Bundesliga - 18. Spieltag

Starke Lauterer überzeugen gegen Werder

Von Marc-Oliver Robbers / Markus Matjeschk
Samstag, 21.01.2012 | 19:29 Uhr
Heißer Fight am Samstagabend: Claudio Pizarro (l.) im Zweikampf mit Jan Simunek
© Getty
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Der 1. FC Kaiserslautern kommt in einem unterhaltsamen Bundesligaspiel gegen Werder Bremen trotz drückender Überlegenheit nicht über ein Unentschieden hinaus. Der Auftritt von Neuzugang Jakub Swierczok macht Mut.

Vor 40.000 Zuschauern auf dem Kaiserlauterer Betzenberg lieferten sich beide Mannschaften ein intensives Bundesligaspiel, in dem die Gastgeber am Ende einen Sieg verdient gehabt hätten.

Bremen ist damit seit vier Spielen auswärts ohne Sieg. Kaiserslautern spielt das vierte Mal in Folge unentschieden.

Die Verletzungssorgen der Bremer in der Abwehr haben sich mit dem Ausfall von Sebastian Prödl weiter verschärft. Der Österreicher wurde mit einer Gesichtsverletzung ins Krankenhaus eingeliefert.

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Lautern-Trainer Kurz stellte sein Team sehr offensiv auf. Bugera und Dick bilden die Außenverteidigung, mit Tiffert, de Wit, Fourtunis und Sahan spielen ausschließlich offensiv ausgerichtete Akteure im Mittelfeld, Swierczok gibt sein Bundesliga-Debüt im Sturm.

Bei Werder gibt es gleich mehrere Umstellungen. Fritz rückt wieder auf die Rechtsverteidiger-Position. Sokratis spielt dafür innen. Im Mittelfeld gibt Trybull sein Bundesliga-Debüt und bildet mit Bargfrede, Ignjovski und Ekici ein blutjunges Mittelfeld.

Abwehrchef Naldo fehlt mit Kniebeschwerden genauso wie Hunt (Rot-Sperre), Marin (Leistenbeschwerden), Wolf (Muskelprobleme) und Wesley (nicht berücksichtigt).

1.: Keine sechzig Sekunden sind gespielt und schon brennt's im Werder-Sechzehner! Bugera hebt den Ball von links butterweich an den Fünfer. Kouemaha kommt vor Wiese ran und köpft knapp über den Querbalken!

23.: Ekici hebt den Ball von halblinks butterweich an den Elfmeterpunkt Rosenberg schraubt sich wunderbar hoch und wischt die Kugel mit dem Kopf aufs lange Eck. Trapp kommt nicht hin, der Ball klatscht an den Pfosten!

24.: Heilloses Durcheinander im Lauterer Serchzehner. Prödl geht nach einer Rosenberg-Bogenlampe zum Kopfball, Kouemaha setzt zum Fallrückzieher und trifft den Österreicher voll im Gesicht! Schiri Hartmann lässt weiterlaufen. Fehlentscheidung! Prödl muss verletzt raus.

44.: Unfassbar! Freistoß FCK von halblinks. Tiffert läuft an und donnert den Ball scharf an den ersten Pfosten. Dick wirft sich in den Ball und lenkt ihn mit links aufs lange Eck. Wiese streckt sich vergeblich - Pfosten!

53.: Swierczok wirbelt hier auch in der zweiten Hälfte munter weiter. Der Stürmer schnappt sich den Ball links an der Strafraumkante und hält mit rechts drauf - Außennetz!

58.: Rumms! Was für ein Kracher! De Wit nimmt am linken Strafraumeck Maß und schlenzt die Kugel über Wiese hinweg an den Querbalken!

79.: Ekici mit der Ecke von rechts an den Fünfer. Kurzes Durcheinander, dann kommt Pizarro drei Meter vor dem Kasten an den Ball. Schuss aus der Drehung, Trapp pariert mit dem Fuß!

88.: De Wit nochmal von links aufs lange Eck - Wiese faustet das Ding zur Seite weg!

Fazit: Aufgrund der zweiten Halbzeit ist der Punktgewinn für Bremen äußerst schmeichelhaft. Kaiserslauterns Auftritt macht Mut für die Rückrunde.

Der Star des Spiels: Jakub Swierczok. Der polnische Stürmer zeigte in seinem ersten Bundesligaspiel eine starke Leistung und stellte die Bremer Verteidiger immer wieder vor reichlich Probleme. Auch stark: Werder-Keeper Wiese, der mehrfach exzellent parierte.

Der Flop des Spiels: Mehmet Ekici. Der Bremer Spielmacher wollte in der Rückrunde endlich zur prägenden Figur in Bremens Offensive werden. Doch seine Leistung erinnerte stark an die mut- und glücklosen Auftritte der Hinrunde. Viele Fehlpässe und eine unterirdische Zweikampfquote.

Der Schiedsrichter: Robert Hartmann. Der junge Schiedsrichter ließ sich vor allem in der ersten Halbzeit von der hitzigen Atmosphäre am Betzenberg anstecken. Das Foul an Prödl war ein klarer Strafstoß. Zudem ahndete er weder ein Foulspiel an Pizarro, noch ein Handspiel von Schmitz. Beides in aussichtsreicher Position. Wirkte teilweise überfordert.

Analyse: Kaiserslautern begann forsch und war direkt bemüht, der offensiven Ausrichtung Rechnung zu tragen. Viel ging über die Flügel. Allerdings ließen die Gastgeber die letzte Konsequenz vermissen. Werder brauchte dagegen rund zehn Minuten, um sich auf die eigenen Umstellungen und auf Kaiserslautern einzustellen.

Die Bremer standen äußerst tief und waren auf schnelle Balleroberungen durch die drei defensiv ausgerichteten Mittelfeldspieler aus, um dann blitzartig zu kontern. Doch dafür war das Passspiel der Bremer Offensivkräfte zu ungenau. Vor allem Spielmacher Ekici fand nur schwer ins Spiel.

Werder wurde ab der 25. Minute offensiver und nahm das Heft in die Hand. Kaiserslautern nutzte aber die größeren Räume und tauchte gleich mehrfach gefährlich vor dem Bremer Gehäuse auf. Wiese hielt seine Mannschaft mit einigen starken Paraden im Spiel. Es entwickelte sich bis zum Pausenpfiff ein munterer Schlagabtausch.

Die Roten Teufel kamen besser aus der Kabine und schnürten die Bremer regelrecht in deren Hälfte ein. Eine hochkarätige Chance jagte die nächste. Bremen war mit dem Unentschieden in dieser Phase äußerst gut bedient. Kurz suchte die Entscheidung und brachte in Jörgensen einen weiteren Stürmer.

Das Lauterer Angriffsspiel verflachte allerdings. Bremen befreite sich aus der Umklammerung, blieb aber offensiv weitestgehend harmlos und nahm aufgrund der zweiten Halbzeit einen schmeichelhaften Punkt mit nach Hause.

Kaiserslautern - Bremen: Daten zum Spiel

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