Bundesliga - 30. Spieltag

Nürnberg sorgt für Katerstimmung bei Schalke

SID
Donnerstag, 12.04.2012 | 11:28 Uhr
Timmy Simons (l.) feiert nach seinem Elfmeter-Treffer gemeinsam mit den Mitspielern
© Getty
Advertisement
International Champions Cup
Do01:30
Barcelona -
Man United
Copa do Brasil
Do02:45
Cruzeiro -
Palmeiras
International Champions Cup
Do03:05
PSG -
Juventus
International Champions Cup
Do05:35
Man City -
Real Madrid
International Champions Cup
Do13:35
FC Bayern München -
Inter Mailand
UEFA Europa League
Do19:00
Sturm Graz -
Fenerbahce
Copa Sudamericana
Fr00:15
Arsenal -
Recife
Copa do Brasil
Fr02:45
Paranaense -
Gremio
First Division A
Fr20:30
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Sa12:00
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Sa12:00
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Sa13:35
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
Sa15:00
RB Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
Sa15:30
SV Werder Bremen -
West Ham
Premier League
Sa16:00
Kamjanske -
Schachtjor Donezk
Emirates Cup
Sa17:20
Arsenal -
Benfica
First Division A
Sa18:00
Lokeren -
Brügge
Super Liga
Sa19:00
Partizan -
Javor
Super Cup
Sa21:00
Monaco -
PSG
Serie A
So00:00
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
So00:05
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
So02:05
Real Madrid -
Barcelona
CSL
So13:35
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
Emirates Cup
So15:00
RB Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
So17:20
Arsenal -
Sevilla
First Division A
So18:00
St. Truiden -
Gent
Superliga
So18:00
Brondby -
Lyngby
Super Liga
So19:00
Rad -
Crvena zvezda
Serie A
So21:00
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
So22:05
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
So22:30
Bayer 04 Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Mo00:00
Gremio -
Santos
Premier League
Mo18:30
Spartak Moskau -
Krasnodar
Ligue 2
Mo20:45
Auxerre -
Lens
Club Friendlies
Di18:30
St. Pauli -
Stoke
Club Friendlies
Mi19:00
Villarreal -
Real Saragossa
Copa Sudamericana
Do00:15
LDU Quito -
Club Bolívar
Serie A
Do02:45
Santos -
Flamengo
Ligue 2
Fr20:00
Lens -
Nimes
First Division A
Fr20:30
Lüttich -
Genk
Championship
Fr20:45
Sunderland -
Derby
J1 League
Sa12:00
Kashiwa -
Kobe
Premiership
Sa13:30
Celtic -
Hearts
Championship
Sa16:00
Fulham -
Norwich
Club Friendlies
Sa16:45
RB Leipzig -
Stoke
Ligue 1
Sa17:00
PSG -
Amiens
Club Friendlies
Sa18:30
Tottenham -
Juventus
Championship
Sa18:30
Aston Villa -
Hull
Ligue 1
Sa20:00
Lyon -
Straßburg
Ligue 1
Sa20:00
Montpellier -
Caen
Ligue 1
Sa20:00
Troyes -
Rennes
CSL
So13:35
Shanghai SIPG -
Tianjin Quanjian
First Division A
So14:30
Gent -
Antwerpen
Ligue 1
So15:00
Lille -
Nantes
Allsvenskan
So15:00
Sundsvall -
Östersunds
Club Friendlies
So15:15
SC Freiburg -
Turin
Championship
So17:30
Bolton -
Leeds
First Division A
So18:00
Anderlecht -
Oostende
Club Friendlies
So20:30
Inter Mailand -
Villarreal

Nach seiner Leistungsexplosion mit zwei Toren und einer Vorlage wirkte Daniel Didavi fast verlegen. Ein Journalist wollte wissen, ob die Nürnberger Galavorstellung gegen Schalke 04 sein bislang bestes Spiel war. "Das kann man so sagen", antwortete der 22-Jährige zurückhaltend.

Währenddessen klatschten sich seine Kollegen mit einem breiten Grinsen ab und feierten die stärkste Nürnberger Saisonleistung. Die Schalker konnten dagegen immer noch nicht

fassen, wie viele Gastgeschenke sie beim 1:4 (0:3) verteilt hatten. "Ich bin enttäuscht. Wir haben gut angefangen, Nürnberg dann aber so aufgebaut, dass sie sich in einen Rausch gespielt haben", sagte Trainer Huub Stevens.

Warum sich sein Team nach 15 starken Minuten überrennen ließ, war auch dem Niederländer ein Rätsel: "Ich kann es nicht ändern. Wir müssen jetzt wieder versuchen, Frische für das nächste Spiel zu gewinnen." Und da empfängt Schalke ausgerechnet Tabellenführer Borussia Dortmund. Die "Königsblauen" könnten den Titelkampf mit einem Sieg gegen den Erzrivalen noch einmal spannend machen.

"Es war ein kollektives Versagen"

Doch für ein solches Szenario lieferten sie wenig Argumente. Nachdem der Tabellendritte in den ersten Minuten an seine glanzvollen Ligaauftritte der vergangenen Spiele anknüpfte, oft die Positionen wechselte und unter anderem durch Farfan-Ersatz Lewis Holtby gefährlich vors Tor kam, wurden die Schalker Aktionen im Laufe des Spiels immer nachlässiger. Manager Horst Heldt machte sich gar nicht erst die Mühe, nach einzelnen Fehlerquellen zu suchen: "Es war ein kollektives Versagen".

Wähle hier Deinen MAN des Spieltags

Das Nürnberger Team sorgte hingegen mit Spaßfußball für Furore. Besonders auffällig: Didavi. Nach Startschwierigkeiten bei den Franken kommt der von Stuttgart ausgeliehene Mittelfeldspieler immer besser in Schwung. "In den ersten Spielen ist viel schief gegangen, aber mit Selbstvertrauen ist alles leichter", sagte er nach seinem fünften Treffer in den vergangenen sechs Partien.

Gegen Schalke traf er zum ersten Mal doppelt (45., 87.) in der Liga, richtig freuen darüber konnte er sich aber erst gegen Ende der Begegnung, denn: "Schalke hat so eine hohe Qualität, die können in einer Halbzeit immer drei Tore schießen."

Doch selbst nachdem Stevens in der 46. Minute Teemu Pukki und Jefferson Farfan eingewechselt hatte und vier nominelle Stürmer für Schalke auf dem Platz standen, blieb die Offensive um Raul und Klaas-Jan Huntelaar blass. Die 4.000 mitgereisten Fans der Gelsenkirchener ließen sich davon kaum irritieren und stimmten sich bereits mit Schmähgesängen auf das Derby gegen Dortmund ein.

Erster Sieg seit fünf Spielen für Nürnberg

Viel mehr blieb ihnen trotz des Treffers von Holtby (85.) auch nicht übrig. Denn ihr die Team schien die Fanfreundschaft beider Vereine allzu ernst zu nehmen. Für das größte Gastgeschenk sorgte Kyriakos Papadopoulos, der Mike Frantz im Strafraum elfmeterwürdig zu Boden zog. Schiedsrichter Florian Meyer zeigte auf den Punkt und Timmy Simons verwandelte souverän (37.). Zuvor hatte Hanno Balitsch bereits sein erstes Tor für Nürnberg erzielt (25.).

Dass sein Kopfballtreffer durch Abstimmungsprobleme in der gegnerischen Hintermannschaft begünstigt wurde, wollte der 1,82 Meter große defensive Mittelfeldspieler aber nicht gelten lassen: "Ich habe in meiner Karriere schon ein oder zwei Kopfballtore erzielt, schließlich war ich in meiner Jugend hessischer Hochsprungmeister."

Der 31-Jährige leitete damit den ersten Sieg seit fünf Spielen für Nürnberg ein. So haben die Franken einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Mit einem weiteren Dreier am Samstag in Kaiserslautern würden sie sich wohl endgültig aus dem Abstiegskampf verabschieden.

Für Schalke geht es dagegen nicht nur um weitere Zähler im Rennen um die direkte Champions-League-Qualifikation. "Wir wissen, was das Spiel gegen Dortmund für die Fans bedeutet", sagte Christoph Metzelder und ergänzte: "Für manche ist es wichtiger, das Derby zu gewinnen, als einen Titel zu holen."

Nürnberg - Schalke: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung