Bundesliga - 34. Spieltag

VfB-Jubelfeier mit nachdenklichen Tönen

SID
Sonntag, 06.05.2012 | 12:01 Uhr
Die Spieler des VfB Stuttgart feiern das erreichen der Europa League
© Getty
Advertisement
Boxen
So03:00
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Premier League
So17:00
Kracher am Sonntag: Liverpool-Arsenal
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Cheltenham -
West Ham
League Cup
Blackburn -
Burnley
UEFA Europa League
Fenerbahce -
Vardar Skopje
Primera División
Real Sociedad -
Villarreal
Ligue 1
PSG -
St. Etienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Primera División
Levante -
La Coruna
Primera División
Girona -
Malaga
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Eredivisie
Venlo -
Ajax
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Primera División
Espanyol -
Leganes
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia
WC Qualification South America
Chile -
Paraguay
WC Qualification South America
Uruguay -
Argentinien
WC Qualification South America
Brasilien -
Ecuador
WC Qualification South America
Peru -
Bolivien
WC Qualification Europe
Dänemark -
Polen
WC Qualification Europe
Slowakei -
Slowenien
WC Qualification Europe
Tschechien -
Deutschland
WC Qualification Europe
Georgien -
Irland
WC Qualification Europe
Serbien -
Moldawien
WC Qualification Europe
Isreal -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Färöer Inseln -
Andorra
WC Qualification Europe
Weißrussland -
Schweden
WC Qualification Europe
Estland -
Zypern
WC Qualification Europe
Griechenland -
Belgien

Am Ende war es eigentlich des Guten zu viel. Als kitschig hätten viele Kinogänger diese Schlussszene empfunden. Doch die Wirklichkeit schreibt manchmal solche Geschichten: Pünktlich zum letzten Pfiff des Schiedsrichters Günter Perl hatte die Sonne die tiefen Wolken zurückgedrängt.

Der gute Stern rückte die Profis des VfB nach dem irren 3:2 im letzten Saisonspiel gegen den VfL Wolfsburg bei der Ehrenrunde vor 60.000 Zuschauern in der ausverkauften Stuttgarter Fußball-Arena ins rechte Licht.

Als die Gäste aus Niedersachsen nach Treffern von Helmes (28.) und Russ (60.) 2:0 in Führung gegangen waren, hatten die Wolken noch tief überm Stadiondach gehangen, es regnete dicke Fäden.

Innerhalb von nur sieben Minuten drehte der VfB durch Tore von Cacau (73.), Maza (77.) und Traore (79.) die Partie. Der Rahmen nach dem Schlusspfiff einer turbulenten Saison hätte also nicht passender sein können.

"Würdiger Abschluss"

VfB-Trainer Labbadia sprach hinterher von einem "würdigen und schönen Abschluss" einer Rückrunde, die den VfB als Tabellensechster und drittbeste Rückrundenmannschaft noch beinahe in die Gruppenphase der Europa League geführt hat.

Nur zwei Playoff-Spiele am 23. und 30. August trennen Stuttgart jetzt noch von internationalen Partien in der nächsten Saison. Im Februar war der VfB noch so weit weg vom internationalen Geschäft gewesen wie Dortmund vom Gewinn der Champions League. "Niemand hätte diese Entwicklung für möglich gehalten", sagte Kapitän Christian Gentner.

Zeit genießen

Doch der Fußballlehrer Labbadia hat das geschafft, woran Reformator Jürgen Klinsmann einst beim FC Bayern gescheitert war: Er hat seine Profis jeden Tag ein bisschen besser gemacht. Aus diesem Grund war es auch nicht verwunderlich, dass der 46-Jährige nach dem 3:2 fast überschwänglich die Einheit des VfB beschwor: "Wir haben in dieser Saison vor allem auch das ganze Umfeld und die Zuschauer mitgenommen. Deshalb war es so wichtig, mit einem Sieg in die Sommerpause zu gehen."

Er wolle die restlichen zehn Arbeitstage nun genießen, kündigte Labbadia an. Seine Profis werden in der Zeit über die Amateurplätze tingeln. Die Freundschaftsspiele dürften zu einer Triumpftour werden, nachdem der VfB in der vorigen Saison gerade noch den Abstieg abgewendet hatte.

Und jetzt also Europa League. Doch im Moment sieht es nicht danach aus, als könnte sich der VfB prominente Neuzugänge leisten. "Finanzielle Vorgaben und Zwänge", wie es Labbadia nannte, ließen Transfers, wie er sie sich gerne wünscht, nicht zu.

Magath trauert Europapokalplatz nicht nach

"Ich kann viele interessante Spieler gar nicht mehr anschauen, weil sie zu teuer für uns sind", sagt Labbadia. Deshalb hofft er, dass er im kleinen Kreis gemeinsam mit Manager Fredi Bobic den Präsidenten Gerd Mäuser davon überzeugen kann, die Personalkosten für die nächste Saison doch nicht so drastisch zu senken, wie dieser es geplant hat.

"Ich hoffe nämlich, dass ich nicht noch mehr Spieler abgeben muss und wir unter Umständen sogar den einen oder anderen dazubekommen."

Rechtsverteidiger Khalid Boulahrouz hätte Labbadia zum Beispiel gerne behalten. Doch der niederländische Nationalspieler passt nicht mehr ins Gehaltsgefüge. "Wir müssen aufpassen, dass wir die sportliche Substanz nicht vollends verlieren", sagte der VfB-Trainer. Ihm ist nicht entgangen, dass viele andere Klubs nicht sparen müssen, "sondern doppelt, dreifach oder sogar noch mehr ausgeben als wir." Klubs wie Wolfsburg zum Beispiel.

Schritt nach vorne

Dass Geld allein aber keine Tore schießt, ist schon häufiger erörtert worden. Daher wollte sich Felix Magath auch nicht lange damit aufhalten, dass seine Mannschaft die Europa League verfehlt hat. "Das ist zwar schade, aber wir haben in dieser Saison einen Riesenschritt nach vorne gemacht und ich hoffe, dass wir in der neuen Runde einen weiteren machen, damit wir wieder in die internationalen Ränge kommen."

Der VfB ist da schon einen Schritt weiter. Und aus diesem Grund will Labbadia im Urlaub auch mal nicht an Fußball denken. "Der größte Luxus", sagt er, "den ich mir dann gönne, ist es, einfach mal so in den Tag rein zu leben."

Stuttgart - Wolfsburg: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung