Bundesliga - 26. Spieltag

Lautern verliert weiter an Boden

SID
Sonntag, 18.03.2012 | 17:55 Uhr
Lewis Holtby (l.) und Klaas-Jan Huntelaar jubeln über den souveränen Sieg
© Getty
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Der 1. FC Kaiserslautern verliert im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga weiter an Boden und ist nach mittlerweile 16 sieglosen Spielen weiter Tabellenletzter. Durch das 1:4 (1:2) gegen den FC Schalke 04 bleiben die Pfälzer bei 20 Punkten hängen. Das Team wartet seit dem 22. Oktober vergangenen Jahres auf einen Dreier. Der Rückstand auf den Relegationsrang 16 beträgt fünf Punkte.

Dabei ging der FCK durch den Brasilianer Rodnei vor 49.780 Zuschauern im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion bereits in der 3. Minute in Führung. Lewis Holtby glich jedoch für Schalke aus (39.), Torjäger Klaas Jan Huntelaar drehte mit seinem 20. Saisontreffer (45.) kurz vor der Pause das Spiel.

"Ganz bitterer Moment"

Den dritten Gäste-Treffer erzielte Raul (51.), Jefferson Farfan erhöhte noch (81.). Schalke bleibt als Tabellenvierter Borussia Mönchengladbach dicht auf den Fersen.

"Wir haben wieder ein gutes Schalke gesehen, das nicht aufgegeben und weiter nach vorne gespielt hat. Wir haben einen guten Schritt nach vorne gemacht", sagte Jermaine Jones.

"Wir hätten mehr machen müssen, die Schalker haben am Donnerstag gespielt. Es ist wieder ein ganz bitterer Moment", sagte Lauterns Kapitän Christian Tiffert. "Wir liegen erneut am Boden, müssen aber aufstehen, es ist noch nichts verloren."

Erster Treffer nach 300 Minuten

Die Abwehrreihen hatten sich noch nicht richtig formiert, da lag der Ball schon zum ersten Mal im Tor: Nach einem Freistoß von der rechten Seite von Tiffert war Kaiserslauterns Verteidiger Rodnei per Kopf zur Stelle und köpfte unbedrängt ein. Der Treffer zum 1:0 war das erste Lauterer Bundesligator seit genau 300 Minuten.

In der Folgezeit übernahm Schalke die Initiative, kam jedoch erst in der 24. Minute zu seiner ersten Torchance: Huntelaar setzte einen Kopfball nach Flanke von Raul knapp rechts neben das Lauterer Tor. In der 32. Minute schoss der Niederländer dann den Ball ins Tor der Pfälzer, der vermeintliche Treffer galt jedoch wegen Abseits nicht.

Gastgeber kontern im eigenen Stadion

Die leidenschaftlich kämpfenden Gastgeber verlegten sich im eigenen Stadion aufs Kontern. Lauterns Trainer Kurz, der auf Alexander Bugera (Fußverletzung), Richard Sukuta-Pasu (Magen-Darm-Virus) und Nicolai Jörgensen (Schambein-Entzündung) verzichten musste, ging an der Seitenlinie ebenso engagiert zur Sache, wie seine Spieler auf dem Feld. Weitere Lauterer Torchancen blieben zunächst aber aus.

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Erst nach 33 Minuten hatten die Pfälzer Fans den Torschrei wieder auf den Lippen, doch Tifferts Schuss blieb in der Schalker Deckung hängen.

Schalke dreht das Spiel

Die immer wieder schnell von Abwehr auf Angriff umschaltenden Gäste blieben die tonangebende Mannschaft und durften nach 39 Minuten den hoch verdienten Ausgleich durch Holtbys 20-Meter-Schuss bejubeln. Nach seinem Treffer spielte das ehemalige Mitglied der Mainzer "Boyband" direkt vor der Lauterer Fankurve Gitarre mit der Eckfahne. Als Provokation wollte er das hinterher nicht verstanden wissen.

"Im Fußball gehören Emotionen dazu. Ich habe keinen Stinkefinger gezeigt, sondern nur meinen 'Meenzer' Jubel gezeigt. Ich hatte mit Mainz ein geiles Jahr, Gruß an die Bruchweg-Boys." Huntelaar ließ Sekunden vor der Pause das 2:1 folgen - ein sehenswerter Flachschuss.

Nach dem Wechsel ließen die Schalker einen Lauterer Sturmlauf gar nicht erst zu. Kapitän Raul erhöhte mit einem tollen Distanzschuss schnell auf 3:1 für die Gäste, die trotz des Kraftaktes gegen Twente Enschede unter der Woche (4:1) und dem Einzug ins Viertelfinale der Europa League frischer wirkten als die Gastgeber.

Damit war die Moral der Pfälzer gebrochen. Kaiserslautern verkrampfte unter dem Druck des Gewinnenmüssens zusehends, die wenigen sich bietenden Tormöglichkeiten vergab der schwächste Angriff der Liga kläglich. Farfan schloss schließlich noch einen Konter auf Vorlage von Holtby problemlos zum Endstand ab.

Kaiserslautern - Schalke: Daten zum Spiel

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