Samstag, 25.02.2012

Bundesliga - 23. Spieltag

Babbel feiert ersten Sieg mit Hoffenheim

Trainer Felix Magath und sein VfL Wolfsburg können nach der 1:2 (0:1)-Heimniederlage gegen die TSG 1899 Hoffenheim die Träume vom internationalen Fußball zunächst begraben. Dagegen feierte Hoffenheim den ersten dreifachen Punktgewinn nach zuvor sechs sieglosen Spielen und der neue Trainer Markus Babbel zugleich seinen zweiten Sieg in der aktuellen Saison in Wolfsburg (zuvor 3:2 am 29. Oktober mit Hertha BSC).

Roberto Firmino dreht nach dem 0:1 für Hoffenheim gegen Wolfsburg zum Jubel ab
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Roberto Firmino dreht nach dem 0:1 für Hoffenheim gegen Wolfsburg zum Jubel ab

Die Gäste aus Hoffenheim gingen bereits nach 86 Sekunden in Führung. Als VfL-Keeper Diego Benaglio einen Schuss von Boris Vukcevic nur zur Seite abwehren konnte verwertete Roberto Firminho den Abpraller zu seinem sechsten Saisontreffer. Vor 23.921 Zuschauern nutzte Patrick Helmes die Ausgleichschance vom Elfmeterpunkt (69.).

Doch Sven Schipplock erzielte fünf Minuten vor dem Ende nach einem kapitalen Abwehrfehler der Wolfsburger den insgesamt verdienten Siegtreffer für die Gäste.

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"In Bremen haben wir schon sehr gute Möglichkeiten gehabt. Heute haben wir das 2:1 Gott sei Dank noch gemacht. Trotzdem müssen wir kaltschnäuziger werden", sagte Babbel. Andreas Beck gab sich pragmatisch: "Es war nicht unbedingt ein schönes Fußballspiel. Wenn wir heute nicht gewinnen, wann dann?"

Magath setzt überraschend auf Helmes

VfL-Coach Felix Magath reagierte erwartungsgemäß auf die desolate Vorstellung seiner Truppe bei der jüngsten 0:4-Niederlage gegen Schalke und beorderte in Ibrahim Sissoko, Josue, Ashkan Dejagah sowie überraschend Patrick Helmes gleich vier neue Spieler in die Startelf.

Für den im Herbst bereits ausgemusterten Ex-Nationalspieler Helmes (bestritt sein erstes Match für den VfL seit fünf Monaten) flog der schwächelnde Torjäger Mario Mandzukic aus dem Kader. Auf der Gegenseite holte Markus Babbel den zuletzt viermal auf der Wechselbank schmorenden niederländischen Internationalen Ryan Babel in die Anfangsformation zurück.

Vom Schock des frühen Rückstandes erholten sich die Wolfsburger in ihrem 250. Bundesliga-Heimspiel lange nicht. Hoffenheim hatte in der 18. Minute durch den Torschützen Firminho die große Chance zum 0:2, doch der Brasilianer schoss freistehend aus naher Distanz über das Tor.

Wolfsburg im Spielaufbau schwach

Den Gastgebern fehlte es vor allem an Kreativität beim Spielaufbau. Das Mittelfeld wurde zumeist mit langen Bällen einfach überspielt, der gut beginnende Helmes und Dejagah bekamen kaum verwertbare Bälle in die Spitze geliefert. Als die Zuschauer nach 20 Minuten schon nach Kräften pfiffen und die wenigen mitgereisten Hoffenheim-Fans ihre insgesamt sechs blau-weißen Fähnchen schwenkten, kam der VfL dennoch besser ins Spiel, weil die auch nicht vor Selbstvertrauen strotzenden Hoffenheimer nun ihre Angriffsbemühungen nahezu komplett einstellten.

Mehr als zwei halbgare Schusschancen durch Dejagah (22.) sowie Petr Jiracek (31.) aber waren nicht zu registrieren, was die Wolfsburger Fans schon vor der Pause mit höhnischen Gesängen ("So ein Tag, so wunderschön wie heute") quittierten, was Stürmer Helmes kritisierte: "Es wäre sinnvoller, uns zu unterstützen."

Magath reagierte auf die insgesamt desolate erste Halbzeit mit der Hereinnahme von Stürmer Sebastian Polter. Dafür rückte Dejagah auf seinen zuvor von Sissoko gruselig schlecht besetzten angestammten Posten in der rechten Offensive.

Hoffenheim hatte die klareren Chancen

Die Gelegenheit zum Tor aber hatte auf der Gegenseite Fabian Johnson, aber Benaglio rettete mit Fußabwehr (63.). Hoffenheim hatte insgesamt die klareren Chancen, doch das Tor fiel auf der Gegenseite, als Beck im Strafraum Marcel Schäfer foulte. Helmes blieb vom Elfmeterpunkt cool und traf zum Ausgleich.

Einen Aufreger gab es dann zehn Minuten vor dem Ende, als Benaglio, der beste Wolfsburger an diesem Tag, einen Kopfball von Vukcevic erst kurz hinter der Torlinie klärte, Schiedsrichter Schmidt jedoch weiterspielen ließ. Die Diskussion war wenige Minuten später überflüssig, als Schipplock nach feinem Zuspiel von Firminho allein auf Benaglio zulief und nervenstark zum Siegtreffer einschob.

Wolfsburg - Hoffenheim: Daten zum Spiel

SPOX

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