Bundesliga - 23. Spieltag

Das Normalste der Welt

Von Fatih Demireli
Samstag, 23.02.2013 | 21:43 Uhr
Gomez, Ribery & Lahm: Treffen sich zwei Torschützen und ein doppelter Vorlagengeber
© Getty
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Der FC Bayern bricht neue Rekorde, obwohl sechs neue Spieler in die Mannschaft rotiert werden. Für die Münchener ist dies aber keine Besonderheit mehr. Beim zweiten 6:1-Sieg der Saison litten aber nicht nur die Bremer.

Jupp Heynckes (Trainer FC Bayern): "In den ersten 20 Minuten war es nicht so einfach, weil das eine neu zusammengestellte Mannschaft war. Man hat gesehen, dass das ein bisschen Zeit benötigt hat. Dann sind die Spieler, die in den letzten Wochen nicht so viel Spielpraxis gehabt haben, das Spiel souverän angegangen. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel beherrscht. Was uns so ein bisschen ärgert, ist, dass wir einen Gegentreffer hinnehmen mussten. Das war nicht im Kalkül. In der Halbzeit haben wir uns gesagt: zu Null spielen ist wichtig. Aber das können wir auch noch verschmerzen."

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Thomas Schaaf (Trainer Werder Bremen): "Wir können mit so einem Spiel nicht zufrieden sein, das ist vollkommen klar. Die Aufgabe wäre so oder so schwer gewesen, aber sie ist durch die Situation mit zehn Mann noch schwieriger geworden. Wir wissen, dass wir gegen eine Mannschaft gespielt haben, die mächtig viel Selbstvertrauen hat und wir nicht davon gestrotzt haben. Bayern ist in der Form schwer zu bezwingen und schwer zu kontrollieren. Sie haben es hervorragend gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir es mit zehn Mann ganz gut gemacht: Wir haben ein Tor geschossen und hatten noch zwei, drei Möglichkeiten."

Arjen Robben: "Wichtig war, dass wir heute wieder gewonnen haben und im Rhythmus bleiben. 6:1, das sieht jetzt einfach aus, aber es ist natürlich nicht einfach, wenn du ohne Spielpraxis in so ein Spiel reinkommst. Es waren sechs neue Spieler auf dem Platz. Großes Kompliment an alle Spieler! Nach dem 4:0 waren wir nicht mehr so konzentriert und haben ein paar Prozente weniger gespielt. Dann kann man ein Gegentor kassieren. Das ist schade."

Sebastian Prödl: "Das 6:1 ist eine ganz bittere Niederlage. Die schnelle Führung und der Platzverweis haben den Bayern in die Karten gespielt. Danach waren sie noch ballsicherer und wir hatten nichts mehr entgegenzusetzen."

Nachbetrachtung:

Marcel Koller war sicherlich nicht ganz unerfreut über die Gelegenheit, dem FC Bayern zu begegnen, ohne großen Druck zu verspüren. Acht Mal traf er als Bundesliga-Trainer auf die Münchener - und er gewann kein einziges Mal.

Ganz glücklich verließ Koller die Allianz Arena am Samstagnachmittag aber dann doch nicht. Nicht weil er neuerdings eiserner Anhänger Werder Bremens ist oder weil es so unfassbar kalt war. Viel wärmer hat er es in seiner Heimat nicht. Vielmehr lag es daran, dass er die, die er sehen wollte, nicht gesehen hat. Zumindest nicht so, wie er es wollte.

In seiner Eigenschaft als Nationaltrainer Österreichs hieß er es willkommen, dass gleich fünf (potenzielle) Nationalspieler in München auflaufen - hätten können. Dass Richard Strebinger auf der Bank saß, war zu erwarten. Dass es David Alaba auch erwischt hat, ist eine Folge der Rotation. Bleiben Zlatko Junuzovic, Marko Arnautovic und Sebastian Prödl.

Zwei der ÖFB-Spieler sah er 90 Minuten lang. Dass Prödl wiederum aufgrund einer Notbremse nur 44 Minuten spielen durfte, war nicht nur Kollers Problem, der das nächste Scoutingziel aus den Augen verlor, sondern auch eines von Thomas Schaaf.

0:2 war Werder schon in Rückstand, nachdem Arjen Robben (25.) und Javi Martinez (29.) für einen Doppelschlag der Münchener sorgten. Als dann auch noch Prödl Rot sah, war klar: "In Unterzahl gegen Bayern spielen? Das geht nicht", stellte auch Arnautovic achselzuckend, aber korrekt fest.

6:1 gewannen die Bayern am Ende: Der höchste Sieg gegen Bremen seit April 1980, als es sogar ein 7:0 gab. Für die Münchener war es die Einstellung des Saisonrekordsiegs, auch der VfB Stuttgart wurde mit der gleichen Portion Tore nach Hause geschickt.

Arg bejubelt haben die Bayern ihre Tore nicht, als wäre es das Normalste der Welt gewesen, gegen Bremen so haushoch zu gewinnen. Als wäre es keine Außergewöhnlichkeit, gegen den ärgsten Widersacher der Neunziger Deutschlands Fußball-Herzstück, den Führenden der Torjägerliste und den besten Linksverteidiger der Liga draußen zu lassen und dennoch sechs Mal zu treffen.

Es klingt fast schon wie ein Hohn für die Gegner, wenn Bayerns Jupp Heynckes von "Problemen" spricht, weil man in den ersten 25 Minuten nicht getroffen hat. Der Heynckes, der dann auch weniger über Bremen sprechen musste, sondern vielmehr über sein 1000. Bundesliga-Spiel.

Beschenkt wurde er von der Bayern-Führung mit einer Uhr, von der Bremer Fraktion mit einer Silbergarnitur der Bremer Stadtmusikanten - und eben einem 6:1, was zur Nebensache geriet.

Vielleicht ist es die Gewohnheit des Gewinnens: Sechs Siege zum Rückrundenauftakt gelang ihnen bisher nur selbst - in der Saison 1998/99 und Borussia Dortmund in der vergangenen Spielzeit. Ein Sieg in Hoffenheim, was - Stand jetzt - keine unfassbare Prophezeiung ist, und man hat wieder einen Rekord.

Ein paar schöne Zahlen gab es ja auch schon wieder gegen Bremen. 485. Sieg für den Trainer, 132. Tor für Mario Gomez, der in die historische Top 20 der Bundesliga aufgestiegen ist und ganz nebenbei noch 60 Punkte nach 23 Spieltagen - natürlich auch Bundesliga-Rekord. Aber wie wir wissen, ist dies ja das Normalste der Welt.

Bayern - Bremen: Daten zum Spiel

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