe, "gehe ich zu dem, den ich als erstes sehe. Wir blicken da schon durch." Probleme hatte der Nationalspieler nach seinem doppelten Jubiläum - dem 75. Liga-Treffer im 250. Spiel - zumindest für kurze Zeit nicht. "Allerdings fühlen wir uns alle kaputt und platt. Gladbach hängt uns noch nach. Und wir müssen am Samstag wieder gewinnen", gab der 28-Jährige zu.

Nicht gut, aber effektiv

Kaum etwas - außer vielleicht Schürrles Traumsolo - erinnerte in Augsburg an den beherzten Auftritt drei Tage zuvor gegen Borussia Mönchengladbach. "Ich fand das heute sehr mau", sagte der wegen einer Adduktorenverletzung früh ausgewechselte Stefan Reinartz. Routinier Völler hielt sich mit der schmucklosen Vorstellung gar nicht lange auf: "So ist eben Fußball. Hier hat eine Durchschnittsleistung gereicht, um zu gewinnen. Das tut uns sehr gut."

Drei gefährliche Aktionen waren tatsächlich genug, um den offensiv engagierten, defensiv aber teils desolaten Augsburger vor 25.211 Zuschauern die vierte Saisonniederlage zuzufügen. Zwar hätte Kießlings Treffer (7.) wohl nicht zählen dürfen, Philipp Wollscheid (39.) und Schürrle (44.) sorgten aber ohnehin schnell für die Entscheidung. Der Anschlusstreffer von Tobias Werner (51.) nutzte den Augsburgern trotz Schlussoffensive nichts mehr.

"Das war heute sehr effektiv", sagte Völler. Trainer Lewandowski musste sogar laut lachen, als er die Statistik vorgelegt bekam: "Wir sollen mehr Torschüsse gehabt haben als Augsburg. Das kann ich nicht glauben", sagte er. Sein Kollege Markus Weinzierl verzog trotz des Gelächters unter den Journalisten keine Miene. Denn der Liga-Debütant scheint trotz erst fünf Spielen auf der Trainerbank eines Erstligisten zu wissen, dass Courage und Kampfgeist nicht mehr allzu lange reichen, um Fans und Verein zufriedenzustellen.

Seinsch stärkt Weinzierl den Rücken

Zumindest der Vorstand glaubt im Moment noch an den 37 Jahre alten Coach. "Er kann am Mittwoch verlieren und am Samstag auch", sagte Präsident Walther Seinsch dem "kicker".

Die Lage sei "nicht ernst, weil wir auf alles vorbereitet sind", beteuerte der 70-Jährige. Wie lange allerdings der kollektive Optimismus in Schwaben noch anhält, ist angesichts der mageren Ausbeute von einem Punkt und 2:10 Toren ungewiss.

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Gelingt am Samstag zu Gast bei 1899 Hoffenheim nicht der erste Sieg, "bringen auch die ganzen Phrasen langsam nichts mehr", gab Torschütze Werner zu. Ob dafür die spielerische Klasse momentan einfach zu gering sei, wollte sein Mittelfeldkollege Daniel Baier "lieber nicht kommentieren." Derzeit wirkt Augsburg vor allem wegen der "schlimmer und bitterer Abwehrfehler" (Manager Manfred Paula) wie der Abstiegskandidat Nummer eins.

Weinzierl versucht es weiter - und die ersten Gesetze der Bundesliga hat er auch schon verstanden. "Wir verlieren zusammen - und wir gewinnen zusammen", sagte er, bevor er leise hinzufügte: "Na gut, gewonnen haben wir noch nicht." Lachen wollte im voll besetzten Presseraum lieber niemand.

Augsburg - Leverkusen: Daten zum Spiel

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