Bundesliga - 17. Spieltag

Gladbachs grüner Haken hinter dem Jahr

SID
Montag, 19.12.2011 | 12:28 Uhr
Borussia Mönchengladbach konnte sich nach dem Apfiff über den Sieg gegen Mainz 05 freuen
© Getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa
J1 League
Sa12:00
Vissel Kobe -
Vegalta Sendai
CSL
Sa13:35
Beijing Guoan -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So00:00
Corinthians -
Ponte Preta
J1 League
So11:30
Urawa -
Nigata
CSL
So13:35
Tianjin -
Shandong
Serie A
So21:00
Cruzeiro -
Palmeiras
Serie A
Mo00:00
Santos -
Sao Paulo

In der Bundesliga auf einem Champions-League-Platz, im Pokal der Heimspiel-Kracher gegen Schalke 04: Bei Borussia Mönchengladbach ist alles im grünen Bereich.

Grün soll er sein. Der Haken, den Mike Hanke hinter das Fußballjahr 2011 machen möchte. "Wenn wir das Spiel gegen Schalke gewinnen, können wir einen richtig grünen Haken dahinter machen", sagte der Stürmer von Borussia Mönchengladbach nach dem 1:0 (0:0) gegen den FSV Mainz 05 zum Hinrunden-Abschluss der Bundesliga.

Der Fast-Absteiger der Vorsaison überwintert mit 33 Punkten als Vierter auf einem Qualifikationsplatz für die Champions League und kann am Mittwoch im Pokal-Achtelfinale mit einem Heimsieg gegen Schalke 04 seine Hinrunde krönen.

"Im Rasen hängen geblieben"

Gegen die Königsblauen sollen auch Shootingstar Marco Reus und Torhüter Marc-Andre ter Stegen trotz ihrer Blessuren aus dem Mainz-Spiel mit dabei sein.

"Das sind zähe Burschen", sagte Hanke. Reus, der nach seinem Zehenbruch mit einem Spezialschuh die Vorlage zum goldenen Treffer von Patrick Herrmann (5.) gegeben hatte, konnte bereits Entwarnung geben:

"Ich bin im Rasen hängen geblieben und dann hat das Knie ein bisschen durchgeschlackert. Es tat im ersten Moment auch ziemlich weh, aber mittlerweile ist es ganz okay. Ich denke nicht, dass es etwas Schlimmeres ist."

Prellung bei ter Stegen

Torhüter ter Stegen, der sich bei der Niederlage in Augsburg eine Prellung im Oberkörperbereich zugezogen hatte, blieb nach einem Zusammenprall mit Nico Bungert kurz vor Schluss die Luft weg.

Mit Schmerzensschreien eilte der Youngster in die Kabine, versteckte sein Gesicht unter dem Trikot. Gladbachs Mannschaftsarzt Stefan Hertl hatte aber keinen Bruch ertasten können.

Weil sich auch Trainer Lucien Favre bei einem Sturz das rechte Handgelenk gebrochen hatte und eine Schiene trug, waren die Meldungen von der Krankenstation der Fohlen deutlich interessanter als die Nachbetrachtung des Arbeitssieges gegen Mainz. "Es war sehr, sehr schwer für uns. Mainz war spielerisch besser als wir", sagte Favre.

Favre adelt Schalke

Besser als sein eigenes Team sieht der Schweizer auch Pokal-Gegner Schalke: "Momentan ist Schalke vielleicht die beste Mannschaft Deutschlands. Sie beeindrucken alle. Es wird schwer für uns. Aber es ist ein Pokalspiel und das ist anders als die Bundesliga", sagte Favre.

Auch Abwehrchef Dante ("Wenn wir so wie heute spielen, verlieren wir") und Stürmer Hanke ("Schalke ist Favorit") schieben die Favoritenrolle nach Gelsenkirchen, auch wenn Gladbach nach zehn Siegen in der Hinrunde nur einen Punkt hinter Schalke liegt. Doch für Hanke hinkt der Vergleich:"Wenn wir eine Spitzenmannschaft wären, hätten wir auch in Augsburg gewonnen", sagte Hanke, der aber zumindest eines klar stellte: "Wir haben mit dem Abstieg nichts mehr zu tun."

Das kann der FSV Mainz nicht behaupten. Nach nur einem Punkt aus den beiden guten Vorstellungen am Dienstag im Nachholspiel beim 1. FC Köln (1:1) und am Sonntag in Mönchengladbach stehen die Rheinhessen nur zwei Punkte vor dem Relegationsplatz. Zudem endete bei der Borussia die Serie von fünf Spielen ohne Niederlage.

"Aus meiner Sicht war es eigentlich ein klares Unentschiedenspiel, das wir verloren haben", sagte Mainz-Coach Thomas Tuchel. Tuchel, der sich eine Magen-Darm-Erkrankung bei seiner Tochter eingefangen hatte, ärgerte sich aber nicht nur über die Niederlage, sondern auch über Schiedsrichter Peter Gagelmann (Bremen), der ihn auf die Tribüne verbannt hatte.

Tuchel kritisiert Schiedsrichter

"Ich finde das Benehmen des vierten Offiziellen bedenklich und auch Herr Gagelmann - die Art und Weise, wie er mit mir gesprochen hat und das, was tatsächlich vorgefallen ist."

"Da bin ich sehr gespannt, was in dem Bericht drin steht, weil nichts vorgefallen ist und ich nichts gemacht habe." Für den Mainzer Manager Christian Heidel war Tuchels Verbannung "der größte Unsinn, den man machen konnte. Er hatte kaum Stimme, ich habe ihn noch nie so ruhig erlebt."

Unruhe wird bei den Mainzern trotz der Niederlage wohl kaum aufkommen. Angesichts der Erweiterung des Lazaretts um Verteidiger Bo Svensson (Knieverletzung) dürften die Rheinhessen allerdings froh sein, wenn es nach dem Pokal-Match am Mittwoch beim Regionalligisten Holstein Kiel in die Winterpause geht.

Gladbach - Mainz: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung