Bundesliga - 8. Spieltag

"Glauben Sie mir, da ist nichts!"

Von Stefan Rommel / Florian Bogner
Samstag, 01.10.2011 | 23:21 Uhr
Bayern-Star Arjen Robben (r.) hat derzeit nicht die beste Laune
© Getty
Advertisement
International
So17:00
Topspiel am Sonntag: Tottenham - Liverpool
Ligue 1
St. Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
São Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Championship
Preston -
Aston Villa

Selbst die gerissene Siegesserie mit dem faden 0:0 in Hoffenheim sollte die Gemütslage bei den Bayern kaum stören: Manuel Neuer hat einen neuen Vereinsrekord aufgestellt, die Mannschaft punktet auch in schwächeren Spielen. Trotzdem trübt ein chronisch missmutiger Arjen Robben das starke Gesamtbild.

Am Ende stand ein 0:0. Das erste zwischen Hoffenheim und den Bayern überhaupt. Und es standen 1018 Minuten, die Manuel Neuer jetzt schon ohne Pflichtspiel-Gegentor ist. Es sind die harten Fakten einer eher durchschnittlichen Bundesligapartie, die in die Statistiken einfließen.

Dazu bescherte der Nachmittag in Sinsheim aber auch ein paar andere Erkenntnisse: Die von cleveren Bayern, einem "Rekord der Mannschaft" und einer schwelenden Diskussion.

K(l)eine Tendenz: Jupp Heynckes reagierte auf die blutleere Offensivleistung seiner Mannschaft mit allerlei personellen Umstellungen. Wirklich fruchten wollte dabei aber keine. Was auffällig war: Zum wiederholten Male ließ er seine Mannschaft ohne echte Spitze spielen.

Als er Mario Gomez vom Feld nahm, ersetzte er ihn nicht durch seinen anderen Stürmer Nils Petersen, sondern Mittelfeldspieler David Alaba. Thomas Müller, der davor schon auf der rechten und auf der linken Mittelfeldseite vorstellig wurde, rückte als Anspielstation zentral nach vorne. Petersen dagegen schmorte 90 Minuten nur auf der Bank.

Schwelende Diskussion: Ganz am Ende der Pressekonferenz nach dem Spiel wurde selbst der sonst so besonnene Heynckes noch patzig. Auf die x-te Nachfrage nach der Nichtberücksichtigung von Arjen Robben für die Startelf raunzte Heynckes: "Ich habe das jetzt schon etliche Male gesagt: Wir hatten eine klare Absprache. Glauben Sie mir, da ist nichts!"

Der Bayern-Trainer meinte damit das vermeintlich etwas gestörte Verhältnis zum Niederländer, der nach seiner Verletzung jetzt zum dritten Mal nur von der Bank aus zum Einsatz gekommen war. Vor dem Spiel hätten sich Heynckes und Robben einvernehmlich darauf geeinigt, dass ein Startelfeinsatz zu früh käme.

Die Geschichte schwelt trotzdem weiter. Weil der ehrgeizige Robben derzeit auch ein bisschen zu viel Angriffsfläche bietet. Letzte Woche lief er nach dem Leverkusen-Spiel trotz seines Treffers missmutig, wort- und grußlos durch die Mixed Zone, am Dienstag nach dem Champions-League-Spiel wollte er als einziger nicht mit der Mannschaft und den Fans feiern und entschwand binnen zehn Minuten aus dem Stadion. Jetzt in Hoffenheim verpasste er erneut die Chance, durch ein paar erklärende Worte alle Spekulationen zu beenden.

Etwas befremdlich war, dass er sich vor dem Spiel nicht mit den anderen Ersatzspielern warm gemacht hatte. Als er dann nach der Pause zum Einsatz kam, reichten zwei hart geführte Zweikämpfe von Edson Braafheid und Sebastian Rudy, um Robben schnell den Zahn zu ziehen.

Von da an wirkte er leidenschaftslos und schleppte sich für seine Verhältnisse regelrecht dem Schlusspfiff entgegen. Von lediglich sieben Zweikämpfen gewann er keinen einzigen.

Die überzogene Frage eines Journalisten, ob die Mannschaft in ihrer derzeitigen Form einen wie Arjen Robben überhaupt noch gebrauchen könnte, wischte Karl-Heinz Rummenigge entschieden vom Tisch: "So etwas kann nur von jemandem kommen, der keine Ahnung hat!"

Neuer-Rekord: Gegen 16 Uhr geschah in Sinsheim etwas völlig Verrücktes: Die Bundesliga hat Manuel Neuer im Trikot der Bayern fliegen gesehen. Marvin Compper hatte einen Freistoß von Sebastian Rudy per Kopf ins lange Eck geschickt. Und Neuer, der in den letzten Wochen seinen Job fast ausschließlich mit dem Fuß oder bei einigen läppischen Schussversuchen verrichten durfte, musste sich tatsächlich anstrengen.

Sportdirektor Christian Nerlinger verleitete diese eine Aktion gleich zu der ziemlich übertriebenen Annahme, es handelte sich hierbei um "eine sensationelle Parade. In Weltklasse-Manier hat er diesen Ball gehalten!"

Vielleicht muss man auch so überschwänglich reagieren, wenn der 25-Millionen-Zugang dem ewigen Oliver Kahn den ersten von zahlreichen Rekorden abspenstig gemacht hat.

Seit 1018 Pflichtspielminuten (658 in der Bundesliga) ist Neuer jetzt nicht bezwungen. Kein anderer Torhüter in der Geschichte der Bayern schaffte dies länger, Kahn kam immerhin auf 1012 Minuten. Neuer aber, zurückhaltend und uneitel, heftete die Elogen gleichermaßen den Teamkollegen an: "Das ist nicht mein Rekord, sondern der Rekord der Mannschaft."

Die ganze SPOX-Welt jetzt auf Dein iPad holen!

Geht auch anders: Zuletzt kamen die Bayern ja fast gar nicht mehr in die Verlegenheit, ihren Gegner ein paar Torabschlüsse zu gewähren. Zu dominant war das Münchener Spiel. Hoffenheim aber hatte am Ende 18 Torschüsse verbucht, fünf davon sogar aufs Tor. Dass Statistiken aber nicht immer Recht haben, zeigt die Tatsache, dass die Qualität der Hoffenheimer Versuche bis auf eine Ausnahme aber kaum der Rede wert war.

Das lag zum einen an den vielen überhasteten Abschlüssen der Gastgeber, die partout keinen gefährlichen Schuss aufs Tor zustande brachten (abgesehen von Comppers Kopfball). Zum anderen musste Hoffenheim auch immer aus der Distanz maßnehmen.

Wer ist Dein MAN des Spieltags? Jetzt abstimmen!

Die Bayern erlaubten es dem Gegner einmal mehr nicht, in die gefährlichen Zonen vor dem eigenen Tor zu kommen. Hoffenheim schaffte es mit seinem Passspiel weder in den Strafraum, noch über die Außen bis zur Grundlinie.

Zudem spielten die Münchener in den letzten Minuten, als Hoffenheim müde wurde, auch nicht unnötig Harakiri. Vielleicht wären sie letzte Saison noch ungestüm und unüberlegt nach vorne gestürmt. In Hoffenheim wickelten sie die Partie einfach ab, nahmen den einen Punkt mit und waren damit zufrieden.

Im Kontext der zuletzt erfolgreichen Wochen und angesichts des weiter straffen Programms eine nur logische und auch clevere Konsequenz.

Gesunkene Ansprüche?: Als die Partie vorüber war, die Bayern auch noch ihre Interviews nüchtern abspulten, feierte die SAP-Arena ein wenig sich selbst, aber vor allen Dingen diesen einen Punkt gegen die angebliche Übermannschaft der Liga wie einen Sieg.

Hoffenheims Spieler liefen in einer Art Ehrenrunde und bedankten sich bei den Fans, die Stadionregie heizte kräftig ein. Für den geneigten Hoffenheim-Fan fühlte sich das Spiel wie ein Sieg an, auch Ryan Babel meinte nach dem Spiel, dass dieses Remis derzeit vielleicht sogar das Maximum sei, das man gegen die Bayern erreichen könne.

Vor allen Dingen Trainer Holger Stanislawski aber war mit dem Kosten-Nutzen-Faktor gar nicht zufrieden. "Wir waren 65 Minuten die bessere Mannschaft, deshalb mussten wir das Spiel auch gewinnen. Es fehlen uns zwei Punkte, die hätten wir mehr als verdient."

Immerhin hat Hoffenheim wieder eine echte Spielidee und setzt diese stringent um. Auf die Bayern war die Mannschaft von Stanislawski außerordentlich gut eingestellt worden. Was zum totalen Erfolg fehlte, war die letzte Konsequenz vor dem gegnerichen Tor.

Lebenszeichen und Forderung: Um Andreas Beck war es ziemlich still geworden in den letzten Monaten. Eine Zeit lang galt Beck als echte Alternative auf der rechten Abwehrseite der deutschen Nationalmannschaft.

Zumal nach dem Wechsel von Philipp Lahm zurück nach links genau jene Position in Joachim Löws Mannschaft vakant ist. Bis jetzt hat sich zwar kein ernsthafter Kandidat herauskristallisiert - wenn zuletzt aber ein paar Namen fielen, war Beck nicht darunter.

Gegen die Bayern zeigte Hoffenheims Kapitän aber eine starke Vorstellung und erinnerte nachdrücklich an seine Ambitionen. Leider kann er diese in der kommenden Woche bei der Nationalmannschaft aber nicht weiter unterstreichen, Beck ist für die beiden letzten EM-Quali-Spiele in der Türkei und gegen Belgien nicht nominiert.

Ganz anders als gleich acht Bayern-Akteure. Was wiederum Nerlinger gar nicht so recht ist. "Ich hoffe, dass bei den Mannschaften, die bereits für die EM qualifiziert sind, auch dementsprechend Rechnung getragen wird", sagte er.

Im Klartext: Aus Sicht der Bayern müssen nicht alle Spieler zweimal über die vollen 90 Minuten gehen - oder könnten vielleicht sogar eine Verschnaufpause bekommen.

Hoffenheim - Bayern: Daten zum Spiel

 

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung