Wolfsburg: Kritik macht Millionären Beine

SID
Montag, 25.04.2011 | 13:56 Uhr
Ashkan Dejagah (r.) war on fire: Gegen die Kölner machte schnürte er einen Doppelpack
© Getty
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Der VfL Wolfsburg schöpft nach dem ersten Sieg unter Felix Magath Hoffnung im Abstiegskampf. Die heftige Kritik des Trainers, des Aufsichtsrats und der Fans hat den Profis Beine gemacht.

Nur einmal verzog Felix Magath grimmig das Gesicht. Als ein Reporter aus Russland ihn auf ein angebliches Interesse von Dynamo Moskau an seiner Person ansprach, bügelte der Trainer-Manager des VfL Wolfsburg den Fragesteller barsch ab.

Ansonsten aber hatte Magath nach dem verdienten 4:1 (2:1) im Kellerduell gegen den 1. FC Köln, dem ersten Sieg in seiner zweiten Amtszeit, gute Laune. Die heftige Kritik vom Aufsichtsrat und die hitzige Aussprache mit aufgebrachten Fans hatten ihre Wirkung nicht verfehlt und den müden Millionären Beine gemacht.

Angekommen im Abstiegskampf

"Das waren Aktionen, um den Spielern den Ernst der Lage zu verdeutlichen. Sie haben ihnen scheinbar die Augen geöffnet. Es war das erste Mal, dass die Mannschaft begriffen hat, dass sie sich im Abstiegskampf befindet", sagte Magath nach seinem 450. Bundesligaspiel als Trainer.

Gegen überforderte Kölner kämpften die Wolfsburger eindrucksvoll gegen das Vorurteil an, sie könnten keinen Abstiegskampf. Statt elf Egoisten stand eine Einheit auf dem Platz, die es sich und ihren Kritikern beweisen wollte.

"Die Aussprache mit den Fans war wichtig. Sie haben uns richtig die Meinung gegeigt, und wir haben die Antwort auf dem Rasen gegeben", sagte Rechtsverteidiger Sascha Riether.

Magath mit gutem Riecher

Doch Magath wäre nicht Magath, hätte er keine Ansätze zur Verbesserung gesehen. "Auch dieses Mal gab es wieder die leichte Tendenz, sich zu sicher zu fühlen", sagte er und forderte: "Das müssen wir am Freitag gegen Werder Bremen abstellen."

Mit einem Sieg an der Weser könnten sich die Wölfe zumindest für eine Nacht erstmals seit dem 25. Spieltag aus der Abstiegszone befreien.

Dass die Niedersachsen überhaupt noch eine Chance auf den Klassenerhalt haben, lag auch am glücklichen Händchen des Trainers. Bereits in der 34. Minute wechselte Magath für den offensiv enttäuschenden Brasilianer Cicero Ashkan Dejagah ein.

"Ich danke dem Trainer"

Der Deutsch-Iraner dankte es ebenso mit einem Doppelpack (58./88.) wie der kroatische Nationalstürmer Mario Mandzukic (14./39.), der unter Magath endlich auf seiner Lieblingsposition im Sturmzentrum spielen darf und dort seit Wochen als Torschütze und Vorbereiter glänzt.

"Ich bin froh, dass jetzt Herr Magath da ist und er mich dort aufstellt, wo ich am besten bin", sagte der sieben Millionen Euro teure Sommer-Zugang, der unter Magaths Vorgängern - wenn überhaupt - auf dem linken Flügel spielte.

Auch Dejagah war voll des Lobes für den ehemaligen Schalke-Coach: "Ich danke dem Trainer, dass er an mich geglaubt und mir eine Chance gegeben hat."

Kölner weiter im Abstiegsstrudel

Während die Wolfsburger am Ostersonntag also eine Art Auferstehung feierten, schlichen die Kölner mit hängenden Köpfen in die Kabine.

Statt sich im Sechs-Punkte-Spiel vorzeitig den Klassenerhalt zu sichern, befinden sich die Rheinländer wieder tief im Abstiegsstrudel.

"Wir dürfen die Situation nicht schönreden, wir stecken wieder mitten im Abstiegskampf", sagte Trainer Frank Schaefer, dessen Ankündigung, am Saisonende seinen Posten aus persönlichen Gründen zu räumen, keine Initialzündung im Team bewirkte. Dennoch warnte Schaefer vor Panikmache: "Wir haben immer noch alles in eigener Hand, also: Nerven behalten!"

Wolfsburg - Köln: Daten zum Spiel

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