FC Bayern baut Serien aus

Von Für SPOX in der Allianz Arena: Florian Bogner
Samstag, 24.09.2011 | 20:37 Uhr
Gewohntes Bild in dieser Saison: Die Spieler des FC Bayern bejubeln den Führungstreffer
© Getty
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Im Schatten der Ereignisse um seinen in Untersuchungshaft sitzenden Verteidiger Breno hat der FC Bayern München am 7. Spieltag seine beeindruckende Bilanz in der Bundesliga weiter ausgebaut. Gegen Bayer Leverkusen kam der Rekordmeister zu einem ungefährdeten 3:0 (2:0)-Sieg und blieb damit im neunten Pflichtspiel in Folge ohne Gegentor.

Vor 69.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz Arena brachte Thomas Müller die Münchner früh in Führung (5.). Daniel Van Buyten stellte per indirektem Freistoß schon früh die Weichen auf Sieg (19.), ehe der eingewechselte Arjen Robben den Schlusspunkt setzte (90.).

BlogAnalyse: Wie unter van Gaal - nur besser

Die Münchner führen die Bundesliga-Tabelle damit weiterhin an. Für Leverkusen war es nach dem 1:4 im Derby gegen den 1. FC Köln der nächste Nackenschlag. Bayer findet sich mit weiter nur drei Siegen nach sieben Spielen im Mittelfeld der Tabelle wieder.

Reaktionen:

Jupp Heynckes (Trainer Bayern München): "Wir haben das Spiel sehr souverän gestaltet und in den richtigen Augenblicken die Tore geschossen. Meine Mannschaft hat sehr clever gespielt. Ich hatte nie das Gefühl, dass wir verlieren könnten. Bayer hat nach unserer frühen Führung nicht mehr richtig an sich geglaubt, was man nach der Niederlage gegen Köln allerdings auch verstehen kann."

Arjen Robben (Bayern München): "Für mich war die Einwechslung noch schöner als das Tor. Schön, so wieder reinzukommen. Ich muss mich bei den Fans bedanken: Das war unglaublich!"

Toni Kroos (Bayern München): "Wir sind sehr gut drauf und schießen die Tore zum richtigen Zeitpunkt. Wir wussten, dass die Leverkusener nicht hundertprozentig drauf sind."

Rudi Völler (Sportdirektor Bayer Leverkusen): "Man hat klar gesehen, dass wir heute gegen eine Mannschaft gespielt haben, gegen die wir keine Chance hatten. Die Bayern sind einfach eine Klasse für sich."

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Robin Dutt (Trainer Bayer Leverkusen): "Die Mannschaft hat sich viel vorgenommen. Wir haben aber gleich zu Beginn einen Keulenschlag bekommen. Ich muss der Mannschaft dennoch ein Kompliment machen, weil sie sich defensiv gewehrt hat und nicht hat abschlachten lassen. Ich stelle mich zu 100 Prozent vor die Mannschaft."

Stefan Kießling (Bayer Leverkusen): "Was soll ich nach so einem Spiel sagen? Und nach letzter Woche? Mir fehlen ein bisschen die Worte. Wir nehmen uns soviel vor und nach fünf Minuten kassieren wir das 0:1, da fühlt man sich wie im falschen Film."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Bayern wieder mit den zuletzt angeschlagenen Gomez und Van Buyten in der Startelf, Petersen und Boateng sitzen dafür draußen. Dazu setzt Heynckes auf Tymoschtschuk statt Gustavo. Robben sitzt nach überstandener Schambein-Verletzung auf der Bank.

Leverkusen fehlen neben den Langzeitverletzten Adler und Barnetta und den gesperrten Kadlec und Schürrle auch Schwaab (Knie) und Ballack (krank). Rechts defensiv verhilft Dutt dem jungen da Costa zum Bundesliga-Debüt, dazu kommen Castro, Sam und Kießling in die Elf.

5., 1:0, Müller: Ribery vernascht da Costa links im Strafraum, gibt an den Fünfer, Müller drückt aus vier Metern ein. 2. Saisontor.

7.: Müller flankt von rechts, Gomez hält am kurzen Eck die Fußspitze rein - knapp rechts vorbei.

11.: Kießling setzt sich halbrechts gegen Badstuber durch, seinen Schuss aus spitzem Winkel hat Neuer im Nachfassen.

19., 2:0, Van Buyten: Van Buyten jagt einen kurz angetippten Freistoß aus 25 Metern unter Renato Augusto in der Mauer durch ins linke Eck. Tymoschtschuk blockt dabei Balitsch, der rauslaufen wollte. 2. Saisontor.

54.: Müller dribbelt von rechts in den Sechzehner, drei Leverkusener schauen zu. Müllers finaler Pass auf Gomez wird geblockt - sonst stünde es wohl 3:0.

67.: Ecke Castro von rechts. Toprak kommt recht frei zum Kopfball, köpft aber genau auf Neuer.

71.: Freistoß Ribery von links, Kopfball Van Buyten - knapp drüber.

78.: Robben kommt für Kroos zu seinem Comeback nach Verletzungspause.

90., 3:0, Robben: Letzter Konter des Spiels, Robben ist rechts nach einem Schweinsteiger-Pass frei durch und überwindet Leno zum Endstand.

Fazit: Bayern spielte nicht überragend, hielt Leverkusen dennoch leichtfüßig in Schach und siegte ungefährdet.

Der Star des Spiels: Holger Badstuber. Ließ sich einmal von Kießling verladen, ansonsten stand der Innenverteidiger immer richtig und ließ keinen Bayer-Angriff zu. Beste Zweikampfquote und beste Passquote bei den Münchnern.

Der Flop des Spiels: Renato Augusto. Stand sinnbildlich für ein mutloses Bayer-Offensivspiel, bereitete keinen Torschuss vor und kam selbst nicht mal annährend an den FCB-Strafraum ran. Dazu mit äußerst schwacher Zweikampfbilanz.

Der Schiedsrichter: Manuel Gräfe. Leistete sich keinen gröberen Fehler, offenbarte nur einmal Abstimmungsschwächen mit seinen Assistenten (falsche Abseitsentscheidung, 52.) und machte ansonsten einen eher relaxten Eindruck. Nach Gräfes Maßstab hätte allerdings Ribery für seinen Tritt gegen da Costa auch Gelb sehen müssen (32.). Tymoschtschuks Tor (81.) wegen vorherigem Foul von Müller abzuerkennen, war korrekt.

Analyse: Die Bayern im ersten Durchgang keineswegs überragend, dennoch mit zwei Toren vorne. Schuld daran war die Leverkusener Lethargie bei Zweikämpfen und deren Passivität im Spiel nach vorne. Dutts Plan gegen Ribery war klar: Mit dem Pärchen Balitsch (Härte)/da Costa (Schnelligkeit) hoffte er, dem Franzosen beikommen zu können.

Soweit die Theorie: In der Praxis leitete Ribery mit seinem ersten Dribbling gleich die Bayern-Führung ein. Ansonsten strahlten die Münchner wenig Torgefahr aus, weil Gomez im Sturmzentrum nicht fit wirkte und Bayers zwei Viererketten das Zentrum gut dicht machten. Dass Kroos diesmal näher am Strafraum agierte, um sich einer engeren Bewachung zu unterziehen, hemmte den Münchner Spielfluß eher, da so oft über außen gespielt werden musste.

Weil Leverkusen aber auch in Rückstand nicht vor der Mittellinie angriff und die wenigen Unkonzentriertheiten des FCB nicht ausnutzte, hatte Heynckes Zeit für Experimente. Erst ließ er Ribery des Öfteren auf den rechten Flügel auftauschen, dann verzichtete er mit Gomez' Auswechslung gleich ganz auf eine Sturmspitze und stellte quasi auf 4-2-4(-0) um.

Die zweite Halbzeit verkam so ein wenig zum Schaulaufen ohne großes Tempo und hatte mit Robbens Einwechslung und Comeback-Tor quasi schon seine Höhepunkte. Das eine Team wollte nicht, das andere Team konnte simpel nicht mehr - was dem Rest der Liga Angst machen dürfte.

Bayern - Leverkusen: Daten zum Spiel

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