Der Knall und ein Halleluja

Von Für SPOX in der Allianz Arena: Fatih Demireli / Stefan Moser
Samstag, 20.08.2011 | 22:26 Uhr
Mario Gomez (r.) erzielte beim 5:0-Heimsieg gegen den HSV sein erstes Saisontor
© Getty
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Der FC Bayern München zeigte beim 5:0 gegen den Hamburger SV seine "beste Saisonleistung", wie Trainer Jupp Heynckes lobte. Doch beim Rekordmeister wird trotz der Tor-Gala der Ball flach gehalten: Keine Partylaune, keine Kampfansagen. Eine große Portion Anteil daran hat der Gegner Hamburger SV, der einfach zu schwach war und jetzt ernsthafte Probleme hat.

"Halleluja!" Bastian Schweinsteiger benötigte nicht viele Worte, um seine Gefühlslage zu beschreiben.

Gemeint war in diesem Augenblick aber nicht Bayern Münchens 5:0 gegen den Hamburger SV, sondern lediglich das Tor von Mario Gomez, das der Stürmer nach kurzer und etwas konstruierter Krise erzielen konnte.

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Allerdings war Schweinsteigers Frohlocken auch so ziemlich das einzig Euphorische, das die Bayern nach ihrem ersten Bundesliga-Heimsieg von sich gaben.

Lahm: "Es war unsere Aufgabe"

Die große Partylaune kam trotz der sehr überzeugenden Leistung nicht auf. Und auch wenn ein Reporter - wohlgemerkt nach dem 3. Spieltag - wissen wollte, was dieser Sieg im Hinblick auf die Meisterschaft bedeute, ließen sich die Bayern zu keiner Kampfansage verleiten.

"Es war unsere Aufgabe zu überzeugen. Das hat die Mannschaft geschafft", sagte Philipp Lahm. Mehr nicht? Mehr nicht. Wahrscheinlich war es irgendetwas zwischen dem Genuss des Moments und gesunder Zurückhaltung, das die Bayern bremste.

Fast sicher war es aber auch der Auftritt des Gegners, der an diesem Nachmittag einfach zu schlecht war und den Bayern das Leben nicht sonderlich schwer machte. "Der HSV hat ein paar Probleme. Das hat man schon gegen Hertha gesehen", sagte auch Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger.

"Schlechter als beim 0:6"

Die Probleme sind nach dem blamablen Auftritt in München sicherlich nicht kleiner geworden. "Jetzt wird es bei uns überall knallen", weiß Marcell Jansen. Schnell kamen Erinnerungen an das 0:6 aus der letzten Saison auf, dem letzten Spiel unter der Regie von Armin Veh.

Robert Tesche fand es diesmal aber schlimmer: "Von der Leistung her waren wir noch schwächer als beim 0:6 im Vorjahr", so der Mittelfeldspieler im Gespräch mit SPOX, "damals hatten wir in der ersten Hälfte immerhin noch ein paar eigene Chancen, das war diesmal überhaupt nicht der Fall. Wir wurden von den Bayern richtig vorgeführt."

Wenn auch leise, aber doch mit einer gewissen Hoffnung auf einen Erfolg reisten die Hamburger nach München. Der HSV war einst der erste Bundesliga-Klub, der den FC Bayern in der Allianz Arena besiegen konnte. Und auch die Tatsache, dass sich der FCB in den ersten Heimspielen dieser Saison nicht gerade mit Ruhm bekleckerte, ließ den Rekordmeister für den HSV nicht so übermächtig erscheinen.

Keine Verbesserung beim HSV

Doch die Rothosen traten auf, als hätte es schon zum Anpfiff 0:3 gestanden: Mutlos, ideenlos und lange Zeit auch orientierungslos. Hamburgs Verhaltensmuster ähnelte stark der schwachen Saison zuvor, als die Hanseaten sowohl mit als auch ohne Ball über weite Strecken der Saison konzeptlos agierten.

In München war es nicht anders: "Über die Art und Weise bin ich gar nicht begeistert. Ich bin schon erschrocken, wie viele Fehler wir machen", sagte Coach Michael Oenning.

Defensiv war die Leistung katastrophal, obwohl Oenning nominell defensiver aufstellte. Nach vorne schien das einzige Mittel zu sein, lange Bälle auf Jansen zu spielen, damit er Kopfballduelle gegen Rafinha gewinnen kann. Gebracht hat es, wie alle anderen Versuche, nichts.

Arnesen vertraut Oenning

Der Umbruch mit neuen und vor allem jungen Spielern gelingt dem HSV nur mit immensen Nebenwirkungen. Hamburg ist am 3. Spieltag 17. der Tabelle - nur wegen einem mehr erzielten Treffer nicht Letzter.

Oenning ist nicht angeknockt und er wird auch nicht angezählt, doch trotz des Umbruchs brauchen er und seine Mannschaft allmählich Ergebnisse. "Wir müssen uns verbessern und das wollen wir auch. Aber die Zeit müssen Michael Oenning und unser Stab haben", so Sportdirektor Frank Arnesen.

Der Däne nahm sich nach dem Debakel sehr viel Zeit für die Medien, um Erklärungen abzugeben. Er sprach von der "schweren Bundesliga" und der "Weltklasse-Mannschaft Bayern".

Robben hat nichts auszusetzen

Für den ersten Dreier kommt der 1. FC Köln - Tabellenletzter - am kommenden Wochenende gerade recht. Die Hamburger schrauben ihre Erwartungen nach unten: "Wir brauchen nun auch einfach mal einen dreckigen Sieg, egal wie, um überhaupt wieder Selbstvertrauen aufzubauen", sagt Dennis Aogo.

Davon eine Menge getankt haben dagegen die Münchener. "Es war sicher die beste Saisonleistung", befand Trainer Jupp Heynckes.

Auch Arjen Robben, der nach dem 2:0 gegen den FC Zürich noch äußerst unzufrieden war, hatte nichts zu meckern: "Heute gibt es nichts zu verbessern. Wenn man richtig kritisch sein will, dann kann man sagen: Wir hätten noch mehr Tore schießen können. Aber mit der Art und Weise, wie wir heute Fußball gespielt haben, können wir sehr zufrieden sein."

Rotation funktioniert

Auch die Rotation, die Heynckes bei Amtsantritt in München ankündigte und schon wiederholt umsetzte, funktioniert bisher gut. Thomas Müller, Anatoly Tymoschtschuk und Daniel van Buyten freuten sich über die Rückkehr in die Startelf.

Die Spieler nehmen es mit Wohlwollen auf - und auch die Leidtragenden sehen keine Probleme. "Jupp Heynckes ist ein erfahrener Trainer, der weiß, wie er einem Spieler beibringt, dass er nicht spielt", so Jerome Boateng, der Platz für den 1:0-Schützen van Buyten machen musste.

Und auch bei Bayerns Verantwortlichen ist der neue Stil anerkannt. "Das ist ein guter Weg für uns, weil wir auf drei Hochzeiten tanzen wollen. Heynckes hat die Rotation in Leverkusen umgesetzt und führt sie hier fort. Das ist sehr sinnvoll", lobte Christian Nerlinger gegenüber SPOX. Sagte er und ging davon, als hätten die Bayern gerade nur Unentschieden gespielt - aber mit den Emotionen haben sie es ja nicht so...

Bayern - Hamburg: Daten zum Spiel

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