Lautern ermauert sich einen Punkt beim VfB

Von Stefan Rommel / Fabian Huwe
Freitag, 09.03.2012 | 22:23 Uhr
Kaiserslauterns Sandro Wagner (M.) sah gegen Stuttgarts Niedermeier (l.) kein Land
© Getty
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Der 1. FC Kaiserslautern hat einen wichtigen Teilerfolg im Kampf gegen den Abstieg gefeiert. Der FCK kam zum Auftakt des 25. Spieltags beim VfB Stuttgart zu einem 0:0.

50.100 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena sahen ein langweiliges Spiel, bei dem sich der FCK fast ausschließlich auf Torsicherung konzentrierte und der VfB planlos anrannte.

Durch das Remis ist die zarte VfB-Serie von zuletzt zwei Siegen schon wieder gerissen, der FCK wartet trotz des Teilerfolgs seit nunmehr 15 Spielen auf einen Sieg.

Für Stuttgart waren es zwei verlorene Punkte im Kampf um einen Europa-League-Platz, der FCK bleibt trotz des Remis mit 20 Punkten Letzter.

Reaktionen:

Trainer Bruno Labbadia (VfB Stuttgart): "Wir müssen den Weg, den wir seit ein paar Wochen gehen, konsequent fortsetzen. Leider hat es heute nicht zu einem Sieg gereicht."

Trainer Marco Kurz (1. FC Kaiserslautern): "Wir haben zu Null gespielt, das ist der Ansatz. Wir müssen Schritt für Schritt gehen. Das Ding darf auch am 34. Spieltag zu unseren Gunsten entschieden werden."

Stefan Kuntz (Klubchef 1. FC Kaiserslautern): "Marco Kurz ist unser Trainer. Und falls sich daran irgendwas ändern sollte, sagen wir Bescheid. Ich würde aber nicht darauf warten."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Stuttgart und der FCK mit exakt den Startaufstellungen der Vorwoche. Auch nicht alltäglich. Bei den Gästen demnach Sippel wieder im Kasten und Wagner einzige Spitze. Der VfB wieder mit Kuzmanovic neben Kvist auf der Doppel-Sechs.

9.: Hajnal bedient den einlaufenden Harnik, der aus spitzem Winkel von halbrechts aufs kurze Eck zielt. Sippel ist schnell unten und hat den Ball.

31.: Verwirrung nach einer Hajnal-Ecke. Erst ist Harnik überrascht, dann knallt er Niedermeiers Zufalls-Zuspiel per Fallrückzieher aus sechs Metern aufs kurze Eck. Sippel hält stark.

57.: Sahan auf Wagner, der zu Tiffert rauslegt. Satter Schuss aus 23 Metern aufs kurze Eck - der Ball geht nur ans Außennetz.

75.: Cacau schnappt Dick den Ball weg, legt zurück auf Schieber. Der zieht noch einmal auf und dann aus zwölf Metern ab. Direkt auf Sippel.

81.: Nach einem Einwurf geht's schnell, Schieber überlässt Cacau, der aus zehn Metern am stark reagierenden Sippel scheitert.

86.: Konter VfB. Ibisevic bedient Cacau. Dessen Schuss mit links aus 13 Metern ist aber zu schwach. Sippel sicher.

90.+1: Dick nach einer Ecke aus der Drehung, aber gut zwei Meter links vorbei.

Fazit: Ganz schwaches Spiel, das letztlich sogar mit dem gerechten Ergebnis endete. Stuttgart viel zu umständlich und einfallslos, um einen gut verteidigenden FCK auch mal auszuspielen.

Der Star des Spiels: Tobias Sippel machte einen souveränen Eindruck, hielt die wenigen Stuttgarter Schüsse ohne Probleme und hat seine Nominierung mit einer erneut unaufgeregt-sachlichen Leistung unterstrichen. Beim VfB war der unermüdliche Sakai noch der Beste.

Der Flop des Spiels: Richard Sukuta-Pasu musste bereits nach 30 Minuten runter. Sukuta-Pasu wirkte ziemlich unkonzentriert, verstolperte binnen zehn Minuten vier leichte Bälle. Für Trainer Kurz offenbar ein zu großes Risiko in einem auf Sicherheit ausgelegten Lauterer Spiel.

Der Schiedsrichter: Felix Brych hatte mit der absolut fairen Partie keinerlei Probleme, benötigte keine einzige Gelbe Karte. Nach zuletzt wenig souveränen Leistungen mal wieder eine solide Vorstellung von Brych.

Analyse: Kaiserslautern schnell drin im Spiel, empfing die Stuttgarter Angriffe erst ab der Mittellinie und machte das Mittelfeld im Zentrum sehr eng. Stuttgart hatte deshalb in der ersten Halbzeit zwar über 70 Prozent Ballbesitz, im Spielaufbau aber kaum Überraschungsmomente parat.

Nach 20 Minuten wurde Stuttgarts Spiel eine Spur lebhafter, weil sich die Offensivspieler besser bewegten und so von der Doppel-Sechs aus schneller in die Spitze gespielt werden konnte. Ab und an gefährlich wurde es aber trotzdem allenfalls nach Standards.

Da Kaiserslautern quasi komplett auf jegliche Offensivbemühungen verzichtete, wurde es ein Spiel auf sehr überschaubarem Niveau mit wenigen Torszenen.

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Nach dem Wechsel änderte sich daran rein gar nichts, Stuttgart rannte weiter ohne große Ideen an, der FCK verschanzte sich zu großen Teilen in der eigenen Hälfte. Zu viele technische Fehler bei den wenigen erfolgversprechenden Ansätzen verhinderten Stuttgarter Chancen.

Dass Trainer Labbadia ausgerechnet Hajnal, der noch am ehesten einen Angriff einfädeln konnte, früh rausnahm und auf 4-4-2 umstellte, war zumindest verwunderlich. In der Folge fehlte die letzte verbliebene Bindung zwischen Mittelfeld und Sturm vollends.

Bis zum Schlusspfiff plätscherte das Spiel nur so vor sich hin, erst in den letzten zehn Minuten kam der VfB - eher zufällig - noch zu ein paar Chancen.

Stuttgart - Kaiserslautern: Daten zum Spiel

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