Mittwoch, 26.09.2012

Bundesliga - 5. Spieltag

Abgezockte Leverkusener gewinnen in Augsburg

Bayer Leverkusen kann doch noch gewinnen. Durch das 3:1 bei Tabellenschlusslicht FC Augsburg befreiten sich die Rheinländer aus der unteren Tabellenhälfte und stehen trotz des durchwachsenen Saisonstarts im Mittelfeld.

Andre Schürrle (r.) traf kurz vor der Pause zum zwischenzeitlichen 3:0 für Leverkusen
© Getty
Andre Schürrle (r.) traf kurz vor der Pause zum zwischenzeitlichen 3:0 für Leverkusen

Stefan Kießling mit seinem 75. Liga-Treffer (7. Minute), Philipp Wollscheid (39.) und der zuletzt glücklose Andre Schürrle (44.) sorgten gegen offensiv engagierte, aber in der Abwehr teils desolat auftretende Gastgeber schon vor der Pause für die Entscheidung. Das 1:3 durch Tobias Werner (51.) belebte das Augsburger Spiel nicht stark genug.

Der zweite Saisonsieg sollte den Druck auf das kritisch beäugte Leverkusener Trainer-Duo Sami Hyypiä/Sascha Lewandowski vor dem Heimspiel am Samstag gegen Aufsteiger Greuther Fürth ein wenig verringern - Augsburg hingegen rutscht immer tiefer in die Krise.

Auch bei der vierten Saisonniederlage leistete sich die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl trotz Bemühungen in der Offensive teils haarsträubende Fehler.

Bance in der Startelf

Bei Platz 18, nur einem Punkt und 2:10 Toren war der Unmut der 25.211 Zuschauer in Augsburg berechtigt. Gelingt am Samstag bei 1899 Hoffenheim nicht mindestens ein Remis, ist auch eine Diskussion um Weinzierl allmählich denkbar.

Dabei hatte der Coach, der in Tobias Werner und Aristide Bance zwei neue Offensivkräfte im Vergleich zum 0:2 in Mainz brachte, seine Mannschaft offenbar gut eingestellt.

Angepeitscht von ihren Fans übernahm der Underdog im eigenen Stadion in der Anfangsphase die Initiative, zeigte sich durchaus offensivfreudig und schoss den Leverkusener Keeper Bernd Leno warm. Dass in der ersten Offensivphase der Gastgeber ein Fehlpass reichte, um in Rückstand zu geraten, passt allerdings zur derzeitigen Augsburger Pechsträhne.

Kießling trifft kurios

Eigentlich in der Vorwärtsbewegung passte Verteidiger Gibril Sankoh vollkommen unbedrängt auf den Leverkusener Nationalspieler Schürrle, der ein gutes Auge für Gonzalo Castro hatte. Der Flügelspieler traf aus zehn Metern den Querbalken, der Aufpraller landete auf der Linie des Augsburger Tors, dann aber auf dem Kopf von Kießling.

Dessen Kopfball parierte der Augsburger Ersatz-Keeper Mohamed Amsif offenbar erst hinter der Torlinie. Schiedsrichter Bastian Dankert erkannte den umstrittenen Treffer an - und Kießling feierte seinen 75. Treffer im 250. Bundesligaspiel.

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Sanko mit unglücklichem Auftritt

Augsburg gab das Spiel nach einem weiteren Warnschuss von Werner (11.) zunehmend aus der Hand. Immer wieder war es Sankoh, der Geschenke an die längst aktiveren Gästen verteilte. Auch das 2:0 ging auf die Kappe des 29-Jährigen - wenn auch etwas unglücklich.

Den Volleyschuss von Wollscheid fälschte Sankoh unhaltbar für Amsif ins eigene Tor ab. Leise wurden die Augsburger Fans dann, als auch der zuletzt glücklose Andre Schürrle nach einem sehenswerten Solo aus 18 Metern das Tor traf.

Dass Werner eine verunglückte Chance kurz nach dem Seitenwechsel im Tor unterbrachte, belebte das Augsburger Spiel wieder.

Zahlreiche ansehnliche Angriffe brachten jedoch keine richtige Gefahr, auf der Gegenseite hatten Kießling und Karim Bellarabi sogar das 4:1 auf dem Fuß. Der FCA kassierte seine vierte Niederlage - so viele waren es vergangene Saison in der gesamten Rückrunde.

Augsburg - Leverkusen: Daten zum Spiel


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