Bundesliga - 26. Spieltag

Bayern: "Die Mannschaft ist zusammengerückt"

SID
Sonntag, 18.03.2012 | 14:11 Uhr
Das Münchner Offensiv-Quartett demonstriert den Zusammenhalt des Teams
© Getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
SoJetzt
Alle Highlights des Spieltags mit Gladbach-Köln
Primera División
Live
La Coruna -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Ligue 2
Chateauroux -
Nimes
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Real Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Primera División
Levante -
La Coruna
Primera División
Girona -
Malaga
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Primera División
Espanyol -
Leganes
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia
WC Qualification South America
Chile -
Paraguay
WC Qualification South America
Uruguay -
Argentinien
WC Qualification South America
Brasilien -
Ecuador
WC Qualification Europe
Dänemark -
Polen
WC Qualification Europe
Slowakei -
Slowenien
WC Qualification Europe
Tschechien -
Deutschland

Irgendwann wurde es Christian Nerlinger zu bunt. "Abstiegskampf scheint interessanter zu sein als Meisterschaftskampf", sagte der Sportdirektor des FC Bayern süffisant, als auch die sechste Frage an Herthas Trainer Otto Rehhagel gestellt wurde.

Die Bayern wirkten nach drei Pflichtspielsiegen und 20 erzielten Toren innerhalb einer Woche gelöst. Und Nerlinger, der nach dem 6:0 (3:0) in Berlin den kranken Trainer Jupp Heynckes auf der Pressekonferenz vertrat, wollte gerne darüber reden, wie das ist mit der wiederentdeckten Stärke und dem "Ruck", der durch die Mannschaft gegangen ist.

Ohne Frage, wer den Aussagen der Münchner Spieler und den ausgelassenen Gesängen der Fans noch weit nach Spielende lauschte, bekam durchaus ein Gefühl für das, was die vergangene Woche beim FC Bayern ausgelöst hat.

Schmaler Grat der Bayern

Irgendwann in der ersten Halbzeit, Bayern führte schon 3:0, grätschte Toni Kroos auf Höhe der Außenlinie in einen Berliner Passweg und dokumentierte so eindrucksvoll den wiederentdeckten Willen seiner Mannschaft im Kampf um die Meisterschaft.

Wenige Momente später regelten Kroos und Franck Ribery dann per Schnick-Schnack-Schnuck, wer den fälligen Freistoß aufs Tor der Hertha schießen darf. Es ist der sehr schmale Grat zwischen Selbstbewusstsein und Arroganz, den es in diesem Extrem wohl nur in München gibt und der durch die zweifellos beeindruckende Bilanz der vergangenen drei Spiele wieder entstanden ist.

Aggressiv, temporeich, direkt

Rein sportlich haben die Bayern zurzeit alle Argumente auf ihrer Seite. Mit eindrucksvoller Dominanz gingen sie wie schon zuvor gegen Basel und Hoffenheim in das Spiel gegen eine sichtbar verunsicherte und taktisch schlecht eingestellte Berliner Mannschaft. Ribery nutzte die Freiräume und fehlende Klasse des jungen und überforderten Berliner Verteidigers Fanol Perdedaj (Rehhagel: "Das war ein Fehler") auf dem linken Flügel.

Mit aggressivem Pressing, hohem Tempo bei eigenem Ballbesitz und direktem, vertikalem Spiel wirbelte Bayerns Offensivabteilung Herthas Hintermannschaft im Minutentakt durcheinander. Nichts war mehr zu sehen vom pomadigen und einfallslosen Ballgeschiebe im Mittelfeld, das den Bayern zuletzt vor allem auswärts zwar stets katalanische Ballbesitzstatistiken, aber eher Berliner Punkteausbeute beschert hatte.

Für Christian Nerlinger waren es daher die kleinen Dinge, die passten. "Wie die Mannschaft zusammen jubelt oder gemeinsam arbeitet auf dem Platz", stimme ihn zuversichtlich. Es waren die bereits dokumentierten Grundtugenden, die Heynckes nach dem 0:2 in Leverkusen gefordert hatte. Selbst die schlechten Platzverhältnisse, in Mönchengladbach (1:3) und Basel (0:1) noch oft als Verhinderer bajuwarischer Spielkunst ausgemacht, konnten die Spiellaune des Rekordmeisters nicht trüben.

Rehhagel mit taktischen Fehlern

Bei den Berlinern pendelte die Gefühlslage indes zwischen Achselzucken und Frustration. "Gegen Bayern kann man verlieren", bügelte Rehhagel allzu kritische Nachfragen ab. Doch der Altmeister muss sich nach der dritten Niederlage im vierten Spiel auch taktische Vorwürfe gefallen lassen. Perdedaj war gegen Ribery chancenlos, erst nach dem 0:2 zog Rehhagel den etatmäßigen Rechtsverteidiger Christian Lell aus dem defensiven Mittelfeld zurück in die Viererkette, um mit Beginn der zweiten Halbzeit den gleichen Fehler ein zweites Mal zu begehen.

Anstelle von Perdedaj versuchte sich der nicht weniger unerfahrene Alfredo Morales gegen den französischen Tempodribbler. "Er hat es dann auch nicht besser gemacht", stellte Rehhagel nach zwei von Morales verursachten Elfmetern lapidar fest. "Es gelingt zurzeit nicht, uns richtig einzustellen", sagte Lell vielsagend und ließ entsprechenden Interpretationsspielraum.

Vor dem Stadion, weit nach Spielende und der Abreise des Münchner Trosses, sangen die zahlreich angereisten Fans der Bayern noch immer und träumten von "der Meisterschaft, dem Europa-Cup und dem Pokal". In der Winterpause, im "besten Trainingslager aller Zeiten", war die Brust des FC Bayern zuletzt ähnlich breit. Danach folgte ein Auswärtsspiel in Mönchengladbach. So wie jetzt wieder, im Halbfinale des DFB-Pokals am Mittwoch.

Hertha - Bayern: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung