Samstag, 21.04.2012

Bundesliga - 32. Spieltag

Hertha stolpert über Absteiger Kaiserslautern

Der 1. FC Kaiserslautern hat in der Bundesliga wieder einmal gewonnen, ist aber dennoch endgültig abgestiegen. Der 2:1 (2:0)-Erfolg der Pfälzer bei Hertha BSC reichte am Samstag nicht, den dritten Abstieg der Vereinsgeschichte abzuwenden, weil Köln zeitgleich gegen Stuttgart einen Punkt holte. Auch die Berliner sind dicht am Abgrund.

Florian Dick (r.) kehrte gegen die Hertha nach einer Gelbsperre in die Startelf zurück
© Getty
Florian Dick (r.) kehrte gegen die Hertha nach einer Gelbsperre in die Startelf zurück

Oliver Kirch (27.) und Andrew Wooten (38.) erzielten die Tore zum nutzlosen Erfolg der Gäste, dem ersten seit dem 22. Oktober 2011. Für die Gastgeber verkürzte Peter Niemeyer (60.), der später mit Gelb-Rot vom Platz musste (77.). Das Team von Otto Rehhagel befindet sich mit 28 Punkten weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz und hat nun zwei Punkte Rückstand auf den Tabellen-16. Köln.

"Ich baue auf Spieler, die bereits Spielpraxis gesammelt haben. Ich möchte und werde in unserer Situation kein erhöhtes Risiko eingehen", hatte Herthas Trainer Otto Rehhagel vor der Begegnung noch gesagt.

Doch die Personalengpässe in der Abwehr zwangen ihn zu der Maßnahme, Fabian Holland als Linksverteidiger aufzubieten.

Der 21-Jährige kam vor 51.461 Zuschauern zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz. Auf der anderen Seite fand sich überraschend der 22 Jahre alte Angreifer Andrew Wooten in der Startformation.

Gellendes Pfeifkonzert

Die Berliner kamen überhaupt nicht in die Partie. Rehhagel veränderte die sonst übliche 4-2-3-1-Formation in ein 4-4-2 mit Pierre-Michel Lasogga als zweitem Angreifer neben Adrian Ramos.

Doch die Umstellungen Rehhagels erwiesen sich als fatal für das Spiel von Hertha BSC. Zwischen den zentralen Mittelfeldspielern Raffael und Andreas Ottl sowie den beiden Berliner Angreifern war die Lücke viel zu groß.

Kirch trifft zur Führung

Hertha versucht es daher in der Anfangsphase meist mit einfallslosen, langen Bällen. Die Lauterer dagegen waren die spielerisch bessere Mannschaft - und belohnten sich zum ersten Mal in der 27. Minute durch Mittelfeldspieler Oliver Kirch, der sich nach Zuspiel von Sahan elegant im Sechzehner der Berliner um die eigene Achse drehte und zur Führung einschoss.

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Hertha wirkte geschockt, Lautern dagegen hatte Blut geleckt - und erhöhte noch vor der Pause: Nach einem Ballverlust von Ramos legte Konstantinos Fortounis auf Wooten ab, der locker zum 2:0 einschob.

Platzverweis für Niemeyer

Mit einem gellenden Pfeifkonzert wurden kurz darauf die Berliner in die Halbzeit verabschiedet - und mit einem solchen auch eine Viertelstunde später wieder empfangen. Rehhagel brachte Fanol Perderdaj und Patrick Ebert für Ramos und Tunay Torun in die Partie.

Viel besser wurde es aber nicht aus Sicht von Hertha, bis Niemeyer nach einem Eckball von Ebert zum Anschluss einköpfte. Hertha drängte anschließend auf den Ausgleich, für Lautern vergab Sahan zweimal frei vor Kraft die Entscheidung (76., 88.).

Torschütze Niemeyer musste derweil nach Foulspiel vom Feld, die erste Gelbe Karte hatte er wegen Meckerns gesehen. Am Ende blieb es bei der Hertha-Niederlage - und einem weiteren deftigen Pfeifkonzert.

Hertha - Kaiserslautern: Daten zum Spiel


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Die Berliner können nicht mal zuhause gegen das Schlusslicht bestehen. Dank des Kölner Remis sind sie aber noch nicht verloren. Der FCK steht als Absteiger fest.

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