Bundesliga - 29. Spieltag

Son lässt den HSV von Europa träumen

Von Ruben Zimmermann
Samstag, 13.04.2013 | 17:38 Uhr
Heung-Min Son traf gegen Mainz zwei Mal und sicherte dem HSV somit den wichtigen Auswärtssieg
© Getty
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Der Hamburger SV feiert nach drei Niederlagen in Folge wieder einen Sieg: Beim 1. FSV Mainz 05 gewann die Mannschaft von Trainer Thorsten Fink mit 2:1 (0:0) und hat die Europa-League-Plätze nun wieder fest im Blick. Mainz hingegen rutscht immer tiefer in die Krise.

Nach einer zähen Anfangsphase gaben die Mainzer in der 11. Minute einen ersten Warnschuss ab. Die Gastgeber hatten auf der linken Strafraumseite zu viel Platz, so dass Elkin Soto nach Vorarbeit von Nicolai Müller aus rund 15 Metern frei zum Abschluss kam. Der Schuss des Kolumbianers flog allerdings deutlich über das Tor von Rene Adler.

Auch in den folgenden Minuten konnte sich keine Mannschaft einen Vorteil erspielen, klare Torgelegenheiten blieben daher weiterhin aus. Erst in der 34. Minute kamen die Mainzer zu einer echten Chance: Zunächst traf Andreas Ivanschitz mit einem starken Schuss aus 18 Metern nur die Latte, Müllers anschließenden Nachschuss aus kurzer Distanz konnte Adler mit einer starken Parade zur Ecke abwehren.

HSV etwas gefährlicher

Der HSV, bei dem Toptorjäger Artjoms Rudnevs nur auf der Bank saß, blieb in der ersten Halbzeit fast durchweg harmlos. Lediglich in der 40. Minute kamen die Gäste zu einer Torchance. Nach einem langen Ball in den Strafraum der Mainzer prallten FSV-Torwart Christian Wetklo und Julian Baumgartlinger bei dem Versuch, den Ball zu erreichen, zusammen. Dieser landete daraufhin bei Marcell Jansen, der ihn aber völlig frei aus wenigen Metern am leeren Tor vorbei köpfte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren die Mainzer die etwas aktivere Mannschaft, die erste Großchance des zweiten Spielabschnitts hatten aber erneut die Gäste. In der 52. Minute flankte Dennis Diekmeier den Ball von der rechten Seite genau auf den Fuß von Heung Min Son.

Den Schuss des Koreaners aus kurzer Distanz konnte Wetklo zunächst mit einem starken Reflex abwehren, Jan Kirchhoff schlug den Ball dann endgültig aus dem Strafraum, ehe Rafael van der Vaart zum Nachschuss kommen konnte.

Führung durch Son

In der 62. Minute machte es Son dann besser: Zunächst erkämpfte sich Milan Badelj am Mainzer Strafraum gegen Baumgartlinger und Nikolce Noveski den Ball. Anschließend bediente van der Vaart Son mit einem maßgenauen Pass in den Lauf und der Koreaner beförderte den Ball aus rund 14 Metern knallhart ins Tor.

Die Mainzer hatten in der 74. Minute die Riesenchance zum Ausgleich. Der eingewechselte Shawn Parker erarbeitete sich den Ball gegen Heiko Westermann und lief völlig alleine auf Rene Adler zu. Parker wollte den Ball dann noch einmal quer zum mitgelaufenen Adam Szalai spielen, passte den Ball allerdings in den Rücken seines Sturmpartners, so dass die Hamburger die Situation klären konnten.

Son trifft doppelt

Stattdessen sorgte Son dann zehn Minuten vor dem Ende für die Entscheidung: Die Mainzer verloren den Ball in der Vorwärtsbewegung und wurden klassisch ausgekontert. Son lief nach einem langen Pass in den Lauf völlig alleine auf Wetklo zu, umspielte den Mainzer Torwart und schoss den Ball zum 2:0 ins leere Tor.

In der 86. Minute brachte Parker die Mainzer mit einem schönen Heber über Rene Adler hinweg noch einmal auf 1:2 heran, zum Ausgleich reichte es allerdings in den verbleibenden Minuten nicht mehr.

Der HSV schiebt sich durch den Sieg auf Tabellenplatz acht und hat nun nur noch einen Punkt Rückstand auf Eintracht Frankfurt, die aktuell auf dem letzten Europa-League-Platz stehen.

Lob für Westermann

"Heiko hat das gut getan die Binde mal abzugeben. Er hat ein überragendes Spiel gemacht, ich habe keinen Fehler erkennen können. Das war eine Top-Partie, so stelle ich mir das vor", lobte Trainer Fink den abgesetzten Kapitän. Auch van der Vaart erklärte: "Für mich ist er noch immer einer unserer wichtigsten Spieler. Natürlich bin ich jetzt Kapitän, aber wir müssen das zu zweit machen."

Die Mainzer liegen dagegen einen Platz und zwei Punkte hinter den Norddeutschen. "Wir hatten glaube ich 30% gewonnene Zweikämpfe. Und das für eine Mannschaft, die sich über Zweikampfführung definiert, das spricht Bände. Und so hat es sich auch angefühlt", lamentierte Thomas Tuchel nach dem Spiel.

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