Lautern ist jetzt Letzter - Kurz unter Druck

SID
Samstag, 03.03.2012 | 17:31 Uhr
In einem hart umkämpften Spiel holten Florian Dick (r.) und die Lauterer einen Punkt
© Getty
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Christian Tiffert hatte nur noch Diego Benaglio vor sich, den Ball auf dem starken rechten Fuß. Aber auch der Kapitän des 1. FC Kaiserslautern konnte die eklatante Abschlussschwäche seines Klubs nicht überwinden. Wolfsburgs Keeper hielt Tifferts Flachschuss, und die Lauterer stehen auch nach dem 24. Spiel bei ärmlichen 16 Saisontreffern und rutschen durch das 0:0 gegen den VfL Wolfsburg vom Samstag in der Tabelle auf den letzten Platz ab.

Trotz kämpferisch verbesserter Leistung gelang dem FCK auch gegen das auswärtsschwächste Team der Liga kein Sieg - zum 14. Mal in Folge. Nach der Nullnummer vor 34.110 Zuschauern wird auch die Luft für FCK-Trainer Marco Kurz immer dünner.

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Vor dem Spiel hatte der Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz angedeutet, dass das Ergebnis einen direkten Einfluss auf dessen Weiterbeschäftigung haben könnte, was er nach der Partie zumindest relativierte: "Der Trainer bleibt. Es ist natürlich ein Tagesgeschäft. Am besten punkten wir in Stuttgart, dann habe ich ein ruhigeres Wochenende." Alles deutet demnach darauf hin, dass Kurz eine weitere Woche Schonfrist erhält.

Kurz sagte nach dem Abpfiff, sein Team sei "bis an die Grenzen" gegangen. "Uns gelingt aber keine Führung - das ist schade. Wir hatten unsere Möglichkeiten, gerade zum Ende der ersten Hälfte. Wir müssen das Quäntchen Glück einfach erzwingen." Zu seiner Zukunft wollte sich Kurz zunächst nicht äußern. "Ich beschäftige mich mit der Thematik nicht", sagte er.

Die erste Chance der Partie erarbeitete sich der Wolfsburger Chris in der siebenten Minute. Mit einem Schuss aus mehr als 30 Metern Torentfernung prüfte der Brasilianer den Lauterer Schlussmann Tobias Sippel, der spektakulär zur Ecke klärte. Aufgrund einer Muskelverletzung von Stammkraft Kevin Trapp setzte Marco Kurz erstmals seit fast genau einem Jahr in der Bundesliga auf den 23-Jährigen Sippel.

Tiffert vergibt Führung

Die Lauterer stemmten sich nach der desolaten Leistung am vergangenen Spieltag beim FSV Mainz von Beginn an mit großem Einsatz gegen die spielstärkeren Wolfsburger. Das Team von Felix Magath strahlte vor allem über die rechte Angriffsseite mit Ashkan Dejagah und Patrick Helmes die größere Torgefahr aus, jedoch fehlte die Genauigkeit bei den Zuspielen der Niedersachsen. Einen Distanzschuss von Helmes konnte Sippel entschärfen (20.).

Der Lauterer Kapitän Christian Tiffert verzeichnete die erste gute Gelegenheit für die Gastgeber. Nach einer schönen, von ihm selbst initiierten Kombination konnte Diego Benaglio erst im Nachfassen klären (31.) Sechs Minuten später flankte Julian Derstroff flach in den Sechzehnmeterraum und Tiffert vergab die bis dahin größte Chance.

Viele Fehlpässe auf beiden Seiten

Kurz vor der Pause konnte sich Dejagah mit einer guten Flanke durchsetzen, der aufgerückte Marcel Schäfer brauchte jedoch zu lange für den Abschluss. Der herausstürzende Sippel rettete das 0:0 in die Halbzeit.

Auch nach dem Wechsel reihten beide Teams Abspielfehler an Abspielfehler. Kaiserslautern schlug die Bälle überwiegend lang nach vorne oder kam durch Standardsituationen vor das gegnerische Tor. Nach einem von Jan Simunek per Kopf weitergeleiteten Tiffert-Freistoß flog Florian Dick am Ball vorbei ins Wolfsburger Tornetz (49.).

Nach mehr als einer Viertelstunde ohne jegliche Torgelegenheit schloss Mario Mandzukic einen guten Sprint mit einem Distanzschuss ab, doch Sippel war auf dem Posten (66.). Mandzukic war kurze Zeit später auch auf der anderen Seite zur Stelle und klärte einen Schuss von Lauterns eingewechselten U23-Spieler Andrew Wooten (74.). Der eingewechselte Thomas Hitzlsperger zielte mit seinem Distanzschuss knapp daneben (83.), Wagner köpfte über das leere Tor (86.).

Kaiserslautern - Wolfsburg: Daten zum Spiel

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