Bundesliga - 18. Spieltag

Dortmund zerpflückt konfuse Bremer

Von Fatih Demireli / Jochen Rabe
Samstag, 19.01.2013 | 20:33 Uhr
Mit einem direkten Freistoß brachte Marco Reus den Meister früh in Führung
© Getty
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Borussia Dortmund feiert einen ungefährdeten Sieg zum Auftakt des Bundesliga-Jahres 2013: Beim 5:0 (2:0) bei Werder Bremen stellt der Deutsche Meister schon früh die Weichen auf Sieg. Bremens Trainer Thomas Schaaf verzockt sich taktisch.

Nuri Sahin feierte ein Kurz-Comeback. Für Bremen war es die höchste Niederlage der Saison.

Reaktionen:

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): "In der zweiten Halbzeit nach dem dritten Tor haben wir uns nicht mehr gewehrt. Der BVB kann gut spielen, das hat man gesehen. In der ersten Halbzeit haben wir viele Dinge noch ganz gut gemacht, haben aber nicht getroffen und mussten nach nach einem Freistoßtor wieder hinterherlaufen."

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): "Das Spiel hat großen Spaß gemacht! Unser Spiel gegen den Ball muss nachhaltig besser werden - heute war es super, aber das ist die Basis für alles. Dass wir nach vorne gut Fußball spielen können, ist mir schon aufgefallen, aber wir haben mit unserer brutalen Qualität relativ wenig Tore nach Kontern oder Schnellangriffen erzielt - da haben wir heute unsere Quote deutlich verbessert. Wir haben klasse gespielt: tiefe Balleroberung und ab ging die wilde Fahrt. [...] Es gibt kaum einen Spieler bei uns, der mehr BVB-Jahre auf dem Buckel hat wie Nuri Sahin. Deswegen hat es mich so gefreut, wie die Fans ihn empfangen haben. Aber wir werden demnächst nicht alle Spieler einwechseln, die von den Fans gerufen werden."

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Bremen ohne Marko Arnautovic und ohne echte Spitze. Beim BVB zunächst kein Sahin-Debüt: Im Zentrum bekommen Gündogan und Kehl den Vorzug. Großkreutz spielt, Kuba bleibt dafür draußen.

9., 0:1, Reus: Sokratis räumt Lewandowski aus dem Weg. Reus zirkelt den Freistoß aus knapp 20 Metern über die Mauer. Im linken Eck schlägt's ein, Mielitz bleibt wie angewurzelt stehen.

19., 0:2, Götze: Langer Ball aus der eigenen Hälfte auf den linken Flügel. Großkreutz geht zum Strafraumeck, behält die Übersicht und legt quer auf Götze. Dessen Schuss fälscht Gebre Selassie ab.

45.: Hummels macht im gegnerischen Sechzehner zwei Gegner frisch und legt dann zur Mitte. Schmitz klärt in höchster Not.

48., 0:3, Santana: Reus schlägt eine Ecke von links an den Fünfer. Santana springt aus vollem Lauf in die Flanke und verlängert ins lange Eck. Vom rechten Innenpfosten springt die Kugel ins Netz!

59.: Erstmals in dieser Partie werden die Hausherren gefährlich: Starke Schmitz-Flanke vom linken Flügel. Petersen ist einen Schritt schneller als Hummels und köpft gefährlich auf den Kasten. Weidenfeller muss sich ganz lang machen und bekommt irgendwie noch die Fingerspitzen dran.

62.: Starke Kombination der Bremer. De Bruyne geht links im Sechzehner zur Grundlinie und legt nach innen zu Petersen. Dem rutscht die Kugel aber über den Schlappen.

81., 0:4, Lewandowski: Gündogan und Kuba setzen im Sechzehner stark nach und bringen das Leder irgendwie nach rechts zu Piszczek. Der passt scharf nach innen, wo Lewandowski aus abseitsverdächtiger Position nur noch den Schlappen hinhalten muss.

84.: Nuri Sahin, der Heimkehrer, betritt unter tosendem Applaus den Rasen und kommt für Kapitän Kehl.

85., 0:5, Blaszczykowski: Piszczek taucht nach öffnendem Pass frei vor Mielitz auf, legt für Kuba ab, der ins leere Tor einschießt.

Fazit: Ein auch in der Höhe verdienter Dortmund-Sieg, weil Bremen mit dem völlig falschen Konzept ins Spiel gegangen ist.

Der Star des Spiels: Mats Hummels. Es waren nicht nur die knapp 80 Prozent Zweikämpfe (zwischenzeitlich 91 Prozent), die Hummels für sich entschied. Hummels gewann vor allem die wichtigen Duelle und überragte durch starkes Positionsspiel. In der einen oder anderen Szene auch in der Offensive gefährlich. Auch stark beim BVB: Ilkay Gündogan.

Der Flop des Spiels: Nils Petersen. War die ärmste Figur und das Opfer der Werder-Systems. Auf der rechten Außenbahn völlig von der Rolle, ließ Gebre Selassie immer wieder alleine, war in der Defensivarbeit unbrauchbar und nach vorne oft auf verlorenem Posten. Als er endlich ins Zentrum durfte, wurde er besser und entfachte auch mal Gefahr. Gereicht hat es nicht.

Der Schiedsrichter: Knut Kircher. Sicherer Referee in einer leicht zu leitenden Partie. Fast keine Fehler, auch in der Ansprache gewohnt angenehm.

Die Trainer:

Thomas Schaaf: Entschied sich nach der Arnautovic-Sperre wie erwartet gegen eine echte Spitze und für de Bruyne als falsche Neun. Die Intention: Kompaktheit gegen die Dortmunder Offensivmaschinerie schaffen, um dann bei Ballgewinn umzuschalten. Der Plan ging völlig daneben, die Korrektur erfolgte aber zu spät. Die Bremer wirkten zeitweise kopflos. Eine Pleite, die sich der Bremer-Trainer zuschreiben muss.

Jürgen Klopp: Da Blaszczykowski noch etwas angeschlagen war, entschied er sich für Großkreutz in der Offensive. Entgegen der Erwartungen ließ er Kehl neben Gündogan spielen, nachdem man Leitner erwartet hatte.

Das fiel auf:

 

  • Dass der Versuch mit Petersen als Außenbahnspieler misslingt, zeichnet sich früh ab. Viele Abstimmungsprobleme mit Gebre Selassie, so dass Dortmund wiederholt gute Angriffe auf der linken Seite setzen kann.
  • Gebre Selassie macht beim 0:2 seine Seite auf, Großkreutz hat dadurch Platz, zieht ins Zentrum, um gegen Götze zu decken, fälscht den Ball dann ab, dass Mielitz nicht mehr heran kommt.
  • Bremen insgesamt zu behäbig im Aufbau, auch bedingt durch die ständige Positionsrotation, sodass sich Dortmund auch nach Ballgewinn sofort wieder sortieren kann.
  • Bremen im ersten Durchgang ohne Torchance: de Bruyne als falsche Neun auf verlorenem Posten, Petersen versucht immer wieder ins Zentrum zu ziehen, fehlt dann aber an anderer Stelle. Zu viele Freiräume für Dortmund.
  • Ein Bremer Problem: Die Defensive bei den Standards, bei denen Dortmund wiederholt Überzahl hat. In zwei, drei Szenen ist Hummels völlig ungedeckt. Beim 0:3 dann personeller Gleichstand, aber Petersen stellt Santana zu spät zu.
  • Nach Prödls Herausnahme gab's die Komplettumstellung: Fritz in die Innenverteidigung, Yildirim in seinem ersten Bundesliga-Spiel auf die rechte Seite, Petersen in die Spitze, de Bruyne ins Zentrum. Dadurch Bremen zumindest immer wieder mit Drucksituationen.
  • Bitter für Werder: In der Schlussphase fast ebenbürtig, aber auch nur weil Dortmund die Spannung herausnahm. Der höhere Gang besorgte den Doppelschlag zum Schluss.

Bremen - Dortmund: Daten zum Spiel

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