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Bayer: Champions League, wir kommen!

SID
Arturo Vidal erzielte das Siegtor für Bayer Leverkusen
© Getty

Bayer Leverkusen hat für die 1:5-Pleite bei Bayern München Wiedergutmachung betrieben und seinen Anpruch auf einen Champions-League-Platz untermauert. Nach dem 2:1 (1:1) gegen 1899 Hoffenheim ist dem Werksklub die Teilnahme am Millionenspiel kaum noch zu nehmen.

Selten war bei Bayer Leverkusen die Vorfreude auf das rheinische Derby beim Erzrivalen 1. FC Köln so groß. "Da wollen wir die nächsten drei Punkte holen und möglichst schon die Teilnahme an der Champions League perfekt machen. Je früher, desto besser", sagte Nationaltorwart Rene Adler nach dem mühsamen 2:1 (1:1) der Werkself gegen 1899 Hoffenheim.

Sollte Leverkusen am kommenden Samstag in der Domstadt gewinnen, könnte Bayer schon am drittletzten Spieltag die Sektkorken knallen lassen. "Das wäre eine schöne Sache, wenn wir frühzeitig planen können", sagte Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler, der sich nach dem Abpfiff auch noch über den Ausrutscher von Bayern München in Frankfurt (1:1) freuen konnte.

Der Rekordmeister hatte eine Woche zuvor Leverkusen mit 5:1 gedemütigt und selbst noch einmal Druck auf das Team seines künftigen Trainers Jupp Heynckes aufgebaut.

Heynckes mit Bayern in die Europa League?

Dass Heynckes, der sich trotz einer schweren Grippe ins Stadion geschleppt hatte, nächste Saison womöglich mit den Bayern in der Europa League spielt und Leverkusen in der Königsklasse, sei nach dem Sieg gegen Hoffenheim weder dem Chef noch seinem treuen Gefolgsmann durch den Kopf gegangen, versicherte Co-Trainer Peter Hermann.

Das Leverkusener Urgestein, das mit an die Isar wechselt, hatte bereits unter der Woche das Training geleitet und vertrat auch nach dem Match seinen Chef beim Interview-Marathon.

"Was das für den Verein bedeutet, kenne ich nur aus der Zeitung. Mit den Millionen kenne ich mich nicht aus", sagte Hermann zur fast sicheren Teilnahme an der Champions League. Mit den Punkten kennt er sich aber aus. "Noch haben wir es nicht geschafft, wir brauchen noch einen Sieg", erklärte er angesichts von sieben Punkten Vorsprung auf den Dritten Hannover 96.

Wird Leverkusen noch Meister? Ausprobieren mit dem Tabellenrechner

Pfiffe zur Halbzeit

Die Bayer-Fans, die ihre Mannschaft nach 45 Minuten mit einem Pfeifkonzert in die Kabine verabschiedet hatten, feierten nach dem schmeichelhaften Erfolg am Ende schon die Rückkehr auf die große europäische Fußball-Bühne. Dabei sah es gegen das Team aus dem Kraichgau lange Zeit so aus, als würden Michael Ballack und Co. im Saisonendspurt noch einmal vom Erfolgsweg abkommen.

Hoffenheim, das noch nie ein Ligaspiel gegen die Werkself gewann, war in der 28. Minute durch Gylfi Sigurdsson, der später noch den Pfosten traf, in Führung gegangen. In der 40. Minute gelang Michal Kadlec das glückliche 1:1, ehe sechs Minuten nach der Pause Arturo Vidal einen katastrophalen Patzer von Ryan Babel zum Siegtreffer für Bayer nutzte.

"Wenn man sich die Dinger selbst reinhaut, braucht man sich nicht zu wundern. Normalerweise hätten wir einen Punkt mitgenommen", sagte Hoffenheims starker Torwart Tom Starke nach dem Auftritt bei seinem früheren Klub.

Hoffenheims scheidender Trainer Marco Pezzaiuoli, der mit seinem Team zum fünften Mal in Folge auf fremden Platz verlor, flüchtete sich in Durchhalteparolen: "Wir wollen in den letzten drei Saisonspielen noch unsere Ziele erreichen und die beste Bundesliga-Rückrunde für Hoffenheim klar machen."

Leverkusen - Hoffenheim: Daten zum Spiel

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