Gustavo-Tor verhindert Fehlstart

SID
Samstag, 13.08.2011 | 21:38 Uhr
Grenzenloser Jubel nach dem Last-Minute-Tor von Bayerns Gustavo
© Getty
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In der sprichwörtlich letzten Sekunde hat Rekordmeister Bayern München einen klassischen Fehlstart verhindert. Vom Bayern-Dusel wollten die Verantwortlichen trotzdem nichts wissen.

Bayern-Dusel reloaded: Als Luiz Gustavo mit seinem Last-Minute-Tor den schlechtesten Bundesligastart seit zwölf Jahren verhindert hatte, brachen bei den Spielern und Verantwortlichen von Bayern München alle Dämme.

Der brasilianische Torschütze zum 1:0 (0:0) in der Nachspielzeit gegen den VfL Wolfsburg (90.+1) wurde von seinen Mannschaftskollegen in einem Spielerknäuel begraben, selbst Manager Christian Nerlinger verlor alle Zurückhaltung und sprintete jubelnd auf das Spielfeld.

Man hätte fast meinen können, der deutsche Rekordchampion habe gerade die deutsche Meisterschaft gewonnen - und nicht nach einer erneut ernüchternden Leistung und mit einer gehörigen Portion Glück die ersten drei Punkte der Saison geholt. Der von den Spielern abfallende Druck nach der Auftaktpleite gegen Borussia Mönchengladbach (0:1) - er war fast mit den Händen zu greifen.

Große Erleichterung bei den Bayern

"Eigentlich hatte ich mich nach dem Spielverlauf schon mit dem Unentschieden abgefunden. Umso größer war danach die Freude", sagte Nerlinger: "Das war heute aber keine Glanzleistung." Auch Trainer Jupp Heynckes, der in der Schlussphase mit hochrotem Kopf und wild gestikulierend seine Mannschaft immer wieder nach vorne getrieben hatte, war die Erleichterung deutlich anzumerken. Letztmals mit nur einem Punkt waren die Bayern in die Saison 1999/2000 gestartet. Am Ende wurden die Bayern aber dennoch Meister.

"Dass das 1:0 in der späten Phase des Spiels und sogar in der Nachspielzeit glücklich war, kann ich bestätigen. Nach der Auftaktniederlage gegen Mönchengladbach war es unheimlich wichtig, hier zu punkten", sagte der 66 Jahre alte Coach.

Aber dass die Bayern mit drei und nicht mit einem Punkt in das wichtige Hinspiel in der Champions-League-Qualifikation am Mittwoch gegen den FC Zürich gehen, lag nicht an einem im Vergleich zum 0:1 in Gladbach verbesserten Leistung, sondern auch an Schiedsrichtergespann um Knut Kircher (Rottenburg).

Kircher räumt Fehler ein

In der 39. Minute hatte Kircher wegen einer angeblichen Abseitsstellung ein reguläres Tor von Patrick Helmes aberkannt. Es wäre die Führung für Wolfsburg gewesen. Ein klarer Fehler, den der Unparteiische im Nachhinein zugab. "Wir haben die Bilder im Fernsehen betrachtet. Es war kein Abseits", sagte Kircher. Der Bayern-Dusel - er war wieder da.

"Das spielt für uns keine Rolle, ob es Bayern-Dusel war oder das stetige Anrennen. Wichtig sind nur die drei Punkte", sagte Kapitän Philipp Lahm: "Für das Selbstvertrauen ist es natürlich nicht gut, wenn man das erste Spiel verliert. Jeder Spieler macht sich dann seinen Kopf. Jetzt sind die Chancen für einen guten Start noch gut."

Dafür müssen sich die Bayern allerdings in den kommenden Spielen deutlich steigern. Zu statisch, zu wenig Spiel in die Tiefe, zu langsames Umschalten. Spielerisch war die Leistung der Bayern wie schon gegen Gladbach über weite Strecken enttäuschend.

Keine großen Höhepunkte

Schnelle Seitenwechsel und Spielverlagerungen waren die Ausnahme. Und auch auf den verletzt fehlenden Arjen Robben konnten sich die Münchener diesmal nicht verlassen.

Der erstmals wieder in der Startformation stehende Franck Ribery zeigte zwar ab und zu sein Können, zur Top-Form fehlt allerdings noch einiges. Auch die Nationalspieler Thomas Müller (in der 69. Minute ausgewechselt) und Toni Kroos setzten keine Glanzpunkte. Immerhin blieb Neuzugang Manuel Neuer diesmal fehlerfrei.

So blieb es dann Luiz Gustavo vorbehalten, für den Höhepunkt in einem zwar hitzigen, aber insgesamt auch nur mittelmäßigen Spiel zu setzen. Und auch nach dem Spiel blieb es dem Brasilianer ("Ich hatte bei meinem Schuss Glück") vorbehalten, an das "alte Bayern" zu erinnern. "Ich will immer gewinnen, ich bin kein Verlierertyp", sagte der Brasilianer mit einem Grinsen. Das auf seinem schwarzen Poloshirt eingestickte "mia san mia" - es unterstrich seine Worte deutlich.

Wolfsburg - Bayern: Daten zum Spiel

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