Mainz 05: Erfolg mit System

Von Stefan Rommel
Samstag, 18.09.2010 | 22:29 Uhr
So jubelt ein Spitzenreiter: Der FSV Mainz 05 führt derzeit die Bundesliga-Tabelle an
© Getty
Advertisement
PDC World Championship
Fr15.12.
Wahnsinn im Ally Pally:
Jeden Abend auf DAZN
A-League
FC Sydney -
Melbourne City
Indian Super League
Kerala -
NorthEast Utd
Ligue 1
St. Etienne -
Monaco
Championship
Sheffield Wed -
Wolverhampton
Primera División
FC Sevilla -
Levante
Premier League
Leicester -
Crystal Palace
Premiership
Aberdeen -
Hibernian
Serie A
Inter Mailand -
Udinese
FIFA Club World Cup
Al Jazira -
Pachuca
Premier League
Arsenal -
Newcastle
Championship
Sunderland -
Fulham
Primera División
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Rennes -
PSG
FIFA Club World Cup
Real Madrid -
Gremio
Serie A
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
CFC Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
FC Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
FC Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
CFC Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
FC Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
FC Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
CFC Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Primera División
Valencia -
Villarreal
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Premier League
Burnley -
Tottenham
Primera División
La Coruna -
Celta Vigo
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Birmingham -
Norwich
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)
Premiership
Hearts – Hibernian
Indian Super League
Jamshedpur -
Chennai

Der FSV Mainz 05 ist Tabellenführer der Bundesliga. Dass das kein Zufall ist, hat nicht zuletzt der völlig verdiente Auswärtssieg bei Werder Bremen gezeigt. Hauptverantwortlich dafür: Ein unheimlich homogenes Kollektiv und Trainer Thomas Tuchel, der sich und seinen Prinzipien treu bleibt.

Es gibt so viele nette Fußballweisheiten. Früher, als alles noch besser war, hatten die sich ihre Daseinsberechtigung erworben anhand harter Fakten. Oder vielleicht doch nur, weil es der Volksmund so wollte.

Heute aber erdreisten sich doch tatsächlich einige Fußballtrainer, diese Weisheiten unbeachtet links liegen zu lassen. So schöne Reminiszenzen wie "never change a winning team" oder "wir schauen nur auf unser eigenes Spiel".

Sehr gute Voraussetzungen

Der FSV Mainz 05 hatte vergangenen Sonntag ein sehr emotionales Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern gewonnen.

Sein Trainer Thomas Tuchel sollte also seine sicherlich sehr aufgewühlten Gefühle schildern und der Mainzer Trainer antwortete: "Für mich beginnt jetzt schon wieder die Vorbereitung auf das Bremen-Spiel."

Mainz kann sich in der - in diesem Fall - sehr glücklichen Lage schätzen, unter der Woche nicht im Europapokal im Einsatz zu sein. Es gibt kaum Verletzte zu beklagen, Tuchels Spieler haben eine optimale Vorbereitung hinter sich, ganz ohne Probleme mit nachrückenden WM-Fahrern.

Das alles sind sehr gute Voraussetzungen, die der kommende Gegner Werder Bremen nicht hatte. Aber das alleine reicht nicht, um bei einem Champions-League-Teilnehmer so zu bestehen, wie es die Mainzer am 4. Spieltag gezeigt haben.

Knackpunkt: Bremens defensives Mittelfeld

Mit einem nahezu perfekten Auswärtsspiel entzauberte Tuchels Mannschaft die Bremer. Jene Bremer, die den Mainzern in ihren letzten Spielen so viele Anhaltspunkte geliefert hatten, wie man gegen diese Mannschaft bestehen kann.

In Hoffenheim, in Genua und eine Halbzeit lang gegen Tottenham wurden einige Schwächen Werders deutlich. Im zentralen defensiven Mittelfeld etwa.

Dort setzte Mainz aggressiv den Hebel an, Tim Borowski und Torsten Frings hatten mit dem Spielgerät am Fuß keine Ruhe, immer war die Ausgangsstelle der Bremer Angriffe unter großem Druck.

Fritz und Silvestre mit Spielaufbau überfordert

Die Folge waren schnelle Pässe auf die Außenverteidiger, weil die offensive Bremer Mittelfeldreihe zugestellt war. Am Ende hatte Clemens Fritz unglaubliche 100 Ballkontakte, Mikael Silvestre 95.

Normal sind für einen Außenverteidiger rund 70 Ballkontakte. Wirklich viel anfangen konnten beide aber auf ihrem neuen Betätigungsfeld im Spielaufbau nicht.

Frings (74) und auch der zentrale offensiven Mittelfeldspieler Aaron Hunt (64) waren so für ihre Verhältnisse aus dem Spiel. Dem Bremer 4-2-3-1 setzte Tuchel das Tannenbaumsystem 4-3-2-1 entgegen. Vereinfacht gesagt hatte jeder der offensiven Bremer Mittelfeldspieler also einen direkten Gegenspieler.

Doppeln durch großen Laufaufwand

In der Umsetzung sah es aber so aus, dass Mainz seine deutliche läuferische Überlegenheit so zum Einsatz brachte, dass die Gegenspieler immer schnell gedoppelt werden konnten.

Da die Viererkette dazu hoch stand, wurde der Raum rund um die Mittellinie zu einem begrenzten Gut und es ergaben sich kaum sinnvolle Lauf- und Passwege für die gewohnte Bremer Offensivrotation.

"Wir wollten offensiv verteidigen und Werder nicht ins Spiel kommen lassen, das ist uns sehr gut gelungen. Wir waren während des gesamten Spiels sehr aufmerksam und wach", sah sich Tuchel nach dem Spiel von seiner Mannschaft darin bestätigt, was er vorher als Zielsetzung ausgegeben hatte: Mainz wolle sich nicht aus seinem Positionsspiel ziehen lassen.

Insgesamt vier Änderungen

Der Mainzer Trainerstab hatte sich eine perfekte, auf den Gegner zugeschnittene Taktik zurecht gelegt und dieser mit den entsprechenden Spielern Leben eingehaucht. Es gehört durchaus ein gewisser Mut dazu, eine erfolgreiche Mannschaft auf drei Positionen aus freien Stücken umzubasteln.

Die einzige notgedrungene Umstellung ergab sich aus Christian Fuchs' Erkrankung. Und selbst daraus machte Tuchel noch eine Tugend und zog den aggressiveren Radoslav Zabavnik von rechts auf die linken Seite gegen Bremens offensivfreudigsten Außenverteidiger Fritz.

Tuchels Mannschaft zeigte in einer der Königsdisziplinen des modernen Fußballs, der Balleroberung, eine fantastische Vorstellung. Ohne große Stars, aber mit einem ausgeklügelten Plan.

"Wir müssen ein System finden, mit dem wir nicht nur den Gegner in den Griff bekommen und ausschalten können, sondern eins das uns selbst noch ermöglicht, ihm offensiv wehzutun", hatte Tuchel vor dem Spiel gefordert.

Perfekte Balance zwischen Defensive und Offensive

Auch kleine Mannschaften können mit vergleichbarem Personal sehr geschickt und hartnäckig verteidigen, allerdings bleibt dann fast immer das Offensivspiel auf der Strecke.

Mainz ist da schon eine Stufe weiter, der FSV bekommt die Balance zwischen konzentrierter Abwehrarbeit und einer gut funktionierenden Offensive derzeit perfekt hin.

Vier Siege hat Mainz damit schon eingefahren, drei davon gegen Mannschaften mit dem Selbstverständnis, nächste Saison in der Champions League teilnehmen zu wollen. Der Lohn ist die erste Bundesliga-Tabellenführung der langen Klubgeschichte.

"Wenn man vier Spiele gewinnt, ist das verdient", sagt Tuchel. Auf Mainz wartet jetzt am Dienstag der unbequeme 1. FC Köln, bevor es dann Samstag zur ultimativen Aufgabe kommt: In der Allianz Arena gegen den FC Bayern München.

Bremen - Mainz: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung