Bundesliga - 31. Spieltag

Bremen trudelt dem Abstieg entgegen

Von Stefan Rommel / Florian Schimak
Samstag, 27.04.2013 | 17:22 Uhr
Nach dem Spiel in Leverkusen demonstrierten die Fans und die Mannschaft den Schulterschluss
© getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Super Cup
Real Madrid -
Barcelona
Copa do Brasil
Botafogo -
Flamengo
Copa do Brasil
Gremio -
Cruzeiro
Primera División
Leganes -
Alaves
First Division A
Lüttich -
Zulte Waregem
Ligue 1
Metz -
Monaco
Championship
Burton Albion -
Birmingham
Primera División
Valencia -
Las Palmas
J1 League
Gamba -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
West Ham -
FC Southampton
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
Deportivo -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia

Bayer Leverkusen hat Platz drei und die damit sichere Qualifikation für die Champions League so gut wie perfekt gemacht. Die Werkself siegte am 31. Spieltag mit 1:0 (1:0) gegen Werder Bremen und verschärfte die Krise der Hanseaten.

Bayer Leverkusen ist durch den Sieg so gut wie sicher Dritter und demnach in der kommenden Saison für die Champions League qualifiziert.

Werder Bremen dagegen ist seit nunmehr zehn Spielen ohne Sieg und hängt bei nur noch zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang tief mit drin im Abstiegskampf.

Die Lage wird für die Mannschaft und Trainer Thomas Schaaf immer bedrohlicher: Noch nie hatte Werder zu diesem Zeitpunkt einer Saison weniger Punkte auf dem Konto - nicht mal im Jahr des einzigen Bundesligaabstiegs.

Trotzdem sprach Thomas Eichin seinem Trainer nach der Partie eine Jobgarantie aus. "Von uns hat keiner von einem Endspiel gesprochen. Wir haben vor dem Spiel ganz klar gesagt, dass wir mit Thomas Schaaf weitermachen. Etwas anderes gibt es für uns auch momentan nicht. Wir wollen alle zusammen da raus, und ich bin mir sicher, dass wir mit ihm besser da raus kommen als ohne ihn", so Eichin.

Noch über eine halbe Stunde nach dem Abpfiff feierten die Bremer Fans ihre Mannschaft und den Trainer. Ein Lichtblick an einem erneut tristen Tag für Werder.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Bayer mit der erwarteten Aufstellung, also auch wieder mit Sam und ohne Castro, der nur auf der Bank sitzt. Bender ist nach seiner Oberschenkelzerrung doch rechtzeitig fit und beginnt. Toprak kehrt nach seiner Sperre zurück und verdrängt Schwaab.

Werder stellt einmal mehr groß um. Fritz spielt rechts in der Viererkette, Sokratis rückt ins Zentrum. Der genesene Ignjovski darf links in der Viererkette ran. Kroos bildet mit Bargfrede und Junuzovic eine Dreierkette im defensiven Mittelfeld. Das Offensivtrio Arnautovic, Elia (beide suspendiert) und De Bruyne (verletzt) fehlt. Hunt und Yildirim bilden das offensive Mittelfeld.

8.: Yildirim legt mit dem Kopf von links auf Bargfrede ab, der direkt aus gut 22 Metern abzieht. Bender fälscht noch leicht ab und so zischt die Kugel knapp am Kasten von Leno vorbei.

35., 1:0, Kießling: Konter von Bayer, Schürrle in die Gasse auf Sam. Der ist vor Mielitz am Ball und schließt ab. Mielitz trifft den Leverkusener mit gestrecktem Bein am Knie, Aytekin gibt Elfmeter. Kießling läuft an und versenkt flach ins rechte Eck. 22. Saisontor.

52.: Freistoß Kadlec in den Strafraum. Kießling legt per Kopf an Wollscheid ab. Der köpft aus sieben Metern, Mielitz geschlagen - der Ball fliegt aber Zentimeter links vorbei.

72.: Katastrophaler Ballverlust von Wollscheid. Junuzovic geht alleine auf Leno zu und versucht den Ball am Keeper vorbei zu legen, aber Leno ahnt das und nimmt dem Österreicher den Ball vom Fuß.

74.: Kießling legt den Ball Castro im Strafraum in den Lauf, der bringt ihn flach in die Mitte, wo Schürrle hauchdünn verpasst.

81.: Freistoß fast von der rechten Außenlinie von Castro. Der Ball ist lange in der Luft, trotzdem setzt sich Wollscheid im Kopfballduell durch. Allerdings bringt er nicht genug Druck hinter den Ball. Kein Problem für Mielitz.

82.: Hunt kommt im Strafraum halblinks zum Abschluss. Strammer Schuss, aber genau auf Leno.

Fazit: Insgesamt ein verdienter Sieg für Bayer, auch wenn sich Bremen nach Kräften wehrte. In der Offensive war Werder aber zu schwach auf der Brust.

Der Star des Spiels: Lars Bender war quasi traditionell am meisten unterwegs, hatte eine tolle Passquote (84 Prozent) und stand für die gute Balance zwischen Defensive und Offensive im Leverkusener Spiel. Auch stark: Kießling, der sich in 33 Zweikämpfe warf.

Der Flop des Spiels: Clemens Fritz war nicht richtig schwach, verzichtete aber fast komplett auf offensive Vorstöße und bekam nur 42 Prozent seiner Zuspiele an den eigenen Mann. Und irgendwie konnte sich seine Mannschaft wieder nicht an ihrem Kapitän aufrichten. Fritz bleibt in der heiklen Phase nicht mehr als einer unter vielen in seiner Mannschaft.

Der Schiedsrichter: Deniz Aytekin entschied bei Sams Chance auf Elfmeter - eine diskussionswürdige Entscheidung, hatte Sam die Aktion doch bereits abgeschlossen. Mielitz kam für das Foul an sich ohne Gelbe oder sogar Rote Karte davon. Hätte auch Bargfrede früh für sein absichtliches Handspiel verwarnen müssen, ebenso wie Bender bei dessen taktischem Foul gegen Sokratis. Ansonsten mit einer ordentlichen Spielführung.

Die Trainer:

Sascha Lewandowski wechselte im zweiten Durchgang erst positionsbezogen, in der Schlussphase dann defensiv (Hegeler für Schürrle).

Thomas Schaaf verordnete seiner Mannschaft einmal mehr eine andere taktische und personelle Anordnung. Die funktionierte auch eine Halbzeit ganz gut. Reagierte dann auf die fehlende Offensivpower Mitte der zweiten Halbzeit, brachte den offensiveren Wurtz für Kroos und zog Hunt klarer ins Zentrum. Danach durfte mit Akpala noch ein zweiter klarer Angreifer ran.

Das fiel auf:

  • Werders Plan, mit drei defensiven Mittelfeldspielern die Mitte zu verdichten, ging gut auf. Leverkusen fand im Spielaufbau kaum mal einen Weg durch die Bremer Reihen, weil die Viererkette der Gäste dicht an die Mittelfeldreihe rückte und so kaum Räume entstehen ließen.
  • Bremen war auch etwas bissiger in den Zweikämpfen als zuletzt und gestaltete die Partie eine Woche nach dem Desaster gegen Wolfsburg absolut ausgeglichen. Umso ärgerlicher, dass Bremen in bester Tradition aber einige Male das schnelle Umschalten der Gastgeber nach einem eigenen Offensiv-Standard zuließ.
  • Leverkusen wurde in der ersten Halbzeit immer dann gefährlich, wenn sich eine Kontersituation ergab. Dann waren Räume da für Schürrle und Sam und das Bayer-Spiel hatte plötzlich das nötige Tempo. Nach der Pause wurde Leverkusen druckvoller, weil Bender weiter nach vorne schob.
  • So konzentriert Werder in der Defensive auch agierte, litt darunter das Offensivspiel doch merklich. Hunt und Yildirim waren nach vorne kaum zu sehen, Petersen hing komplett in der Luft. In der Vorwärtsbewegung war das Fehlen vor allem von De Bruyne schon stark bemerkbar.
  • Von den letzten 42 Auswärtsspielen hat Werder jetzt 41-mal nicht zu Null gespielt. Zuletzt gelang das im Januar 2012 in Kaiserslautern. Auch das ein Faktor für den Niedergang. Jetzt kommt es am kommenden Wochenende zu einer Art Abstiegsendspiel gegen Hoffenheim.

Leverkusen - Bremen: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung