Bundesliga - 21. Spieltag

Wenn's mal wieder hektisch wird

Von Jochen Tittmar
Samstag, 09.02.2013 | 23:05 Uhr
Für Robert Lewandowski war es der erste Platzverweis seiner Bundesligakarriere
© Getty
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Borussia Dortmund ließ sich bei der verdienten Heimniederlage gegen den Hamburger SV nicht zum ersten Mal von einer aus dem Spielverlauf entstandenen Hektik anstecken und verlor gegen einen mitspielenden Gegner phasenweise den Kopf. Trainer Jürgen Klopps Personalentscheidungen wirkten unglücklich - hätte der mittlerweile unersetzliche Ilkay Gündogan früher eingewechselt werden müssen?

Auch gegen Hamburg ließ sich Dortmund nach dem - diesmal berechtigten - Platzverweis für Robert Lewandowski von der aufkommenden Hektik anstecken, wurde krampfhaft in seinen Aktionen und wollte zu viel zu schnell erzwingen, um den Nachteil wieder wett zu machen. "Wir kriegen die Rote Karte, dann wurde es hektisch und wild. Uns ist die Ruhe abhandengekommen", konstatierte Trainer Jürgen Klopp.

Der Coach bewies, und das ist die Parallele zur Derbyniederlage mit dem Experiment Dreierkette, gegen Hamburg kein glückliches Händchen bei seinen Personalentscheidungen.

Klopps Festhalten an der offensiven Dreiermittelfeldreihe bedingte die erstmalige Nominierung von Sven Bender als Linksverteidiger, der dort im Vergleich zu den beiden anderen Notlösungen Jakub Blaszczykowski und Kevin Großkreutz keine gute Figur abgab und sich bei zwei Gegentoren abkochen ließ. Bender ist kein Spieler, um an der Außenposition zu kleben. Ein Hinterlaufen oder sonstige Offensivimpulse blieben am Samstag vollständig aus.

Dieser Umstand wäre jedoch womöglich zu kaschieren gewesen, wenn Klopp bereits zur Pause den anfangs aufgrund der Nachwirkungen einer Grippe geschonten Ilkay Gündogan ins Spiel gebracht hätte. Nicht nur die Statistik - Dortmund hat keines der sechs Saisonspiele ohne Gündogan in der Startelf gewonnen - belegt dies, auch die Statik des BVB-Spiels hätte den Taktgeber, zumal in Unterzahl, dringend früher benötigt.

So fehlte über weite Strecken ein Spieler, der bei eigenem Ballbesitz die Partie beruhigt sowie die wütend wirkenden Angriffsbemühungen koordiniert und an sich zieht. Nuri Sahin war dazu nicht in der Lage, dem Rückkehrer merkte man fehlende Wettkampfpraxis und Nervosität an.

Für die Borussia steht unter dem Strich eine Bilanz von nur zwei Siegen aus den letzten sieben Auftritten vor eigenem Publikum. Das entspricht Rang neun in der Heimtabelle, so schlecht stand Dortmund unter Klopp in dieser Disziplin noch nie da.

Größere Sorgen bereitet hingegen die im Vergleich zu den Vorjahren wahre Flut an Gegentreffern. Mit 26 hat der BVB nun schon ein Tor mehr kassiert als in der gesamten vergangenen Spielzeit. Die Probleme sind besonders dann augenscheinlich, wenn die Gegner nicht durchgehend eine unbeirrte Defensivtaktik verfolgen. Frankfurt, Schalke, Wolfsburg, Leverkusen und nun Hamburg boten den Westfalen Paroli und erzwangen ihre Tore meist durch schnelle Gegenangriffe nach Ballgewinnen. Dann erwischt man den BVB oft unsortiert und schafft es, in den Rücken der Viererkette zu gelangen.

Das Spiel gegen den Ball, das im Winter-Trainingslager zur Hauptaufgabe auserkoren wurde, hakt gegen die "offensiven Gegner" weiterhin. Am Mittwoch wartet mit Schachtjor Donezk ein solcher im Achtelfinale der Champions League.

Dortmunds Defensivbewegung muss sich nach den Auftritten in Leverkusen und gegen den HSV dann mächtig steigern. Oder, wie es der zerknirschte Klopp lapidar ausdrückte: "Am Mittwoch sollten wir besser sein."

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