Mandzukic rettet Wolfsburg einen Punkt

Von Stefan Rommel / Markus Matjeschk
Sonntag, 03.04.2011 | 19:26 Uhr
Zwei der Hauptdarsteller in Wolfsburg: Maik Franz (l.) und Diego (M., mit Ochs)
© Getty
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Der VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt haben sich im Kellerduell des 28. Spieltags und beim Debüt von Christoph Daum auf der Frankfurter Bank unentschieden getrennt. Beim 1:1 (0:0) sahen die Gäste schon wie der sichere Sieger aus, ehe Mario Mandzukic kurz vor dem Ende doch noch einen Punkt für die Wölfe rettete.

Vor 30.000 Zuschauern brachte Alexander Meier die Gäste per Abstauber in Führung (59.).

Nach der Gelb-Roten Karte für Wolfsburgs Arne Friedrich (70.) hatte Frankfurt alle Trümpfe in der Hand, musste aber in der 85. Minute doch noch den völlig verdienten Ausgleich hinnehmen.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Bei Wolfsburg kehren Benaglio, Kjaer und Helmes zurück in die Mannschaft.

Frankfurt doch mit Fährmann im Tor, Nikolov sitzt nur auf der Bank. Clark und Rode im defensiven Mittelfeld, davor Meier in der Offensivzentrale. Gekas einzige Spitze.

25.: Ecke VfL von links. Fährmann faustet schwach, direkt auf den Fuß von Helmes. Der nimmt den Ball aus 14 Metern volley. Ochs und Meier stehen einen Meter vor der Linie und klären.

38.: Jung taucht halbrechts völlig blank vor Benaglio auf und hebt die Kugel links rüber auf den mitgelaufenen Altintop. Das Tor ist leer, aber der Chip etwas zu hoch. Altintop rutscht die Kugel über den Scheitel.

42.: Eine zu kurz abgewehrte Ecke lupft Riether wieder rein. Kjaer legt ab auf Helmes, der am Fünfer völlig frei vor Fährmann steht. Volleyschuss, aber der Keeper rettet ganz stark mit dem linken Unterarm.

48.: Ecke Diego von rechts. Friedrich volley aus acht Metern. Fährmann geschlagen, Jung rettet auf der Linie.

50.: Super Angriff von Wolfsburg. Kjaer auf Mandzukic, der auf den kreuzenden Helmes. Frei vor Fährmann verzieht der aber aus 16 Metern deutlich.

53.: Russ grätscht in einen Diego-Pass und legt Helmes damit das Ding quasi vor. Der zieht sofort aus 16 Metern mit links ab - rechts vorbei.

59., 0:1, Meier: Altintop marschiert unbehelligt bis an den Sechzehner. Den Schuss wehrt Benaglio nach vorne ab. Von Kjaers Brust springt der Ball zu Meier, der allerdings beim Schuss klar im Abseits steht. Trockener Schuss aus zwölf Metern, rechts unten schlägt's ein.

69.: Wolfsburg wacht wieder auf! Koo knallt technisch astrein von der Strafraumkante aufs linke Eck. Leicht abgefälscht, der Ball fällt von oben aufs Tor.

70., Gelb-Rot gegen Friedrich: Der Wolfsburger wird im Strafraum von Russ gefoult. Der Elferpfiff bleibt aus. Franz legt sich verbal mit Friedrich an. Kinhöfer gibt beiden Gelb. Friedrich hatte schon eine und muss runter.

75.: Zentrale Position, 23 Meter Torentfernung. Diego-Heber aufs rechte Eck, wieder ist Fährmann auf dem Posten.

85., 1:1, Mandzukic: Diego haut den Ball einfach mal diagonal nach vorne. Mandzukic setzt sich gerade noch so an der Grenze der Legalität gegen Jung im Kopfball durch. Fährmann steht etwas weit vor dem Tor und hat gegen die Bogenlampe keine Chance.

88.: Diego-Freistoß aus 25 Metern. Fährmann streckt sich vergeblich, der Ball landet aber nur auf dem Tornetz.

Fazit: Glücklicher Punktgewinn für Frankfurt - das allerdings mit einem Spieler mehr nach so einer billigen Aktion nie und nimmer den Ausgleich schlucken darf. Wolfsburg zeitweise richtig stark und nur im Abschluss sehr schwach.

Der Star des Spiels: Ralf Fährmann war bis kurz vor dem Spiel noch ein Wackelkandidat und leistete sich in der Anfangsphase auch einige Unsicherheiten. Dann aber wurde der Keeper immer sicherer und zum besten Spieler auf dem Platz. Allein Fährmann war es zu verdanken, dass die Eintracht nicht nach einer Stunde bereits aussichtlos zurücklag. Beim Gegentor vielleicht einen Hauch zu weit vor dem Kasten - ein richtiger Fehler war es aber auch nicht.

Der Flop des Spiels: Ein Torschuss, 18 Ballkontakte, keinen einzigen gewonnenen Zweikampf: Fanis Gekas war praktisch nicht existent. Gekas war völlig isoliert - wurde von den Mitspielern aber auch kaum einmal vernünftig bedient.

Der Schiedsrichter: Torsten Kinhöfer lieferte zusammen mit seinem Gespann eine Stunde lang eine gute Leistung ab - und leistete sich dann drei dicke Böcke. Wenn Kinhöfer bei Meiers Tor den Ballkontakt von Kjaer als neue Spielsituation wertete, war die Entscheidung mit viel Phantasie nachvollziehbar. Eigentlich hätte der Treffer wegen Abseits nicht anerkannt werden dürfen. Russ' Aktion gegen Friedrich war ein klarer Elfer - dem Wolfsburger nach einer Mini-Rudelbildung dann auch noch Gelb(-Rot) zu zeigen, obwohl der gar nichts gemacht hatte, war völlig übertrieben. Diegos Tätlichkeit gegen Ochs konnte Kinhöfer nur schwer sehen.

Analyse: Wolfsburg war schnell im Spiel, attackierte aggressiv und früh. Die Eintracht zeigte sich dadurch einigermaßen beeindruckt, leistete sich viele kleine Fehler im Spielaufbau. Die Wölfe waren deshalb klar überlegen, allerdings auch nicht zwingend genug im Spiel nach vorne. Zu viel ging durch die Mitte, zu wenig über die Außen.

Trotzdem luden die Gäste Wolfsburg durch Unkonzentriertheiten immer mal wieder zu brauchbaren Chancen ein. Keeper Fährmann steigerte sich aber im Laufe der ersten Halbzeit und bewahrte seine Mannschaft vor dem möglichen Rückstand.

Auch nach der Pause das selbe Bild: Wolfsburg klar überlegen, Frankfurt igelte sich hinten ein und vernachlässigte die Offensive fast komplett.

Die Gastgeber spielten phasenweise richtig schönen und druckvollen Fußball, einzig der Wolfsburger Abschlussschwäche war es zu verdanken, dass die Partie nicht schon früh entschieden war.

Im Gegenteil: Die einzige brauchbare Aktion der Gäste führte gleich zum Erfolg. Von da an änderte sich das Spiel ein wenig. Wolfsburg war sichtlich geschockt, die flüssigen Kombinationen stockten. Zu allem Unvermögen gesellte sich dann auch noch Pech, als Kinhöfer einen glasklaren Elfmeter nicht gab und auch noch Friedrich vom Platz stellte.

Die Mannschaft steckte aber nicht auf und wurde kurz vor Schluss doch noch für ihre starke Leistung belohnt. Trotzdem ist der eine Punkt gemessen an den Kräfteverhältnissen für Wolfsburg zu wenig.

Wolfsburg - Frankfurt: Daten zum Spiel

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