"FC Podolski" demütigt den Vizemeister

SID
Samstag, 17.09.2011 | 20:03 Uhr
Der 1. FC Köln feierte den Derbysieg bei Bayer Leverkusen ausgelassen
© Getty
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Zum ersten Mal seit mehr als 15 Jahren gewann der 1. FC Köln ein rheinisches Derby bei Bayer Leverkusen. Beim 4:1-Erfolg war Nationalspieler Lukas Podolski der überragende FC-Spieler.

Die Lukas-Podolski-Show war auch nach dem Abpfiff noch nicht vorbei: Der Kultspieler des 1. FC Köln war beim 4:1 (1:0)-Derby-Triumph bei Bayer Leverkusen nicht nur während der 90 Minuten als zweifacher Torschütze und Torvorbereiter der absolute Führungsspieler, auch beim Feiern ging er vorneweg.

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Der 26-Jährige führte seine Mannschaft zum 6000 Anhänger umfassenden Fanblock in der BayArena, holte sich eine FC-Fahne, hielt sie hoch und dirigierte die Jubelgesänge.

"Wenn wir so auftreten wie heute, wenn jeder kämpft und rennt, dann sind wir auf dem richtigen Weg. Wir dürfen aber nicht anfangen zu träumen, dass nach einem Spiel schon wieder alles in Ordnung ist", kommentierte der 92-malige Nationalstürmer, der nach der Dopingkontrolle als letzter Kölner Spieler die Katakomben verließ.

Poldi und Nova überragend

Fünfzehneinhalb Jahre (6. April 1996, 2:1) hatten die Geißböcke auf einen Triumph beim Erzrivalen warten müssen - der "FC Podolski" demütigte den Werksklub, der dem Kölner Konterfußball wenig entgegenzusetzen hatte.

Beim letzten Erfolg der Geißböcke in Leverkusen war Prinz Poldi noch nicht einmal elf Jahre alt. Podolski: "Aber schon damals bin ich FC-Fan gewesen."

Mit seinem Doppelpack (47./54.) und der tollen Vorbereitung des Führungstreffers durch Milivoje Novakovic (44.), der die drei anderen Tore auflegte, war Podolski einer von zwei Garanten für den Überraschungssieg der bisher eher mäßig in die Saison gestarteten Kölner.

"Lukas und Nova waren unsere großen Matchwinner", sagte FC-Coach Stale Solbakken stolz. Mato Jajalo (90.+3) sorgte für den Endstand, nachdem Bayer-Kapitän Simon Rolfes (70.) zwischenzeitlich auf 1:3 verkürzt hatte.

Geromel-Aus schmerzt

"Jetzt müssen wir auch mal zu Hause nachlegen. In der letzten Saison haben wir uns auf unsere Heimstärke verlassen können. Wir müssen die richtige Balance finden zwischen Heim- und Auswärtsspielen. Ich hoffe, auch das Umfeld wird jetzt ruhiger", sagte Podolski, der das Wechselspiel zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt bei seinem Leib- und Magenklub aus dem Effeff kennt.

Einziger Wermutstropfen war die Verletzung von Kapitän Geromel. Solbakken erwartet, dass der Brasilianer ausfällt und "wir die Abwehr wieder umbauen müssen".

Podolski war derweil auch an jener Szene beteiligt, die die Gastgeber am meisten erzürnte. Kurz vor der Halbzeit leistete sich die FC-Ikone ein grobes Foulspiel an Andre Schürrle, sinnigerweise sein Konkurrent im Kampf um einen Stammplatz in der Nationalmannschaft.

Schiedsrichter Günter Perl verzichtete auf eine Verwarnung. Dagegen wurde Schürrle wegen groben Foulspiels (90.+1) an Sascha Riether per Roter Karte vom Platz gestellt.

Völler sauer auf Perl - und seine Mannschaft

Bayer-Sportchef Rudi Völler stellte den Unparteiischen lautstark, gestenreich und für alle offensichtlich noch auf dem Platz zur Rede. "Er hat mit zweierlei Maß gemessen. Das geht nicht, das habe ich ihm auch gesagt", berichtete der ehemalige DFB-Teamchef, der die Frage Perls ("Herr Völler, warum sagen Sie mir das nicht in der Kabine?") ziemlich unwirsch konterte: "Sonst kriegt es ja keiner mit!"

Podolski verteidigte sich: "Das war ein ganz normales Foul."

Völler kochte dennoch, war aber nicht nur auf den Schiri sauer.

"Eine indiskutable Leistung!"

Seine Wut galt vor allem der "blutleeren Veranstaltung" seiner Mannschaft: "Das war kein Derby. Mir fehlte die Aggressivität, die Galligkeit und das Aufbäumen. Das war sehr enttäuschend, noch enttäuschender als das Pokal-Aus in Dresden oder die Niederlage in Mainz."

Bayer-Trainer Robin Dutt stimmte in den Chor der Kritiker ein. "Das war eine indiskutable Leistung", sagte der ehemalige Coach des SC Freiburg, "dazu werden wir noch deutliche Worte finden."

Zur Frage nach der taktischen Ausrichtung und Spielweise des Brasilianers Renato Augusto hängte sich Dutt selbst einen Maulkorb um: "Am besten sage ich dazu nichts."

Leverkusen - Köln: Daten zum Spiel

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