Bundesliga - 22. Spieltag

Leverkusen: Pfiffe trotz klarem Sieg

SID
Sonntag, 19.02.2012 | 12:15 Uhr
Auf dem Platz hatten die Bayer-Profis noch gut lachen. Danach herrschte Unmut über Fan-Reaktionen
© Getty
Advertisement
Bundesliga
Bundesliga Test 1
First Division A
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
RB Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
West Ham
Premier League
Kamjanske -
Schachtjor Donezk
Emirates Cup
Arsenal -
Benfica
Bundesliga
Bundesliga Test 2
Bundesliga
Bundesliga Test 3
Bundesliga
Bundesliga Test 6
Bundesliga
Bundesliga Test 4
Bundesliga
Bundesliga Test 5
Bundesliga
Bundesliga Standout Test 7
First Division A
Lokeren -
Brügge
Super Liga
Partizan -
Javor
1. HNL
Rijeka -
Istra
Super Cup
Monaco -
PSG
Serie A
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
Real Madrid -
Barcelona
CSL
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
Emirates Cup
RB Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
Arsenal -
Sevilla
Bundesliga
Bundesliga Test 9
First Division A
St. Truiden -
Gent
Superliga
Brondby -
Lyngby
Bundesliga
Bundesliga Test 8
Bundesliga
Bundesliga Test 10
Super Liga
Rad -
Roter Stern
Serie A
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
Bayer 04 Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Gremio -
Santos
Premier League
Spartak Moskau -
Krasnodar
Ligue 2
Auxerre -
Lens
Club Friendlies
St. Pauli -
Stoke
Copa Sudamericana
Libertad -
Huracan
Club Friendlies
Villarreal -
Real Saragossa
UEFA Champions League
Basaksehir -
Brügge
Copa Sudamericana
LDU Quito -
Club Bolívar
Serie A
Santos -
Flamengo
Copa Sudamericana
Olimpia -
Nacional
Copa Sudamericana
Atletico Junior -
Deportivo Cali
Ligue 2
Lens -
Nimes
First Division A
Lüttich -
Genk
Ligue 1
Monaco -
Toulouse
Championship
Sunderland -
Derby
J1 League
Kashiwa -
Kobe
Premiership
Celtic -
Hearts
Club Friendlies
Crystal Palace -
FC Schalke 04
Championship
Fulham -
Norwich
Club Friendlies
RB Leipzig -
Stoke
Ligue 1
PSG -
Amiens
Club Friendlies
Liverpool -
Bilbao
Club Friendlies
Tottenham -
Juventus
Championship
Aston Villa -
Hull
Ligue 1
Lyon -
Straßburg
Ligue 1
Metz -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Caen
Ligue 1
St. Etienne -
Nizza
Ligue 1
Troyes -
Rennes
CSL
Shanghai SIPG -
Tianjin Quanjian
First Division A
Gent -
Antwerpen
Ligue 1
Lille -
Nantes
Allsvenskan
Sundsvall -
Östersunds
Club Friendlies
SC Freiburg -
Turin
Ligue 1
Angers -
Bordeaux
Club Friendlies
Brighton -
Atletico Madrid
Championship
Bolton -
Leeds
First Division A
Anderlecht -
Oostende
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Hajduk
Club Friendlies
Inter Mailand -
Villarreal
Copa Libertadores
River Plate -
Guarani
J1 League
Shimizu -
Osaka
J1 League
Kobe -
Kashima
League Cup
Colchester -
Aston Villa
Copa Libertadores
Gremio -
Godoy Cruz
Club Friendlies
Sevilla -
AS Rom
Copa Libertadores
Botafogo -
Nacional

Trainer Robin Dutt zeigte sich spendabel und gönnte seinen Spielern über Karneval ein paar freie Tage. Den Profis von Bayer Leverkusen dürfte die Auszeit zur "fünften Jahreszeit" mehr als gelegen gekommen sein, denn trotz des deutlichen 4:1 (1:0) gegen den FC Augsburg war die Stimmung beim kriselnden Vizemeister auf dem Tiefpunkt angelangt.

Lautstarke Unmutsbekundungen gegen Trainer, Vorstand und Mannschaft hatten den Protagonisten schwer aufs Gemüt geschlagen, zum Feiern war nach dem höchsten Heimsieg seit fast 27 Monaten jedenfalls keinem zumute.

"Als ich nach Leverkusen gewechselt bin, hieß es, das ist ein ruhiger Verein. Ich dachte, hier würde Ruhe herrschen - aber es das krasse Gegenteil im Moment. Wir haben viele Themen, die nichts mit Fußball zu tun haben. Das nervt einfach nur", monierte Nationalspieler Andre Schürrle und ergänzte: "Fans und Verein müssen schnellstmöglich eine Einheit werden, dann können wir auch wieder Fußballfeste feiern."

Ein Fest war es freilich nicht, insbesondere nach dem Ausgleichstreffer zum 1:1 kippte die Stimmung in der BayArena komplett. Mit Pfiffen gegen die Mannschaft und Gesängen wie "Ohne Trainer wären wir auf Platz zwei" oder "Holzhäuser raus" machten die Bayer-Anhänger ihren Unmut über eine bislang total verkorkste Saison Luft.

"Das ist enttäuschend. Man sieht doch, dass wir es zurückzahlen, wenn wir ein bisschen Vertrauen haben. Diesmal haben wir es alleine geschafft. Es wäre schön, wenn wir es demnächst zusammen schaffen könnten", sagte Abwehrspieler Daniel Schwaab.

Viele Nebengeräusche bei Bayer

Doch offensichtlich ist der Kredit beim Anhang derzeit verspielt. Nicht nur, dass die Mannschaft fußballerisch weit von den Leistungen unter Jupp Heynckes entfernt ist. Dazu gesellen sich noch viele Nebengeräusche wie die fragwürdige Jagd nach dem Trikot von Lionel Messi am vergangenen Dienstag beim 1:3 gegen den FC Barcelona, das Dauer-Theater um Michael Ballack oder die anhaltende Trainer-Diskussion um Dutt.

Zumindest Ersatzkapitän Gonzalo Castro ergriff ein wenig Partei für seinen Coach. "Niemand von uns hat gesagt, dass es Differenzen mit dem Trainer gibt. Das wird immer nur von außen reingetragen", behauptete der Mittelfeldspieler und kündigte an, man werde nun noch enger zusammenstehen.

Das dürfte auch nötig sein, ansonsten könnte sogar der Europa-League-Platz als letztes verbliebene Ziel in Gefahr geraten. Aktuell steht Bayer mit 34 Punkten auf dem sechsten Platz. Zum Vergleich: In den beiden Jahren unter Heynckes waren es zum gleichen Zeitpunkt noch 48 (2009/10) und 42 Punkte (2010/11).

Schürrle trifft nach 874 Minuten

Trotzdem sieht Dutt seine Mannschaft auf einem guten Weg. "Ein 4:1 und das in der Deutlichkeit ist am Ende dieser Woche keine Selbstverständlichkeit", sagte der Trainer und lobte die Moral nach dem Augsburger Ausgleichstreffer von Ja-Cheol Koo (50.).

So lenkten Castro (60.), Stefan Kießling (64.), der auch das 1:0 erzielt hatte (25.), sowie Schürrle (70.) vor 23.368 Zuschauern das Spiel noch in die richtige Bahn. Insbesondere bei Schürrle war die Erlösung groß, hatte er doch 874 Minuten auf seinen dritten Bundesligatreffer warten müssen. "Wenn die Mannschaft so auftritt, halte ich gerne den Kopf hin", sagte Dutt und war um moderate Töne bemüht. "Wir müssen uns selbst hinterfragen, welchen Anteil wir am Unmut der Fans haben."

Augsburg liegt dagegen mit nur 18 Punkten weiter auf einem Abstiegsplatz. So rückte bei Manager Andreas Rettig auch gleich der Krisengipfel gegen Hertha BSC in den Mittelpunkt: "Jetzt kommt Hertha mit dem neuen Trainer Otto Rehhagel. Das ist vielleicht eher ein Spiel auf Augenhöhe."

Leverkusen - Augsburg: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung