Dortmund nach der Pleite gegen den Aufsteiger

Kein Trend, aber eine Warnung

Von Jochen Tittmar
Samstag, 10.09.2011 | 21:56 Uhr
Der BVB verlor erstmals seit 18 Spielen wieder eine Partie vor heimischem Publikum
© Getty
Advertisement
International
So17:00
Topspiel am Sonntag: Tottenham - Liverpool
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
St. Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
São Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna

Borussia Dortmund mahnt nach der überraschenden Niederlage gegen Hertha BSC zur Ruhe. Die hat dem Meister zuvor auf dem Rasen gefehlt. Nur Mats Hummels wird deutlich.

Vereinzelte Pfiffe von der Südtribüne. Zuschauer, die zehn Minuten vor Schlusspfiff das Stadion verlassen. So etwas hat man im Dortmunder Signal Iduna Park schon sehr lange nicht mehr erlebt.

Erstmals seit dem 22. August des Vorjahres weist die Statistik nun auch wieder eine Heimpleite des BVB aus.

Nach fünf Spieltagen lässt sich festhalten: Der Deutsche Meister ist nur schleppend in die neue Saison gestartet.

Weidenfeller warnt vor Panikmache

"Wir sollten Ruhe bewahren. Man kann nicht jedes Spiel gewinnen - das wissen wir auch. Wir hatten natürlich in der letzten Saison eine außergewöhnliche Quote gehabt. Die Zuschauer müssen sich daran gewöhnen, dass hier ab und zu mal ein Geduldsspiel herrscht und wir nicht jeden Gegner mit 4:0 an die Wand spielen", geht Roman Weidenfeller gegen verfrühte Panikmache vor.

An diesem heißen Nachmittag am Rheinlanddamm passte neben dem mangelnden Fingerspitzengefühl des Publikums auch auf dem Rasen einiges nicht zusammen. Alle Gegner, die in dieser Saison noch den Weg nach Dortmund antreten müssen, sind gut beraten, sich eine Aufzeichnung dieser Partie zu Gemüte zu führen.

Wie schon zuvor der 1. FC Nürnberg baute auch der Aufsteiger aus Berlin auf eine kompakte Spielfeldzentrale und schnelles Umschaltspiel bei Ballgewinn. Derzeit ist die Borussia phasenweise nicht imstande, auf diese Enge im Zentrum adäquat zu reagieren.

Kein "Knotenlöser" im BVB-Spiel

So sprach Jürgen Klopp nach der Partie auch von einem "Knotenlöser", der das variantenarme Spiel des Meisters hätte durchbrechen und die fehlende Geduld im Aufbauspiel wiederbeleben sollen.

In der Meistersaison hieß dieser Effekt - womit letztlich nichts anderes als ein erzwungener Torerfolg gemeint ist - noch "Dosenöffner" und erleichterte dem BVB das eine oder andere Spiel gegen tief stehende Kontrahenten.

Aktuell fehlen der Borussia dafür jedoch die nötigen Lösungen. Die Überraschungsmomente, die in der Vergangenheit für allgemeines Staunen sorgten, sind rar gesät. Fußball muss in Dortmund wieder deutlich mehr gearbeitet werden.

Hummels wird deutlich

"Es war zäh, richtig viel Arbeit. Wir haben oft die Ruhe verloren, was das Passspiel angeht und Hertha drei, vier Mal den Ball in die Füße gespielt. Wir haben es mit unserer Ungeduld dem Gegner leicht gemacht. Wir können sicher deutlich besser spielen, auch mit mehr Kreativität", analysierte Klopp.

Die Spielgestaltung erweist sich in Partien gegen massiert in der Defensive agierende Mannschaften immer mehr als Problemzone: Ilkay Gündogan und Shinji Kagawa sind momentan nicht in der nötigen Verfassung, um für temporeiche Ideen zu sorgen. Die vielen und teils unpräzisen Zuspiele auf die einzige Spitze Robert Lewandowski muteten einfallslos an, das Spiel in die Breite wurde nicht konsequent genug forciert.

Mats Hummels wird deutlich: "Momentan haben wir ein, zwei Positionen, auf denen wir nicht bei hundert Prozent sind." Sturm und Viererkette sind damit wohl nicht gemeint.

Klopp: "Das gehört dazu"

Einen Trend will Klopp allerdings noch nicht ableiten. "Von einem grundsätzlichen Problem kann ich nicht sprechen, weil das hier heute abgelaufen ist, wie es abgelaufen ist. Ich weiß, dass meine Mannschaft will und dementsprechend kann man dann Dinge regeln. Wir haben hier so viele tolle Momente erlebt in diesem Stadion, heute mal einen weniger schönen - das gehört zur Entwicklung einer Mannschaft auch dazu."

Die muss sich nun schnell schütteln, um das Highlight am Dienstag in der Champions League gegen den derzeit auch nicht die Sterne vom Himmel spielenden FC Arsenal zu bewältigen.

Wenn dieses Match angepfiffen wird, sitzen die Profis von Hertha BSC mit hoher Wahrscheinlichkeit vor den heimischen TV-Geräten. Die Hertha hat nach dem Kraftakt von Dortmund eine weitere Woche Zeit, das mannschaftliche Gerüst zu festigen.

Herthas taktische Disziplin herausragend

In der Hauptstadt wächst immer mehr ein Team zusammen, das im 4-2-3-1 nicht nur seine Wunschformation gefunden zu haben scheint, sondern vom Trainer einen klaren Plan mit auf den Weg bekommt.

"Uns war klar, dass das Spiel in der Mitte entschieden wird. Die beiden Sechser und die beiden Innenverteidiger haben ein grandioses Spiel gemacht. Ich freue mich für die Jungs, dass sie dafür belohnt wurden", strahlte Markus Babbel.

Bis auf einige kurze Phasen war die taktische Disziplin seiner Elf herausragend, der dichte Fünferriegel im Zentrum war für den BVB nicht aufzulösen.

Klopp lobt Herthas Raffael

Babbel scheint auch Wundertüte Raffael in den Griff zu bekommen, der als Umschaltspieler eminent wichtig für die Spielverlagerung in die Offensive ist und sich nun auch in der Rückwärtsbewegung in den Dienst des Teams stellt.

Für Klopp war die Rolle des Brasilianers der Knackpunkt: "Das Umschaltspiel hat Hertha sensationell gut gemacht. Vor allem über Raffael, der richtig klasse gespielt hat. Hertha hat die Räume blitzschnell überbrückt und sich das Ding verdient, das muss man auch mal respektieren."

Damit hat Klopp an diesem Samstag Recht - damit das auch das Publikum so sieht, sollten sich solche Auftritte des BVB zukünftig allerdings in Grenzen halten.

Dortmund - Hertha: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung