Bundesliga - 32. Spieltag

Daum setzt auf Zuckerbrot statt Peitsche

SID
Samstag, 30.04.2011 | 21:39 Uhr
"Schmerzliche Worte" kündigte Eintracht Frankfurts Trainer Christoph Daum an
© Getty
Advertisement
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo Verona -
AC Mailand
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Straßburg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Copa Libertadores
Lanus -
River Plate
Championship
Preston -
Aston Villa
Copa Libertadores
Grêmio -
Barcelona
Copa Sudamericana
Flamengo -
Fluminense
A-League
Melbourne City -
Sydney
Ligue 1
Rennes -
Bordeaux Begles
Primera División
Real Betis -
Getafe
Primera División
Valencia -
Leganes
Championship
Bristol -
Cardiff
Premiership
St Johnstone -
Celtic
Championship
Aston Villa -
Sheffield Wednesday
Primera División
Deportivo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
PSG
Serie A
Bologna -
Crotone
Primera División
Alaves -
Espanyol
Championship
Brentford -
Leeds
Ligue 1
Metz -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Amiens
Ligue 1
Nantes -Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Straßburg
Primera División
Barcelona -
Sevilla
Serie A
Genoa -
Sampdoria
Primeira Liga
Porto -
Belenenses
Primera División
Levante -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
FC Turin
Championship
Middlesbrough -
Sunderland
Ligue 1
Nizza -
Dijon
Serie A
Cagliari -
Hellas Verona
Serie A
Chievo Verona -
Neapel
Serie A
Florenz -
AS Rom
Serie A
Juventus -
Benevento
Serie A
Lazio -
Udinese
Primera División
Celta Vigo -
Bilbao
Eredivisie
PSV -
Twente
Ligue 1
Marseille -
Caen
Serie A
Atalanta -
SPAL
Primera División
Real Sociedad -
Eibar
Primera División
Villarreal -
Malaga
Primera División
Real Madrid -
Las Palmas
Serie A
Sassuolo -
AC Mailand
Ligue 1
Saint-Étienne -
Lyon

Eintracht Frankfurt präsentierte sich beim 0:3 im Rhein-Main-Derby in Mainz wie ein Absteiger und wurde noch am Samstagabend von wütenden Fans attackiert. Trainer Christoph Daum hat den direkten Klassenerhalt schon abgehakt, setzt aber mit Blick auf das "Endspiel" gegen den 1. FC Köln auf Zuckerbrot statt Peitsche.
 

Abstiegsangst, Fan-Wut und ein am Boden zerstörter "Messias": Während Erzfeind FSV Mainz 05 in der Fußball-Bundesliga unaufhaltsam Richtung Europa stürmt, brechen bei Eintracht Frankfurt alle Dämme. Nach der bitteren 0:3 (0:3)-Pleite der Hessen im Rhein-Main-Derby rotteten sich vor dem Stadion in Frankfurt 200 gewaltbereite Hooligans zusammen und warteten wütend auf die Verlierer.

Warnschüsse der Polizei, 20 Festnahmen und eine Polizeieskorte für die Spieler - in Frankfurt tobte der Mob. Deshalb sagten die Hessen am Tag der Arbeit die für Sonntag und Montag geplanten Trainingseinheiten ab. Am Dienstag wird Daum dann mit seinem Team in ein Trainingslager reisen.

"Die Randalierer waren vermummt und haben sich verhalten wie die Verrückten. Das ist eine neue Form der Eskalation", sagte ein Polizeisprecher. Dagegen kritisierte die Fan-Gruppierung Frankfurter Ultras das Vorgehen der Polizei. "Wir wehren uns vehement gegen die Darstellungen, die Berichte zum Ablauf der Vorfälle entsprechen nicht der Wahrheit. Richtig ist, dass es zu einem Einsatz einer Schusswaffe von Seiten eines Polizisten kam. Wir stehen geschockt und fassungslos dieser Situation gegenüber."

Daum spricht von Überlebenskampf

Die Eintracht steht zwei Spieltage vor Saisonende vor einem Scherbenhaufen. Und nach dem sportlichen Untergang in Mainz glaubt selbst der nach fünf Spielen weiter auf einen Sieg wartende Daum nicht mehr an die direkte Rettung der abstiegsbedrohten Frankfurter. "Das Erreichen des Relegationsplatzes ist jetzt unser großes Ziel", sagte Daum.

Der als Heilsbringer geholte Coach zeigte sich von der erbärmlichen Vorstellung seiner Mannschaft schockiert: "Diese Niederlage tat verdammt weh", sagte Daum und sprach von Überlebenskampf. "Auch der letzte muss gemerkt haben, dass alle Alarmglocken angegangen sind", sagte der 57-Jährige.

Motivator gegen volle Hosen

Ausgerechnet gegen Daums Ex-Klub 1. FC Köln steht dem Tabellen-16., der nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Vorletzten Borussia Mönchengladbach (32) vorweist, am kommenden und vorletzten Spieltag das möglicherweise entscheidende Abstiegs-Endspiel bevor.

"Die Situation ist prekär. Wir müssen jetzt alle Kräfte bündeln, um die Relegation zu erreichen", sagte Eintrachts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen nach der ersten Niederlage der Hessen im achten Bundesligaduell mit den Mainzern, die ausgelassen ihre fast schon sichere Qualifikation für die Europa League feierten.

In den Katakomben überboten sich die zuvor auf dem Platz wie Absteiger agierenden Eintracht-Profis mit Vorwürfen. "Was wir in der ersten Halbzeit gezeigt haben, war eine absolute Frechheit. Wir hatten Angst und müssen froh sein, nicht 0:4 oder 0:5 verloren zu haben" meinte Kapitän Patrick Ochs. Verteidiger Marco Russ attestierte sich und seinen Kollegen "volle Hosen" - und setzt die Hoffnungen in "Messias" Daum: "Er muss uns motivieren. Und das kann er auch."

"Es gibt keine Alternativen mehr"

Doch während die Konkurrenten wie Gladbach, Wolfsburg, Köln und Stuttgart am 32. Spieltag allesamt siegten, bleibt die Eintracht mit nur einem Sieg in 15 Rückrundenspielen die schwächste Bundesliga-Elf 2011 - trotz des vor fünf Wochen als Heilsbringer gefeierten Trainers Daum.

"Die Ergebnisse der anderen sind dramatisch für uns. Es gibt jetzt keine Alternative mehr zum Gewinnen", sagte Bruchhagen, der auch die Unterzahl der Hessen nicht als Entschuldigung gelten lassen wollte. Abwehrspieler Sebastian Rode hatte in der 43. Minute nach einem Foul an FSV-Stürmer Florian Heller die Rote Karte gesehen.

Die Eintracht-Fans bestraften ihr Team schon vor den Ausschreitungen bei der Rückkehr nach Frankfurt mit Liebesentzug. Nachdem sie nach dem 0:2 durch Elkin Soto (38.) aus Frust einen Stock aufs Spielfeld geworfen hatten, drehten sie den Profis zu Beginn der zweiten Hälfte den Rücken zu und verließen anschließend in Massen vorzeitig das Stadion.

Die Tür steht weit auf für Mainz

Bei den Mainzern, für die Andreas Ivanschitz (26.) und erneut Soto (44.) trafen, herrschte indes ausgelassene Freude über das fast schon gelöste Ticket nach Europa. Vor den letzten beiden Spieltagen haben die Rheinhessen fünf Punkte Vorsprung auf den Tabellensechsten 1. FC Nürnberg.

"Die Tür zur Europa League steht auf, aber wir sind noch nicht durchgegangen. Wir bleiben sehr fokussiert auf die nächsten Dinge", sagte FSV-Trainer Thomas Tuchel. Der Mainzer Manager Christian Heidel dachte da schon einen Schritt weiter: "Den einen Punkt werden wir holen. Und dann muss das erste Los ja nicht Charkow lauten."

Mainz - Frankfurt: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung