Samstag, 28.01.2012

Bundesliga - 19. Spieltag

Hain rettet Augsburg im Kellerduell

In einem packenden Abstiegskrimi trennen sich der FC Augsburg und der 1. FC Kaiserslautern unentschieden. Dank Stephan Hain muss der FC Augsburg seine Hoffnungen im Kampf um den Klassenerhalt nicht vorzeitig begraben. Der Stürmer sorgte in dem umkämpften Kellerduell exakt 22 Sekunden nach seiner Einwechslung für den Ausgleich zum 2:2 (1:1) und ließ Augsburg zumindest bis Sonntag das Tabellenende verlassen.

In einem wahren Abstiegskrimi trennen sich Augsburg und Kaiserslautern unentschieden
© Getty
In einem wahren Abstiegskrimi trennen sich Augsburg und Kaiserslautern unentschieden

Vor 30.028 Zuschauern in der bitterkalten Augsburger Arena waren die Gastgeber durch Marcel de Jong (5.) sogar in Führung gegangen, ehe Lautern durch einen Doppelpack von Florian Dick (25./48.) zurück ins Spiel fand.

Augsburg kann das Selbstbewusstsein für die kommenden Wochen im Abstiegskampf nun zumindest aus der neugewonnenen Heimstärke beziehen: Seit drei Spielen ist die Mannschaft von Jos Luhukay zu Hause ungeschlagen.

Kaiserslautern hingegen hilft das fünfte Remis in Folge kaum weiter. Seit Oktober wartet Trainer Marco Kurz inzwischen auf einen Sieg.

"Es war wichtig, dass wir nach unserem schlechten Auftritt in Freiburg ein anderes Gesicht gezeigt haben", sagte der Augsburger Manager Andreas Rettig, zeigte sich aber Unzufrieden mit der Chancenauswertung seines Teams: "Das war fahrlässig, ohne Wenn und Aber."

Augsburg startet frech

Der bisher einzige Augsburger Neuzugang Jan Moravek fehlte gegen seinen Ex-Klub wegen anhaltender Oberschenkelprobleme.

In der Lauterner Mannschaft erlebte der von Werder Bremen geliehene Sandro Wagner sein Debüt. Er konnte dem Spiel trotz der Punkteteilung etwas Positives abgewinnen. "Wir haben gezeigt, dass wir zwei, drei Tore schießen können." Anthar Yahia, der unter der Woche von Al-Nasr Riad verpflichtet worden war, saß zunächst auf der Bank.

Luhukay hatte bereits vor der Partie betont, dass sich die Mannschaft der Bedeutung des Spiels gegen den direkten Kontrahenten bewusst sei - und so kam sie auch aufs Feld. Von Beginn an waren die Gastgeber wacher, frischer und suchten den Weg zum Tor.

Einem Warnschuss von Daniel Baier folgte bereits nach fünf Minuten die Belohnung für das forsche Auftreten: Marcel de Jong hämmerte einen Freistoß aus 22 Minuten ins rechte Toreck zur frühen, aber bereits verdienten Führung (5.).

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Schludrigkeit wird von Dick bestraft

Auf dem Erfolgserlebnis ruhten sich die Augsburger keineswegs aus und wurden vor allem nach Standards immer wieder gefährlich. Weder Sascha Mölders (9.) noch Haime Hosogai (12.) konnten die Freistöße von Tobias Werner aber verwandeln.

Werner vergab in der 14. Minute dann leichtfertig das sichere 2:0, als er freistehend aus acht Metern das in den Augsburger Himmel schoss. Die Schludrigkeit des Offensivspielers wurde schnell bestraft.

Nach einem Freistoß zeigte Jentzsch beim Kopfball von Jan Simunek einen tollen Reflex, war gegen Florian Dick aber machtlos. Das überraschende 2:0 (25.) nahm den bis dahin dominanten Augsburgern Selbstvertrauen, Mut und Spielwitz.

Erst in den Schlussminuten der ersten Halbzeit wachte der Liga-Neuling wieder auf: Mölders vergab ebenso unglücklich wie Werner freistehend aus zehn Metern (40.).

Gräfe verweigert Elfmeter

Nach der Pause zeigte sich Lautern deutlich selbstbewusster und nahm das Spiel in die Hand. Bereits nach drei Minuten schlug Dick erneut zu. Konstantinos Fortounis verlängerte einen Freistoß, den Dick aus vier Metern nur noch einschieben musste (48.).

Olcay Sahan traf die Latte (59.), ehe auf der Gegenseite wieder Mölders leichtfertig vergab (62.).

Wie aus dem Nichts schlug dann aber Stephan Hain exakt 22 Sekunden nach seiner Einwechslung zu. In der 66. Minute zog er aus 13 Metern zum Ausgleich ab.

Marcel Ndjeng hatte sogar noch die Führung auf dem Fuß (80.), bevor Schiedsrichter Manuel Gräfe Kaiserslautern in der letzten Minute einen klaren Elfmeter verweigerte. "Das war ein klarer Elfmeter, da gibt es keine Diskussion", sagte Kaiserslauterns Trainer Marco Kurz.

Mittelfeldspieler Christian Tiffert konnte zumindest einen kleinen Vorteil für sein Team ausmachen: "Das Unentschieden hilft uns vielleicht fünf Prozent mehr als Augsburg."

"Der Klassenerhalt ist heute nicht gewonnen, aber auch nicht verloren worden", sagte Augsburgs Trainer Jos Luhukay, war mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft aber ebenso unzufrieden wie der Manager des FCA. "Das war fahrlässig, ohne Wenn und Aber", sagte Rettig.

Augsburg - Kaiserslautern: Daten zum Spiel


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