Bundesliga - 26. Spieltag

Kagawa führt Meister Dortmund zu Rekorden

SID
Sonntag, 18.03.2012 | 11:32 Uhr
Shinji Kagawa war mit seinem Treffer der Matchwinner für den Meister aus Dortmund
© Getty
Advertisement
1. HNL
FrLive
Dinamo Zagreb -
Cibalia
International Champions Cup
Sa11:35
FC Bayern München -
AC Mailand
Premier League Asia Trophy
Sa12:00
West Bromwich -
Crystal Palace
CSL
Sa13:35
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
Premier League Asia Trophy
Sa14:30
Leicester -
Liverpool
Premier League
Sa16:30
St. Petersburg -
Kasan
Club Friendlies
Sa17:00
SC Freiburg -
Feyenoord
Premier League
Sa18:30
Schachtjor Donezk -
Dynamo Kiew
Super Liga
Sa19:00
Partizan -
Macva
Super Cup
Sa20:30
Anderlecht -
Zulte Waregem
Serie A
Sa21:00
Vitoria -
Chapecoense
International Champions Cup
So00:05
Barcelona -
Juventus
International Champions Cup
So02:05
PSG -
Tottenham
CSL
So13:35
Shanghai Shenhua -
Beijing Guoan
Superliga
So18:00
Midtjylland -
Silkeborg
Super Liga
So19:00
Roter Stern -
Radnicki
Serie A
So21:00
Fluminense -
Corinthians
International Champions Cup
So23:05
Real Madrid -
Man United
Serie A
Mo00:00
Atletico Mineiro -
Vasco Da Gama
International Champions Cup
Mo14:05
Inter Mailand -
Lyon
International Champions Cup
Di13:35
Chelsea -
FC Bayern München
Club Friendlies
Di19:00
Hannover 96 -
Wolfsberger AC
Copa Sudamericana
Mi00:15
Chapecoense -
Defensa y Justicia
International Champions Cup
Mi02:05
Tottenham -
AS Rom
International Champions Cup
Do01:30
Barcelona -
Man United
Copa do Brasil
Do02:45
Cruzeiro -
Palmeiras
International Champions Cup
Do03:05
PSG -
Juventus
International Champions Cup
Do05:35
Man City -
Real Madrid
International Champions Cup
Do13:35
FC Bayern München -
Inter Mailand
Copa Sudamericana
Fr00:15
Arsenal -
Sport Recife
Copa do Brasil
Fr02:45
Paranaense -
Gremio
First Division A
Fr20:30
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Sa12:00
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Sa12:00
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Sa13:35
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
Sa15:00
Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
Sa15:30
SV Werder Bremen -
West Ham
Emirates Cup
Sa17:20
Arsenal -
Benfica
First Division A
Sa18:00
Lokeren -
Brügge
Serie A
So00:00
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
So00:05
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
So02:05
Real Madrid -
Barcelona
CSL
So13:35
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
First Division A
So14:30
Mechelen -
Lüttich
Emirates Cup
So15:00
Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
So17:20
Arsenal -
Sevilla
First Division A
So18:00
St. Truiden -
Gent
Superliga
So18:00
Brondby -
Lyngby
Serie A
So21:00
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
So22:05
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
So22:30
Bayer Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Mo00:00
Gremio -
Santos
Premier League
Mo18:30
Spartak Moskau -
Krasnodar
Club Friendlies
Mi19:00
Villarreal -
Real Saragossa
Copa Sudamericana
Do00:15
LDU Quito -
Club Bolívar

Shinji Kagawa fühlte sich wie im siebten Himmel. Vor dem Spiel hatten die Kollegen von Borussia Dortmund auf seinen 23. Geburtstag ein Ständchen angestimmt. Wenig später wurde der Japaner zur entscheidenden Figur beim 1:0 (1:0) gegen Werder Bremen. Dabei erlebten 80.720 Zuschauer eine Neuigkeit, die seine Mitspieler als Sensation einstuften: Es war das erste Kopfballtor des kleinen Kerls in der Bundesliga.

Manchmal steigern gewisse Kleinigkeiten noch die großen Gefühle. "Das war wirklich ein toller Geburtstag, der mir ewig in Erinnerung bleiben wird", sagte Kagawa später, als sich die Hitzewallungen der schwarz-gelben Fans im Stadion wegen der Nerven belastenden Schlussphase langsam abgekühlt hatten.

Sein Tor in der 8. Minute, das schließlich Gold wert war, feierte Kagawa mit einer Aktion, die ein Beispiel des großartigen Teamgeists beim BVB ist. Nach seinem 17. Treffer für Dortmund rannte er sofort zu den Kollegen auf der Ersatzbank, stürzte sich auf Felipe Santana und drückte den langen Verteidiger an sich. Es war die Gratulation zweier Geburtstagskinder unter sich - der Brasilianer Santana wurde am Samstag 26. "Es freut mich, dass ich ihm mein Tor widmen konnte", sagte Kagawa artig.

20 Liga-Spiele ohne Niederlage

Viel zu feiern hatten die Dortmunder am Abend nach dem Spiel. Mit dem Sieg gegen Bremen, dem der Glanz der fast künstlerischen Leistungen im Januar und Februar abging, aber hochverdient war, wurde der Vereinsrekord von 20 Bundesliga-Spielen ohne Niederlage aufgestellt. Die achte von neun Rückrundenpartien war gewonnen worden. Da ließ es sich ohne Besorgnis aushalten, dass der FC Bayern beim 6:0 bei Hertha BSC wieder einmal seine Tormaschine anwarf. Mehr Punkte als der BVB gegen Werder kassierten die Münchner dafür nicht.

"Das 1:0 ist eigentlich der Lieblingssieg des Verteidigers, weil hinten die Null steht", gab Mats Hummels seine Sichtweise preis. Aber auch ihm wäre lieber gewesen, wenn seine Kollegen Kagawa und Sebastian Kehl in der ersten Halbzeit nicht nur Pfosten und Latte, sondern ins Netz getroffen hätten.

Die Mannschaft zeigte die nach dem 0:0 in Augsburg von Trainer Jürgen Klopp geforderte Reaktion. Danach brach Kapitän Kehl auch das Schweigen auf die ständigen Meisterfragen. Noch auf dem Spielfeld stehend, rutschte ihm heraus, was Klopp gar nicht gerne hört. "Ich würde mich ja lächerlich machen, wenn ich sagen würde, wir sind kein Meisterkandidat", sagte Kehl im Interview mit dem TV-Sender Sky: "Am Ende zählt, dass wir im Mai oben stehen. Und das sieht im Moment ganz gut aus. Aber es helfen keine Parolen und kein Reden."

Kehl spricht vom Titel

Die Titelverteidigung für den Meister rückt näher, acht Spieltage vor Schluss bewegte sich Kehl vorsichtig aus der Deckung, zum fast gleichen Zeitpunkt wie im vorigen Jahr, als das M-Wort auch ein Tabu war. Auch mit Platz zwei wären die BVB-Chefs zufrieden, aber natürlich wäre es da allerhöchste, zum dritten Mal eine Doppelmeisterschaft zu feiern wie die Altvorderen 1956/1957 und die Mannschaft von Ottmar Hitzfeld 1995/1996.

Das "kleine Problem der mangelnden Chancenverwertung" kritisierte Klopp, weil seine Mannschaft die klare Dominanz der ersten Halbzeit nicht in einen beruhigenden Vorsprung umwandelte, fügte aber zugleich hinzu: "Ich bin mit der Leistung zufrieden. Die Mannschaft war super lebendig und extrem diszipliniert."

Dass der stark ersatzgeschwächte Gegner ohne ein halbes Dutzend fehlender Stammspieler inklusive Tim Wiese und Claudio Pizarro aber auch mehr lief, war ein seltenes Ereignis. Die Bremer spulten 122,4 Kilometer ab, Dortmund 117,3.

Andererseits ist es nach wie vor erstaunlich, dass Mario Götze, der in der vorigen Saison als der überragende Mann gefeiert wurde, so ersetzt werden kann.

Aber mit Kagawa hat der BVB scheinbar einen Klon von Götze, ebenso schnell, ebenso trickreich, ebenso torgefährlich - nur japanischer und nicht deutscher Nationalität.

Dortmund - Bremen: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung