Bundesliga - 19. Spieltag

HSV: Auf einem guten Weg

Von SPOX
Montag, 28.01.2013 | 00:01 Uhr
Dennis Aogo erzielte kurz nach der Pause das 2:1 für den HSV
© Getty
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Hamburgs Derbysieg über Werder Bremen zeigt die aufsteigende Tendenz von Thorsten Finks Mannschaft. Dabei funktioniert noch längst nicht alles beim HSV. Werder Bremen dagegen hat noch einen weiteren Weg zu gehen. Die Niederlage nur am Schiedsrichter festzumachen, wäre zu einfach. Immerhin gibt es einen kleinen Lichtblick.

Thorsten Fink (Trainer Hamburger SV): "Das war heute ein typischer Derby-Fight, allerdings mit der besseren Anfangsphase für Bremen. Durch die tolle Einzelaktion von Son, die zum 1:1 geführt hat, sind wir dann aber wieder besser in die Partie gekommen. Wir haben uns richtig gut reingekämpft. Der 3:2-Anschlusstreffer für Bremen darf natürlich so nicht fallen, daran müssen wir arbeiten."

Marcell Jansen (Hamburger SV): "Heute war wirklich alles drin, was zu einem Derby dazugehört. Wir haben nicht gut angefangen, nach dem Tor von Sonny (Heung-Min Son, Anm. d. Red.) haben wir dann aber immer besser ins Spiel hineingefunden. Nach der 3:1-Führung hätten wir uns aber klüger anstellen müssen, der schnelle Anschlusstreffer für Bremen darf da nicht sofort fallen. Wir haben uns heute aber gut nach vorne bewegt."

Thomas Schaaf (Trainer Werder Bremen): "Die Tradition wurde fortgesetzt. Es war ein gutes, emotionales Derby. Die Leistung der gesamten Mannschaft war wesentlich ansprechender als in der letzten Woche. Aber wir haben noch ein Manko: Wir kassieren nach wie vor zu viele Gegentreffer.Wir haben uns wie so oft in dieser Saison nicht belohnt. Wir hätten mehr erreichen können, die Möglichkeiten dazu waren da."

Clemens Fritz (Werder Bremen): "Die erste Gelbe Karte war für mich ganz klar ein Witz... Heute waren gute Ansätze dabei. Wir haben uns aber zu sehr, zu tief in die eigene Hälfte drücken lassen. Über den Schiedsrichter sage ich lieber nichts. Jetzt gilt es für uns, das Positive aus dieser Partie rauszuziehen. Wir stecken nicht in einer Krise - aber wir müssen jetzt anfangen zu punkten."

Nachbetrachtung:

Dass beide Mannschaften diese Saison als die des stark strapazierten Umbruchs proklamiert haben und dies auch immer wieder betonen, ist nicht mehr völlig neu. Dass sich das Nordderby quasi wie zum Beweis zu einer Ansammlung an Versatzstücken entwickeln würde, die geradezu typisch sind für Mannschaften auf der Suche nach einer neuen Identität, war schon sehr kurios.

Der Hamburger SV und Werder Bremen packten so viele Facetten wie nur irgendwie möglich in 93 Minuten Fußball, positive wie negative. Dass am Ende der HSV als Sieger eines ebenso turbulenten wie fehlerbehafteten Derbys hervorging, war zwei wenigstens fragwürdigen Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns geschuldet und der Tatsache, dass Hamburg sich ein paar Fehler weniger erlaubte als die Gäste.

Dass beide Teams aber trotz einiger vielversprechender Ansätze längst noch nicht so weit sind, über 90 Minuten konzentriert und einem festen Plan folgend ein Spiel aufzuziehen, wurde wieder einmal deutlich. Wobei der HSV dabei - nicht unbedingt wegen des Sieges - einen Hauch weiter scheint als Werder.

Hamburg spielt einen ordentlichen Ball, auch wenn sich einzelne Spieler immer wieder Aussetzer leisten, die gegen kaltschnäuzigere Gegner als Werder in deutlich mehr als zwei Gegentoren gemündet hätten. Der HSV hat aber schon so etwas wie ein größtenteils funktionierendes Gerüst mit Rene Adler, Heiko Westermann, Milan Badelj und Rafael van der Vaart. Auch Artjoms Rudnevs trifft immer öfter.

Wobei Hoffnungsträger Van der Vaart in den letzten Spielen sogar noch ein ganzes Stück von seiner Normalform entfernt war und die Mannschaft in Zukunft noch ein Stück besser machen kann. Vor allen Dingen hat der HSV aber gelernt, Rückschläge innerbetrieblich besser aufzuarbeiten und gelassener darauf zu reagieren, als dies noch zu Beginn der Saison der Fall war. Da brach zunächst regelmäßig das Chaos aus und die Mannschaft in der Folge in sich zusammen.

Thorsten Fink hat im spielerischen Bereich noch eine ganze Menge Arbeit vor sich, aber immerhin hat er seiner Mannschaft die Angst vor der eigenen Courage genommen.

Werder Bremen hat dagegen das elementare Problem, aus einem an und für sich ordentlichen Kader zu wenig aus dem vorhandenen Potenzial zu machen. In alle Bereichen - mannschafts-, gruppen- oder individualtaktisch - schleichen sich beharrlich Fehler ein, die auf diesem Niveau einfach nicht passieren dürfen.

Dazu tritt das Team auch nicht immer als Einheit auf. Im Einheitsbrei der Erklärungsversuche für zwei Niederlagen bei 2:8 Toren in der Rückrunde hebt sich deshalb Sokratis' konkret formulierte Meinung ab, dass "Einzelne immer noch zu sehr für sich selbst spielen" würden. "Wir müssen aber mehr als Mannschaft agieren. Das müssen wir schnell ändern."

Natürlich hatte Werder Pech mit den sehr strittigen Schiedsrichterentscheidungen bei den Gegentoren nach der Pause. Angesichts der immensen Anhäufung eigener Fehler ist die Schuldzuweisung alleine an das Unperteiischengespann aber nicht korrekt.

Die Fakten sprechen nicht für Werder und Trainer Thomas Schaaf. Unterbrochen durch die Winterpause gab es aus den letzten sechs Spielen nur vier Punkte, bei insgesamt 18 Gegentoren. Es gab in Hamburg aber auch Lichtblicke: Die Mannschaft hat über weite Strecken gezeigt, dass sie ordentlich verteidigen kann. Und in Mehmet Ekici ist ein fast Vergessener wieder zurück.

Der Türke machte sein erstes Spiel von Beginn an seit Monaten und dabei eine insgesamt gute Figur. Natürlich fehlt Ekici noch die Selbstverständlichkeit, die man durch regelmäßige Einsätze entwickelt. Mit seiner "Rückkehr" ergeben sich Schaaf ein paar Optionen mehr in der Besetzung des offensiven Mittelfelds.

Hamburg - Bremen: Daten zum Spiel

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