Montag, 02.04.2012

Bundesliga - 28. Spieltag

Wunder gibt es immer wieder

In diesen Tagen könnten die Fußball-Profis, Verantwortlichen und Anhänger von Schalke 04 zu Schlager-Fans werden. "Es gibt doch dieses Lied", sagte Manager Horst Heldt und spielte auf einen alten Hit von Katja Ebstein an. "Wunder gibt es immer wieder", hatte Ebstein gesungen und damit 1970 beim Eurovision Song Contest Platz drei belegt.

Wenn jemand im Schalker Dress für Wunder sorgen könnte, dann ist es Klaas-Jan Huntelaar
© Getty
Wenn jemand im Schalker Dress für Wunder sorgen könnte, dann ist es Klaas-Jan Huntelaar

42 Jahre später gibt Schalke vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Europa League am Donnerstag bei Athletic Bilbao die gleiche Parole aus - nach dem 2:4 im Hinspiel soll und muss ein Wunder her.

"Es ist alles möglich. Wir wissen, dass wir viele Tore machen können", sagte Torhüter Lars Unnerstall. Dass der 21-Jährige beim 1:1 (0:1) bei 1899 Hoffenheim nur sechs Wochen nach seiner Schultereckgelenksprengung zwischen die Pfosten zurückgekehrt war, hatte allein schon an ein kleines medizinisches Wunder gegrenzt.

"Ich hatte keine Angst und keine Probleme - sonst hätte ich nicht gespielt", sagte Unnerstall. Die schnelle Rückkehr von Unnerstall ist für Schalke umso wichtiger, da Timo Hildebrand im Hinspiel gegen Bilbao eine Bänder- und Kapselverletzung im rechten Ellenbogen erlitten hatte.

Dass das Comeback von Unnerstall etwas unglücklich verlief, war nicht seine Schuld. Nach einem vermeintlichen Foul an Sven Schipplock nach einer halben Stunde hatte Schiedsrichter Markus Schmidt auf Strafstoß entschieden.

"Ich habe ihn nicht berührt", beteuerte Unnerstall. Die Fernsehbilder gaben ihm Recht. Beim Elfmeter warf sich Unnerstall in die rechte Ecke - wie um zu beweisen, dass seine rechte Schulter wieder genesen ist. Sejad Salihovic wählte das andere Eck.

Stevens: "Entscheidung für die Zukunft"

Das Vertrauen von Trainer Huub Stevens konnte Unnerstall trotzdem rechtfertigen. "Ich hatte ihn noch einmal im Training beobachtet und mit dem Arzt gesprochen", erklärte Stevens, der Unnerstall den Vorzug vor Torwart-Oldie Mathias Schober gegeben hatte: "Wir wollen Lars ja wieder zurück in der Mannschaft haben, ihm Spielrhythmus geben. Es war auch eine Entscheidung für die Zukunft."

Auch am Donnerstag in Bilbao wird Unnerstall das Tor hüten. "Wunder gibt es nicht. Aber wenn wir es doch schaffen sollten, das 2:4 aufzuholen, dann glaube ich doch wieder an Wunder", sagte Stevens mit Blick auf die Partie in Spanien.

Sicher ist, dass die Offensive um Klaas-Jan Huntelaar und Raul besser funktionieren muss, als in Hoffenheim. Huntelaar gelang mit einem ebenfalls strittigen Foulelfmeter in der 80. Minute zumindest das 1:1. Es war das 23. Saisontor des niederländischen "Hunters" für die Schalker, die Platz drei in der Bundesliga festigten.

"Sehr gutes Gespräch" mit Raul

Die mit Rang drei verbundene direkte Qualifikation für die Champions League könnte auch ein Argument für Raul sein, seinen Vertrag zu verlängern. Heldt berichtete von einem "sehr guten Gespräch" mit dem Weltstar und Publikumsliebling. Es gehe dem 34-Jährigen weder ums Geld, noch um die Laufzeit des Vertrages.

"Raul muss eine Grundsatzentscheidung treffen und dies auch mit seiner Familie besprechen. Er hat sich noch Bedenkzeit erbeten, die wir ihm selbstverständlich zugestehen", sagte Heldt. Auch in Bezug auf Raul hofft Schalke auf ein kleines Wunder.

Hoffenheim - Schalke: Daten zum Spiel


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