Souveräner Bayern-Sieg gegen zahme Teufel

Von Aus der Allianz Arena berichtet Thomas Gaber
Samstag, 11.02.2012 | 17:36 Uhr
Thomas Müller (3.v.l.) lässt sich nach seinem Treffer zum 2:0 von den Kollegen feiern
© Getty
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Der FC Bayern München hat am 21. Spieltag der Bundesliga den 1. FC Kaiserslautern mit 2:0 (2:0) besiegt und Platz zwei in der Tabelle hinter Borussia Dortmund verteidigt. Mario Gomez (7.), Thomas Müller (30.) erzielten die Tore für die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes, der Arjen Robben erneut nicht in der Startelf aufbot.

Kaiserslautern wartet seit nunmehr elf Spielen auf einen Sieg in der Bundesliga und seit 15 Jahren auf einen Erfolg beim FC Bayern.

Für die Münchner war es der achte Heimsieg in dieser Saison ohne Gegentor.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Robben bei Bayern erneut auf der Bank. Für den verletzten Schweinsteiger spielt Alaba neben Gustavo auf der Doppel-Sechs.

Der FCK im 4-5-1 mit Wagner in der Sturmspitze. Sukuta-Pasu (links) und Sahan (rechts) sollen Wagner in der Offensive unterstützen. Trainer Kurz nimmt im Vergleich zum 0:1 gegen Köln insgesamt fünf Änderungen in der Startelf vor.

6.: Nach einer abgewehrten Ecke kriegt Ribery 20 Meter vor dem Strafraum den Ball und zieht aus halblinker Position einfach mal ab. Ein schöner Schuss, den Trapp im Lauterer Tor aber ohne größere Probleme fängt.

10., 1:0, Gomez: Ribery bekommt links vom Lauterer Tor den Ball, macht einen Haken an der Grundlinie und flankt direkt in den Sechszehner. Gomez steht am kurzen Pfosten und nickt aus 3 Metern ins kurze Eck ein.

30., 2:0, Müller: Kroos mit einem Freistoß aus halblinker Position, 22 Meter vorm Tor. Der Münchner flankt in den Fünfmeter-Raum und findet den Kopf von Müller. Trapp springt am Ball vorbei und die Kugel landet im leeren Tor.

41.: Erste Torannäherung der Lauterer. Nach zu kurz abgewehrtem Eckball fliegt Petsos 18-Meter-Schuss knapp links am Tor der Bayern vorbei.

53.: Gomez dribbelt durch die gesamte Lauterer Hälfte und umkurvt dabei drei Pfälzer. Trapp ist der einzige Lauterer,der sich dem Bayern-Stürmer entgegen wirft und blockt den Ball auf Kosten seines Körpers. Der FCK-Schlussmann kann aber weitermachen.

67.: Arjen Robben dribbelt von rechts in den Sechszehner und zieht ausnahmsweise mal nicht in die Mitte, sondern geht rechts am Gegner vorbei. Der Winkel wird dadurch sehr spitz und Trapp rutscht in den Ball.

89.: Freistoß von Robben aus 20 Metern halblinker Position. Der Holländer schlenzt den Ball über die Mauer, der Ball kommt aber zu zentral auf den Kasten der Lauterer und Trapp fängt die Kugel locker.

Fazit: Nie gefährdeter Bayern-Sieg gegen biedere Lauterer, die mit dem 0:2 noch gut bedient sind.

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Der Star des Spiels: David Alaba. Der Österreicher schlüpfte hervorragend in die Schweinsteiger-Rolle, nahm die ersten Bälle aus der Viererkette und war für die Spielgestaltung verantwortlich. Zudem erkannte Alaba Lücken in der FCK-Defensive und rückte immer wieder mit kurzen Sprints in den Strafraum der Gäste vor. Alaba spielte sehr intelligent und machte kaum Fehler. Alles in allem ein sehr gelungener Auftritt und gute Eigenwerbung für weitere Einsätze.

Der Flop des Spiels: Olcay Sahan. Lauterns Mittelfeldspieler ist eigentlich ein Spezialist für schwere Auswärtsspiele. Beim 1:1 in Dortmund in der Hinrunde rettete er dem FCK mit einem Traumtor einen Punkt. In München schien Sahan auf dem eisigen Untergrund festzufrieren. Er verlor 75 Prozent seiner Zweikämpfe und hatte keine einzige brauchbare Offensivaktion. In einem schwachen Lauterer Kollektiv ging auch Kapitän Tiffert mit unter.

Der Schiedsrichter: Markus Schmidt machte einige Fehler bei der Zweikampfbewertung. Lahms Gelbe Karte war überzogen, dem FCK wurden zwei Vorteile zu Unrecht abgepfiffen. Ansonsten war Schmidt ein solider Leiter einer weitgehend fairen Partie.

Analyse: Die Bayern von Beginn an im Vorwärtsgang. Kaiserslautern versuchte durch eine enge Staffelung im Mittelfeld, den Spielfluss der Münchner zu stören. Das frühe Gegentor war aber nicht zu verhindern, weil die Bayern das Spiel weit in die FCK-Hälfte trugen und sich über die Außen durch hohes Laufengagement immer wieder bis zur Grundlinie durchspielten.

Weil Lautern seiner defensiven Ausrichtung treu blieb und in der Mitte kaum Platz vorhanden war, verteilten Gustavo und Alaba die Bälle oft diagonal auf Ribery und Müller, die ihrerseits Gomez mit Steilpässen suchten. Gomez bewegte sich sehr gut und stieß in den freien Raum zwischen den FCK-Innenverteidigern.

Kaiserslautern fand über 90 Minuten in der Offensive nicht statt. Die Roten Teufel traten viel zu ängstlich auf und gefährdeten das Bayern-Tor nicht einmal ernsthaft.

Robben durfte 35 Minuten ran (Müller war leicht angeschlagen) und hinterließ einen guten Eindruck. Der Niederländer war spritzig und hatte in der 80. Minute Pech mit einem Schuss aus zentraler Position aufs linke Eck.

Die Bayern spulten ihr Pensum ähnlich wie im Pokal in Stuttgart souverän ab, versäumten es aber, einen sehr schwachen Gegner abzuschießen. Einziger Kritikpunkt auf Bayern-Seite: die mangelhafte Chancenauswertung.

Bayern - Kaiserslautern: Daten zum Spiel

 

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