Sonntag, 04.03.2012

Bundesliga - 24. Spieltag

Lauterns Absturz auf den letzten Tabellenplatz

Selbst Felix Magath fühlte sich als Trainer des VfL Wolfsburg nach dem torlosen Unentschieden am Samstag beim 1. FC Kaiserslautern bemüßigt, etwas zur Personaldiskussion um seinen Amtskollegen Marco Kurz beizutragen: "Ich denke, man hat heute gesehen, dass die Mannschaft für den Trainer gespielt hat". Es reichte dennoch auch im mittlerweile 14. Spiel hintereinander nicht für einen Sieg für die Pfälzer.

Auch Lauterns Nicolai Jörgensen (2.v.l.) schaffte es nicht, einen Treffer gegen den VfL zu erzielen
© Getty
Auch Lauterns Nicolai Jörgensen (2.v.l.) schaffte es nicht, einen Treffer gegen den VfL zu erzielen

Auch der FCK-Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz hatte eine zumindest im Einsatzwillen verbesserte Mannschaft gesehen: "Mit der Leistung kann man sicher zufrieden sein, mit dem Ergebnis natürlich nicht", sagte der 49-Jährige. Es wirft den Vorjahres-Siebten auf den letzten Tabellenplatz zurück.

Eine Woche Schonfrist für Kurz

Mag der Einsatz von Magath für Kurz ja im Prinzip sehr zu loben sein, so sehen Zweifler darin doch eher den Versuch, von der schlechten Leistung des eigenen Teams abzulenken. "Ich habe ein teilweise sehr gutes Spiel von beiden Seiten gesehen", sagte der Wolfsburger Trainer. Kurz stimmte mit ein: "Wir haben mit allem was wir hatten gegen eine gute Offensive verteidigt. Die Leidenschaft war da." Beide Mannschaften überboten sich über die gesamte Spielzeit jedoch in Harmlosigkeit und Fehlern im Spielaufbau.

Vor der Partie hatte der ehemalige Nationalstürmer Stefan Kuntz angedeutet, dass das Ergebnis einen direkten Einfluss auf Kurz' Weiterbeschäftigung haben könnte, was er nach der Partie zumindest etwas relativierte: "Der Trainer bleibt. Es ist natürlich ein Tagesgeschäft. Am besten punkten wir in Stuttgart, dann habe ich ein ruhigeres Wochenende." Alles deutet demnach darauf hin, dass Kurz eine weitere Woche Schonfrist erhält. Der Druck auf den Trainer ist nach der Partie indes nicht geringer geworden.

Tiffert vergibt Großchance

Für ein wenig mehr Beruhigung hätte der Lauterer Kapitän Christian Tiffert in der 37. Minute sorgen können. Vom stark aufspielenden Julian Derstroff kam der Ball per Flachpass auf Tifferts starken rechten Fuß, der 30-Jährige scheiterte mit seinem Abschluss jedoch kläglich an Torhüter Diego Benaglio. Somit bleiben die Fakten bedrückend eindeutig:

"Es ist der letzte Tabellenplatz, und wir schießen keine Tore", fasste Kuntz die Situation zusammen. "Um drei Punkte zu holen, muss man Tore schießen", sagte auch Kurz. Und genau das klappt weiterhin nicht - mit 16 Toren bildet der FCK den harmlosesten Sturm im deutschen Profifußball.

Wie Kuntz und Kurz hoffen auch die Spieler, dass die gegen Wolfsburg verbesserte Leistung keine Eintagsfliege war: "Diese Leistung müssen wir nun über mehrere Spiele zeigen", sagte Abwehrspieler Florian Dick. Nach dem anstehenden Spiel in Stuttgart am 25. Spieltag kommt der FC Schalke 04, danach geht es zum wohl auch für Kurz endgültig wegweisenden Abstiegsduell zum SC Freiburg. "Wir können alle die Tabelle lesen. Mit einem 0:0 geht da nichts mehr nach vorne", sagte Kurz.

Kaiserslautern - Wolfsburg: Daten zum Spiel


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