Bundesliga - 34. Spieltag

Das Herz am rechten Fleck

SID
Sonntag, 06.05.2012 | 12:31 Uhr
Die Alte Dame Hertha BSC feiert nach einem Kraftakt doch noch die Qualifikation zur Relegation
© Getty
Advertisement
Bundesliga
FrJetzt
Bayern-Wolfsburg: Die Highlights vom Freitag
J1 League
Kashima -
Gamba Osaka
J1 League
Kobe -
Kawasaki
Primera División
Atletico Madrid -
Sevilla
Premiership
Rangers -
Celtic
Premier League
West Ham -
Tottenham
CSL
Tianjin Teda -
Tianjin Quanjian
Serie A
AS Rom -
Udinese
Premier League
Man City -
Crystal Palace
Championship
Derby County -
Birmingham
Primera División
Alaves -
Real Madrid
Ligue 1
Montpellier -
PSG
Serie A
SPAL -
Neapel
Premier League
Leicester -
Liverpool
Primera División
Malaga -
Bilbao
Championship
Aston Villa -
Nottingham
Ligue 1
Bordeaux -
Guingamp
Ligue 1
Caen -
Amiens
Ligue 1
Lyon -
Dijon
Ligue 1
Metz -
Troyes
Premier League
Stoke -
Chelsea (Delayed)
Primera División
Girona -
Barcelona
Serie A
Juventus -
FC Turin
Primeira Liga
Benfica -
Pacos Ferreira
Premier League
Everton -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Swansea -
Watford (Delayed)
Premier League
Burnley -
Huddersfield (Delayed)
Premier League
Southampton -
Man United (Delayed)
Serie A
Flamengo -
Avai
Primera División
Espanyol -
La Coruna
Eredivisie
Utrecht -
PSV
Serie A
Sampdoria -
AC Mailand
Premiership
Motherwell -
Aberdeen
Championship
Sheffield Wed -
Sheffield Utd
Eredivisie
Ajax -
Vitesse
Ligue 1
St. Etienne -
Rennes
Serie A
Cagliari -
Chievo Verona
Serie A
Crotone -
Benevento
Serie A
Hellas Verona -
Lazio
Serie A
Inter Mailand -
Genua
Premier League
Rostow -
Lok Moskau
Primera División
Getafe -
Villarreal
Ligue 1
Straßburg -
Nantes
Premier League
Brighton -
Newcastle
First Division A
Charleroi -
Brügge
Serie A
Sassuolo -
Bologna
Primera División
Las Palmas -
Leganes
Primera División
Eibar -
Celta Vigo
1. HNL
Hajduk Split -
Lokomotiva Zagreb
Super Liga
Rad -
Partizan
Primera División
Real Sociedad -
Valencia
Serie A
Florenz -
Atalanta
Ligue 1
Marseille -
Toulouse
Ligue 2
Clermont -
Lens
Premier League
Arsenal -
West Brom
Primera División
Real Betis -
Levante
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Flamengo
Ligue 1
Monaco -
Montpellier
Premiership
Hamilton -
Rangers
Championship
QPR -
Fulham
Primera División
Celta Vigo -
Girona
J1 League
Niigata -
Kobe
J1 League
Kawasaki -
Cerezo Cosaka
Primera División
Deportivo -
Getafe
Premier League
Huddersfield -
Tottenham
Premier League
Man Utd -
Crystal Palace
Championship
Ipswich -
Bristol City
Primera División
Sevilla -
Malaga
Ligue 1
PSG -
Bordeaux
Serie A
Udinese -
Sampdoria
Premier League
Chelsea -
Man City
Primera División
Levante -
Alaves
Championship
Reading -
Norwich
Ligue 1
Amiens -
Lille
Ligue 1
Dijon -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Toulouse
Ligue 1
Nantes -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Caen
Premier League
Stoke -
Southampton (Delayed)
Primera División
Leganes -
Atletico Madrid
Serie A
Genua -
Bologna
Premier League
Bournemouth -
Leicester (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Swansea (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Watford (DELAYED)
Serie A
Palmeiras -
Santos
Serie A
Neapel -
Cagliari
Premier League
Arsenal -
Brighton
Championship
Sheffield Wed -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
St. Etienne
Serie A
Benevento -
Inter Mailand
Serie A
Chievo Verona -
Florenz
Serie A
Lazio -
Sassuolo
Serie A
SPAL -
Crotone
Serie A
FC Turin -
Hellas Verona
Primera División
Barcelona -
Las Palmas
Ligue 1
Angers -
Lyon
Primera División
Real Madrid -
Espanyol
Ligue 1
Nizza -
Marseille
WC Qualification South America
Bolivien -
Brasilien
WC Qualification South America
Venezuela -
Uruguay
WC Qualification South America
Kolumbien -
Paraguay
WC Qualification South America
Chile -
Ecuador
WC Qualification South America
Argentinien -
Peru
WC Qualification Europe
Georgien -
Wales
WC Qualification Europe
Italien -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Liechtenstein -
Israel
WC Qualification Europe
Spanien -
Albanien
WC Qualification Europe
Kroatien -
Finnland
WC Qualification Europe
Kosovo -
Ukraine

Egal ob Düsseldorf oder St. Pauli - Hauptsache erste Liga, wird sich Otto Rehhagel, Trainer von Hertha BSC, am Samstagabend gedacht haben. Soeben hatte er mit seiner Mannschaft durch einen 3:1-Heimsieg gegen 1899 Hoffenheim den Relegationsplatz 16 erreicht.

Er werde am Sonntag zum Spiel fahren und sich den Gegner in der Relegation ansehen, sagte er. Daraufhin wurde er gefragt, wohin die Reise denn gehen werde. Schließlich stand am Samstag der Gegner in der Relegation noch gar nicht fest. Rehhagel wusste es selbst nicht. Nach Rücksprache mit Pressesprecher Peter Bohmbach sagte er dann entschieden: "Düsseldorf!"

Hertha BSC hat am Samstag eine ganz und gar grauenvolle Saison dank der Treffer von Änis Ben-Hatira (14. Minute, 78.) und Raffael (90+2) mit einem Erfolgserlebnis beendet und hofft nun, in den Relegationsspielen doch noch die Klasse zu halten.

Neben Fortuna Düsseldorf, das am Sonntag ein Heimspiel gegen den MSV Duisburg bestreitet, könnten sich auch noch St. Pauli und Paderborn im direkten Duell für die Relegation qualifizieren.

Lasogga mit schwerer Verletzung

Doch Hertha BSC wäre in dieser Saison nicht Hertha BSC zöge das Glück nicht gleich auch wieder das Unglück nach sich. Kaum war die Pressekonferenz am Samstag zu Ende gegangen mit einem gut gelaunten Trainer Rehhagel und einem noch viel besser gelaunten Manager Michael Preetz, da bestätigte sich der Verdacht, dass sich Herthas Angreifer Pierre-Michel Lasogga einen Kreuzbandriss zugezogen hat.

"Wir sind sehr froh, dass wir dieses wichtige Spiel gewonnen haben. Aber die Verletzung von Pierre ist ein absoluter Wermutstropfen", sagte Michael Preetz am Sonntag.

Für Hertha ist dies besonders bitter, weil Rehhagel zuletzt eben Lasogga anstelle des Kolumbianers Adrian Ramos als einzige Sturmspitze aufbot und mit dieser Personalie auch ein Zeichen im Abstiegskampf setzen wollte. Denn während der höher veranlagte Ramos gerne mal mit hängenden Schultern über den Rasen schleicht, jagt Lasogga auch Bällen hinterher, die beim besten Willen nicht mehr zu erreichen sind.

Am kommenden Donnerstag, wenn das erste Spiel in der Relegation im Berliner Olympiastadion stattfindet, werden die Berliner den ausgeprägten Einsatzwillen Lasoggas vermissen.

blogEinmal Wahnsinn bitte

"Eigentlich hatten wir die Chance nicht mehr verdient"

Und dennoch: Derart hoffnungsvolle Töne wie am Samstag hat es bei der Hertha schon lange nicht mehr gegeben. "Die Jungs haben das Herz am rechten Fleck", schwärmte Preetz. Wie die Löwen habe die Mannschaft gekämpft, sagte Co-Trainer Ante Covic. Dass 90 ordentliche Minuten schwerlich die Verfehlungen einer kompletten Rückrunde verdecken können, erkannte zumindest Herthas Defensivallrounder Peter Niemeyer.

"Wir können wirklich froh sein, dass wir nach so einer beschissenen Halbserie noch die Möglichkeit bekommen, dem Abstieg von der Schippe zu springen. Eigentlich hatten wir die Chance nicht mehr verdient."

Kämpferische Mannschaftsleistung

Dass es nun doch noch zu den Relegationsspielen kommt, hatte Hertha zum einen einer kämpferischen Mannschaftsleistung gegen Hoffenheim zu verdanken. Zum anderen aber überzeugten in den Torschützen Änis Ben-Hatira und Raffael jene Spieler, deren großes Potenzial genauso unumstritten ist wie die Tatsache, dass sie dieses nur ganz selten abrufen.

Für die Entscheidung in dem Spiel dürfte aber jemand gesorgt haben, der bisher nicht im Verdacht stand, durch unlautere Mittel zum Erfolg zu kommen - Herthas Kapitän Lewan Kobiaschwili. Der Georgier schubste kurz vor der Halbzeit zunächst TSG-Stürmer Ryan Babel, so dass dieser auf Niemeyer stürzte. Anschließend stand Babel auf, es kam zu einem Kontakt mit Kobiaschwili, der sich theatralisch fallen ließ. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer zeigte Babel die Gelb-Rote Karte.

In Unterzahl fand Hoffenheim nur noch in der Schlussphase zurück ins Spiel, doch mehr als ein zwischenzeitliches 1:2 durch Marvin Compper (85.) sprang für die Mannschaft des ehemaligen Hertha-Trainers Markus Babbel nicht heraus.

Dieser gab sich nach der Begegnung versöhnlich mit Manager Preetz, der ihm bei dessen Entlassung - so die Version von Babbel - übel mitgespielt haben soll. "Wenn der Michael gleich noch an der Tür steht, wenn ich den Raum verlasse, werde ich ihm die Hand geben", sagte Babbel. Und als er den Raum verließ, stand Preetz noch an der Tür.

Es war an einem für Hertha so hoffnungsvollen Tag einfach kein Platz für persönliche Eitelkeiten.

Hertha - Hoffenheim: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung