Samstag, 03.12.2011

Bundesliga - 15. Spieltag

Ribery und Robben schießen Bayern an die Spitze

Der FC Bayern München hat wieder die Tabellenführung der Bundesliga übernommen. Die Bayern gewannen am 15. Spieltag gegen Werder Bremen mit 4:1 (1:0) und zogen an Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund vorbei, die sich im direkten Duell 1:1 trennten.

Arjen Robben (l.) verwandelte gegen Werder Bremen zwei Foulelfmeter
© Getty
Arjen Robben (l.) verwandelte gegen Werder Bremen zwei Foulelfmeter

Franck Ribery (22., 77.) und Arjen Robben (69., 83./jeweils Foulelfmeter) schossen die Tore für die Münchner, Markus Rosenberg glich zwischenzeitlich für Werder aus (52.).

In der 81. Minute sah Aaron Hunt für ein brutales Foul an Toni Kroos die Rote Karte. Bremen hat jetzt fünf Punkte Rückstand auf die Bayern.

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Vor dem Anpfiff: Die "Mainz-Versager" bekommen eine neue Chance von Jupp Heynckes. Der Bayern-Coach nimmt keine Änderung in der Startelf vor. Robben sitzt erneut auf der Bank.

Bei Werder fehlt Wiese. Der Torhüter verzichtet nach dem Tod seines Vaters auf einen Einsatz, für steht Mielitz zwischen den Pfosten. Pizarro kehrt nach überstandener Verletzung in die Startelf zurück, dafür muss Rosenberg auf die Bank. Ignjovski spielt statt Schmitz auf der Linksverteidigerposition.

22., 1:0, Ribery: Ein Hunt-Freistoß wird abgeblockt. Alaba bringt den Bayern-Express ins Rollen, langer Ball links raus auf Ribery. Der Franzose zieht nach innen und donnert die Kugel aus 18 Metern humorlos ins linke Eck. 7. Saisontor.

40.: Freistoß Werder, Gerangel im Sechzehner. Pizarro will sich Badstuber vom Hals schaffen und trifft den FCB-Verteidiger mit seinem Ellenbogencheck in der Magengrube. Meyer hat's nicht gesehen.

48.: Ecke Marin von rechts vom Tor weg. Naldo schraubt sich am zweiten Pfosten hoch und setzt sich gegen Badstuber durch. Wuchtiger Kopfball, hauchdünn links vorbei.

52., 1:1, Rosenberg: Pizarro gewinnt den Zweikampf gegen van Buyten und spielt auf Rosenberg. Der Schwede schüttelt Badstuber und Gustavo ab und schießt den Ball aus 20 Metern mit links ins linke untere Eck.

68., Elfmeter für Bayern: Gomez dreht sich am Sechzehner blitzschnell um die eigene Achse und spielt quer auf Müller. Wolf kommt zu spät und trifft den Nationalspieler klar am Fuß.

69., 2:1, Robben: Der Niederländer haut den Ball ins linke untere Eck. Mielitz war in der richtigen Ecke, hat gegen den platzierten Schuss aber keine Abwehrchance.

77., 3:1, Ribery: Robben mit einem Zuckerpass in die Nahtstelle der Viererkette. Gomez ist durch und umkurvt Mielitz. Von hinten rauscht Ribery heran und klaut Gomez regelrecht den Treffer. Flach ins leere Tor.

81., Rote Karte für Hunt: Brutales Tackling auf der Höhe der Mittellinie mit beiden gestreckten Beinen in den Knöchel von Kroos.

83., Elfmeter für Bayern: Sokratis schubst den einschussbereiten Ribery im Strafraum um.

83., 4:1, Robben: Diesmal schießt Robben den Ball ins rechte untere Eck.

Fazit: Verdienter, aber zu hoher Sieg für den FC Bayern. Bremen brachte sich mit unzähligen Fehlern in der Schlussphase um den Lohn.

Der Star des Spiels: Franck Ribery. Der Franzose war in der ersten Halbzeit der agilste Bayern-Spieler, zog immer wieder Sprints gegen Sokratis an und schloss einen Konter mit seinem 7. Saisontor ab. Ging zudem weite Wege und gewann auch einige Defensivzweikämpfe. Sorgte mit seinem 8. Saisontor für die Vorentscheidung.

Der Flop des Spiels: Aaron Hunt. Dass Werder in der Offensive nicht stattfand, lag u.a. am schwachen Mittelfeldspieler. Hunt hatte keine einzige Aktion in der Offensive, nur 45 Ballkontakte und drehte in der 81. Minute durch, als er Kroos mit gestreckten Beinen umtrat und die Rote Karte sah.

Der Schiedsrichter: Florian Meyer lag bei der Bewertung von Zweikämpfen oft daneben und übersah Pizarros Ellbogencheck gegen Badstuber (40.). Hier wäre eine Rote Karte fällig gewesen. Die Elfmeterentscheidungen und die Rote Karte für Hunt waren dagegen korrekt.

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Analyse: Sehr hektischer Beginn. Die Bayern versuchten die Bremer mit viel Aggressivität sofort in die Defensive zu drängen. Weil Werder im Mittelfeld aber energisch dagegenhielt, und dadurch die Räume extrem eng wurden, neutralisierten sich beide Teams, rieben sich in unzähligen Zweikämpfen auf und kamen nur zögerlich in Tornähe. Bezeichnend: In den ersten 20 Minuten gab es nur zwei Torschüsse, beide aus der Distanz.

Wenn was bei den Bayern in der Offensive ging, dann über links. Ribery holte sich die Bälle bisweilen in der eigenen Hälfte ab und ging immer wieder ins Dribbling gegen Sokratis. Die rechte Seite fiel deutlich ab, Boateng verlor im Aufbau einige Bälle. Im letzten Drittel waren die Bayern harmlos, Gomez bestritt in der ersten Halbzeit 11 Zweikämpfe - und verlor 11.

Beim 1:0 machten sich die Bayern die schwache Rückwärtsbewegung der Bremer zunutze. In der Folge waren die Münchner überlegen, während bei Werder auch die einfachsten Dinge (Passspiel auf kurze Distanz) nicht funktionierten.

Dafür erzielte Rosenberg mit seinem zweiten Ballkontakt das 1:1 - dank des schlechten Defensivverhaltens von gleich fünf Bayern-Spielern. Bremen blieb dran und eroberte mit aggressivem Spiel gegen den Ball gegen fahrige Bayern einige Bälle im Zentrum.

In der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse. Die Bayern nutzten eklatante Bremer Fehler gnadenlos aus. Werder schlug sich mit einigen dummen Aktionen selbst. Die Einwechslung von Robben machte sich für die Münchner bezahlt.

Bayern - Bremen: Daten zum Spiel

Für SPOX in der Allianz Arena: Thomas Gaber

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