Mittwoch, 22.09.2010

Bundesliga - 5. Spieltag

HSV spielt, Wolfsburg macht die Tore

Der Hamburger SV hat am 5. Spieltag der Bundesliga die erste Niederlage kassiert. Gegen den VfL Wolfsburg setzte es ein 1:3 (1:1). Gegen die Wölfe ist der HSV damit seit 2007 zuhause sieglos. Die Tore für die Gäste erzielten Edin Dzeko (15.) und Grafite (71./78.). Eric Maxim Choupo-Moting hatte zwischenzeitlich zum Ausgleich getroffen (27.).

Wolfsburgs Grafite (Mitte) trifft besonders gerne gegen den HSV - nun bereits schon sechs Mal
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Wolfsburgs Grafite (Mitte) trifft besonders gerne gegen den HSV - nun bereits schon sechs Mal

Reaktionen:

Armin Veh (Trainer Hamburger SV): "Es ist unheimlich bitter, so ein Spiel zu verlieren. Wir haben die Partie klar dominiert und hatten unheimlich viele Chancen. Ich habe eine gute HSV-Mannschaft gesehen, die gut kombiniert und mit Herz gespielt hat. Leider haben wir unsere vielen Chancen nicht genutzt. Heute hat die bessere Mannschaft verloren."

Heiko Westermann (Hamburger SV): "Wir haben zehn glasklare Chancen nicht genutzt und wurden am Ende dafür bestraft. Ich hatte ja selbst zweimal die Führung auf dem Fuß. Am Samstag steht zum Glück schon das nächste wichtige Spiel gegen Bremen an. Es geht weiter."

Steve McClaren (Trainer VfL Wolfsburg): "Das war ein großer Sieg für uns, der sehr wichtig war. Wir waren gut organisiert, diszipliniert und kompakt und haben sehr gut umgeschaltet. Bei unseren Kontern waren wir immer sehr gefährlich."

Marcel Schäfer (VfL Wolfsburg): "Man muss den Hamburgern zugestehen, dass sie sehr gut gespielt haben. Gerade nach Standards waren sie sehr gefährlich. Letztlich haben wir unsere wenigen Möglichkeiten aber genau zum richtigen Zeitpunkt eiskalt genutzt. Das dritte Tor war dann der Genickschlag für den HSV."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Der HSV im Vergleich zum Derby mit drei Änderungen. Demel ist zurück in der Startelf, Petric spielt erstmals seit dem 1. Spieltag von Beginn an, Choupo-Moting gar zum ersten Mal überhaupt. Elia und Rincon sitzen draußen, Guerrero (Wade) fehlt verletzt.

Bei Wolfsburg muss Riether (Oberschenkel) passen, für ihn spielt Pekarik. Sonst spielt dieselbe Elf, die Hannover 2:0 schlug. McClaren hat aber nur sechs statt sieben Einwechselspieler auf der Bank. Cicero fehlt mit einer Bänderdehnung im Knie.

7.: Freistoß Petric, 25 m. Über die Mauer, Benaglio fischt den Ball aus dem Winkel.

11.: Wieder Freistoß, wieder Petric. Diesmal vom rechten Strafraumeck, Benaglio und die Latte retten.

15., 0:1, Dzeko: Fehlpass Jansen, Pekarik läuft rechts davon. Seine Flanke touchiert Mathijsens Oberarm, landet aber trotzdem bei Dzeko. Der ist schneller als Westermann und schießt eiskalt ins kurze Eck ein. Fünftes Spiel, fünftes Tor.

27., 1:1, Choupo-Moting: Pitroipa narrt Barzagli per Bauerntrick und passt in die Mitte. Josue lässt den Ball durch die Beine, Choupo-Moting sagt Danke und köpft ein. Sein erster Bundesliga-Treffer für den HSV.

29.: Freistoß Ze Roberto von links. Westermann fliegt mit der Schuhspitze in den Ball - knapp links daneben.

31.: Langer Ball von Kjaer in den Lauf von Dzeko. Der will Rost überlupfen, der HSV-Keeper ist aber mit der Hand dran.

53.: Ecke Jansen von links, beim VfL stimmt die Ordnung nicht. Westermann kommt aus acht Metern zentral zum Kopfball, trifft aber nur den rechten Pfosten.

71., 1:2, Grafite: Kahlenberg spielt den Ball perfekt zwischen Westermann und Demel hindurch auf Schäfer, der wunderbar einläuft und noch besser vors Tor flankt. Grafite hält nur noch den Fuß hin.

78., 1:3, Grafite: Jansen lässt sich von Grafite an der Außenlinie einfach wegdrücken. Grafite geht in den Strafraum, Mathijsen greift nicht an und der Brasilianer trifft aus spitzem Winkel ins kurze Eck. Rost sieht nicht gut aus. Zweites Saisontor.

Fazit: Hamburg investierte viel, nutzte aber seine Chancen nicht. Wolfsburg guckte sich das 70 Minuten lang an und schlug dann eiskalt zu. Verdienter Erfolg für clevere Wölfe.

Der Star des Spiels: Grafite. 70 Minuten lang stand der Brasilianer klar im Schatten der personifizierten Torgefahr Dzeko und bekam kaum einen Ball unter Kontrolle. Dann aber schlug der Torschützenkönig von 2009 zweimal eiskalt zu. Beim ersten Mal konnte er nicht viel verkehrt machen, beim zweiten Tor war er aber der alte Grafite. Gegen den HSV hat der 31-Jährige nun schon sechs Bundesliga-Tore erzielt - nur gegen Schalke (7) traf er öfter.

Die Gurke des Spiels: Marcell Jansen. Offensiv war dem Nationalspieler das Bemühen anzusehen, hinten verschuldete er aber zwei Gegentore. Beim 0:1 spielte er Pekarik den Ball genau in den Fuß, beim 1:3 ließ er sich von Grafite den Ball viel zu leicht abluchsen.

Die besten Bilder des 5. Spieltags
SC Freiburg - Schalke 04 1:2: Nach fünf Spieltagen der erste Dreier für Manuel Neuer und Königsblau
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SC Freiburg - Schalke 04 1:2: Nach fünf Spieltagen der erste Dreier für Manuel Neuer und Königsblau
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Vier Minuten vor dem Ende rettet Klaas-Jan Huntelaar mit seinem ersten Bundesligator überhaupt den Schalkern den Dreier
© Getty
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Unschöne Szene noch in der Nachspielzeit: Ivica Banovic (M.) sieht nach einem Ellbogencheck die Rote Karte
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Borussia Dortmund - 1. FC Kaiserslautern 5:0: Lucas Barrios traf gleich zweimal beim Kantersieg
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Da kann Tobias Sippel fliegen, wie er will: Kevin Großkreutz' Schuss schlägt trotzdem zum 2:0 ein
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Gegen den FCK durfte (fast) jeder mal: Sogar Innenverteidiger Mats Hummels, der per Kopf traf
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Bayer Leverkusen - Eintracht Frankfurt 2:1: Hart umkämpfte Partie in der BayArena. Frankfurt machte Bayer jede Menge Äger
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Der Ex-Leverkusener Fanis Gekas (M.) traf zum zwischenzeitlichen 1:1
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Nach einem Foul an Arturo Vidal in der Nachspielzeit verwandelte der Chilene selbst zum glücklichen Leverkusener Sieg
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1. FC Nürnberg - VfB Stuttgart 2:1: Hartes Spiel im Frankenstadion - hier rauscht Artur Boka Mehmet Ekici wie von Sinnen in die Beine
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Pawel Pogrebnjak traf eigentlich regulär ins Tor, sein Treffer fand aber keine Anerkennung. Ärgerlich für den VfB...
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In der Nachspielzeit lief Stuttgart amateurhaft in einen Konter, den Pinola zum glücklichen Siegtreffer vollendete
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Hamburger SV - VfL Wolfsburg 1:3: Simon Kjaer hatte gegen Ruud van Nistelrooy viel Arbeit - der Niederländer erzielte aber kein Tor
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Hamburger SV - VfL Wolfsburg 1:3: Simon Kjaer hatte gegen Ruud van Nistelrooy viel Arbeit - der Niederländer erzielte aber kein Tor
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Dafür war er erneut zur Stelle: Edin Dzeko erzielte beim zwischenzeitlichen 1:1 seinen fünften Saisontreffer
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Nachdem Grafite einen Doppelpack zum 1:3 geschnürt hatte, brannten bei einigen Fans die Sicherungen durch. Einer schaffte es sogar aufs Spielfeld
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Hoffenheim - FC Bayern 1:2: In Hoffenheim empfing 1899 Meister Bayern mit Trainer van Gaal. Der gab sich vor dem Spiel sehr passiv
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Nach nur 36 Sekunden traf Ibisevic nach einem groben Schnitzer von Contento mitten ins Bayernherz zur Hoffenheim-Führung
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Nach nur 36 Sekunden traf Ibisevic nach einem groben Schnitzer von Contento mitten ins Bayernherz zur Hoffenheim-Führung
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Lange Zeit wirkten die Münchner harmlos, bis Ribery einmal Beck entwischte und zum Torabschluss kam. Müller staubte ab - 1:1
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Schrecksekunde für den FCB: Ribery hatte sich bei der Aktion vor dem Tor unglücklich verletzt und musste raus
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Siegtreffer für die Bayern in der Nachspielzeit! Van Buyten stocherte eine Kopfballvorlage von Olic über die Linie
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Hannover - Bremen 4:1: Werder setzte seinen Negativtrend auch in Hannover fort. Dabei waren die Bremer zu Beginn besser
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Bezeichnend: Ein Eigentor brachte die 96-Führung. Fritz lenkte die Kugel unhaltbar mit dem Oberschenkel ins eigene Tor
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Noch vor der Pause glich Frings er Elfmeter aus - Pogatetz hatte zuvor Prödl im Strafraum umgerissen. Doch 96 legte nach
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Noch vor der Pause glich Frings er Elfmeter aus - Pogatetz hatte zuvor Prödl im Strafraum umgerissen. Doch 96 legte nach
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Ya Konan (53.), der Ex-Bremer Schultz (76.) und "Moe" Abdellaoue (90.) besiegelten die dritte Niederlage der Gäste
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Ya Konan (53.), der Ex-Bremer Schultz (76.) und "Moe" Abdellaoue (90.) besiegelten die dritte Niederlage der Gäste
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Mainz 05 - Köln 2:0: In Mainz empfing der Tabellenführer maue Kölner. Von Beginn an drückten die Gastgeber aufs Tempo
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Mainz 05 - Köln 2:0: In Mainz empfing der Tabellenführer maue Kölner. Von Beginn an drückten die Gastgeber aufs Tempo
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Mainz-Coach Tuchel hatte schon vor dem Spiel beste Laune. Bis er dann jubeln konnte, vergingen dennoch über 70 Minuten
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Mainz-Coach Tuchel hatte schon vor dem Spiel beste Laune. Bis er dann jubeln konnte, vergingen dennoch über 70 Minuten
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Dann traf der nur 174 Zentimeter große Lewis Holtby per Kopf und legte wenig später per Konter nach. Mainz bleibt Tabellenführer
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Dann traf der nur 174 Zentimeter große Lewis Holtby per Kopf und legte wenig später per Konter nach. Mainz bleibt Tabellenführer
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Die Pfeife des Spiels: Günter Perl. Am Freitag hatte sein Team noch Freiburgs Siegtreffer in Frankfurt trotz einer Abseitsposition gegeben, diesmal leitete Perls Gespann die Partie tadellos. Allerdings war das Spiel auch wirklich fair, einzig Mathijsen und Grafite lieferten sich ein paar Scharmützel. Perl kam am Ende ohne Gelbe Karte aus.

Analyse: Das Spiel begann sehr kurzweilig - begünstig durch zahlreiche Schnitzer der auf beiden Seiten etwas sorglosen Abwehrreihen. Wolfsburg nutzte Jansens Fehler eiskalt zur Führung, ansonsten spielte im ersten Durchgang aber nur der HSV (66 Prozent Ballbesitz zur Pause). Der emsige Pitroipa trieb das Spiel an, Jarolim verteilte die Bälle geschickt.

BLOGS@SPOX Das Spiel aus HSV-Sicht

Veh überraschte mit Choupo-Moting auf links, der aber zusammen mit Jansen kaum Druck gegen Pekarik/Hasebe erzeugen konnte. Dafür war der Deutsch-Kameruner in der Mitte zum Ausgleich zur Stelle, wo eigentlich van Nistelrooy stehen sollte. Ze Roberto spielte diesmal wieder tiefer als zuletzt im Derby, schaltete sich aber abwechselnd mit Jarolim ins Offensivspiel ein. Petric fiel als Zehner hingegen nur durch Standards auf.

Wolfsburg zog sich weit in die eigene Hälfte zurück, spielte bei Ballgewinn aber sofort in die Spitze, wo Dzeko nicht in den Griff zu kriegen war. Diego war so etwas aufgeschmissen, weil er kaum einen Ball bekam, und brachte es zur Pause nur auf 19 Ballkontakte.

Im zweiten Durchgang erhöhte der Gastgeber mit viel Laufaufwand nochmal die Schlagzahl, Wolfsburg bzw. Dzeko blieb aber durch Konter stets brandgefährlich.

Was die Gäste geschickt machten: Diego und Dzeko stießen oft in den Raum hinter dem sehr offensiven Jansen und knackten den HSV so einige Male über Außen.

Nach gut einer Stunde traute sich dann auch Schäfer mal über die Mittellinie - einer seiner Flanken führte prompt zum 1:2. Kurz darauf machten die cleveren Wolfsburger den Sack zu.

Hamburg - Wolfsburg: Daten zum Spiel

Florian Bogner

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