Gladbach: Mehr Schein als Sein

SID
Samstag, 18.09.2010 | 19:22 Uhr
Das 0:7 ist die höchste Auswärtsniederlage aller Zeiten für Borussia Mönchengladbach
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Nach der 0:7-Klatsche in Stuttgart ist nur nicht Fohlen-Trainer Frontzeck peinlich berührt: "Es war ein rabenschwarzer Tag für Gladbach". Auch die eigenen Spieler sparten nicht mit Kritik an ihrer Leistung. Für den VfB war es hingegen der erhoffte Befreiungsschlag.

Michael Frontzeck kratzte sich mit frustriertem Blick am kahl geschorenen Kopf. Was sollte, was konnte der Trainer schon Erhellendes sagen nach dem desaströsten 0:7 (0:2) beim VfB Stuttgart, der höchsten Auswärtsniederlage von Borussia Mönchengladbach in der Geschichte der Bundesliga?

Frontzeck bemühte ein paar Floskeln. "Es war ein rabenschwarzer Tag für Gladbach", sagte er, "ich muss mich für das Spiel entschuldigen", ergänzte er, "ein Stück weit peinlich", "ein Rückschlag" sei diese Klatsche, räumte er ein. Es klang ein bisschen verzweifelt.

Borussia völlig indisponiert

Der VfB konnte sich nach dem schlechtesten Saisonstart seiner eigenen Bundesliga-Geschichte und drei Niederlagen in den ersten drei Spielen nach Herzenslust den Frust von der Seele schießen, weil der angebliche Gegner keiner war. Gladbach war von allen guten Geistern verlassen und fiel in der zweiten Halbzeit nahezu widerstandslos auseinander.

"Wir müssen so schnell wie möglich wieder eine Mannschaft werden", schimpfte Thorben Marx, in Stuttgart jedenfalls habe "keine Mannschaft auf dem Platz gestanden". In der Tat liefen dort indisponierte Einzelgänger im Gladbacher Trikot umher.

Vor drei Wochen waren sie links vom Niederrhein noch ins Schwärmen geraten über das spektakuläre 6:3 bei Bayer Leverkusen. Dabei und danach, mutmaßte Frontzeck, "muss die Mehrzahl der Spieler etwas missverstanden haben. Wir haben irgendetwas auf unserem Weg von Leverkusen bis Stuttgart vergessen."

Was er seiner Mannschaft damit sagen wollte: Sie spielt neuerdings nicht mehr das, was sie kann, sondern versucht das zu spielen, was sie glaubt zu können. Ein spektakulärer Irrtum. Und nach nur vier Spielen hat Gladbach nun schon 14 Gegentreffer.

Gladbacher Spieler mit der eigenen Leistung unzufrieden

"Das war heute keine Mannschaft, das war null gegen elf", bekannte Abwehrspieler Tobias Levels nach dem Debakel in Schwaben - es war allerdings auch schon das zweite in Folge: Am dritten Spieltag unterlagen die Gladbacher 0:4 bei Eintracht Frankfurt, und hatte Frontzeck da noch an einen Ausrutscher geglaubt, wurde er nun eines Schlechteren belehrt.

"Jeder hat sein Ding gemacht", bemängelte Marx, Frontzecks Analyse klang ähnlich: Zusammengefasst kritisierte er mangelnden Einsatzwillen und Zusammenhalt. "Wir machen nicht mehr das, was uns in den vergangenen 15 Monaten stark gemacht hat", sagte der Trainer.

Dass es vorne nicht und hinten erst recht nicht stimmte, verdeutlichte auch die Art und Weise, wie die Gegentreffer fielen. Das 1:0 durch den ausgezeichneten Pawel Pogrebnjak (2.) und das 7:0 durch den eingewechselten Ciprian Marica (80.) fielen aus dem Spiel heraus.

Fünf Tore nach Standardsituationen

Die sogenannte Gladbacher Abwehr war dabei völlig indisponiert, noch auffälliger aber irrlichterte sie bei und nach jenen fünf Standardsituationen umher, die Georg Niedermeier (25.), erneut "Abstauber" Pogrebnjak (54./60.), Freistoß-Schütze Zdravko Kuzmanovic (64.) und Matthieu Delpierre (72.) nutzten.

"Das ist eine Sache von Konzentration und von Aufmerksamsein", sagte Frontzeck zu den Gladbacher Gegentoren zwei bis fünf. Doch allein mit der Verbesserung der Abstimmung bei ruhenden Bällen wird es für die Borussia in Zukunft nicht getan sein, das weiß auch der Trainer: "Wir müssen in vielen Bereichen arbeiten. Das werden jetzt drei schöne Tage", sagte Frontzeck.

Drei schöne Tage deshalb, weil am Mittwoch der FC St. Pauli in den Borussia-Park kommt. "Da müssen wir eine Reaktion zeigen", erklärte der Trainer, "entscheidend ist jetzt, dass wir lernen und wieder aufstehen - zügig."

Gross: "Ich hoffe, es geht so weiter"

Das Wort "zügig" hätten auch Christian Gross und Fredi Bobic in den Mund nehmen können. Die beiden sportlich Verantwortlichen des VfB mühten sich, das fünfte 7:0 und damit den höchsten Sieg des VfB in der Bundesliga-Geschichte schnell vergessen zu machen.

"Ich hoffe, es geht so weiter", sagte Trainer Gross, Bobic versicherte: "Die sieben Tore sind wichtig, ich freue mich. Aber auch dafür gibt es nur drei Punkte und das nächste Spiel geht wieder bei null los."

Stuttgart - Gladbach: Daten zum Spiel

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