Im Rausch der Gefühle

Von Jochen Tittmar
Sonntag, 20.02.2011 | 22:50 Uhr
Trainer Lucien Favre feierte mit Borussia Mönchengladbach den ersten Heimsieg der Saison
© Getty
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Die Freude über den ersten Heimsieg der Saison spürte man bei Borussia Mönchengladbach allerorten. Trainer Lucien Favre war begeistert, fand aber dennoch das Haar in der Suppe.
 

Für einige Momente kam er wieder zum Vorschein. Jener Lucien Favre, den man noch aus Berlin kannte. Der Glückliche. Der Strahlende. Der Erfolgreiche.

Als Gladbachs neuer Coach nach dem ersten Heimsieg der Saison vom "SKY"-Mikrofon aus in Richtung seiner Elf blickte, die sich in diesem Moment endlich mal wieder von der Heimtribüne feiern lassen konnte, funkelten Favres Augen wie die eines kleinen Jungen.

Favre: "Das ist unglaublich"

Man spürte Favres Genugtuung, wieder auf der großen Bühne der Bundesliga zu agieren. Er hat seinem neuen Verein mit dem überlebensnotwendigen Dreier gegen enttäuschende Schalker die Hoffnung auf den Klassenerhalt zurückgegeben.

"Das ist unglaublich, einfach fantastisch, was hier abläuft. Das war ein verdienter Sieg gegen einen schweren Gegner. Wir haben sehr gut gespielt, ich bin sehr zufrieden. Ein Dreier heute war sehr wichtig - und er war verdient", bemerkte der grinsende Schweizer mit aufgerissenen Augen im Rausch der Gefühle.

Und die waren an diesem Sonntagabend nach Abpfiff im Borussia-Park allerorten mit Händen zu greifen. Angesichts der starken Gladbacher Leistung brach schon kurz vor Spielschluss die Euphorie auf den Rängen aus. Die leidgeprüften Fans waren sich sicher, dass hier heute nicht mehr wie sonst so oft gezittert werden musste und jubelten dem Abpfiff entgegen.

Doch kein Genickbruch

"Ich freue mich vor allem für unsere Fans, die so lange auf einen Heimsieg warten mussten", sagte Rückkehrer Dante daher als Erstes, schob das Lob an den neuen Übungsleiter aber direkt hinterher: "Der Trainer hat sehr viel mit uns geredet und uns taktisch gut eingestellt."

In der Tat: Favre hatte in nur wenigen Tagen, aber mit bis zu vier Stunden Training pro Tag, dem Tabellenletzten erstaunlich schnell wieder auf die Beine geholfen. 

Dabei begann Favres Rettermission mit dem Super-GAU. Bereits in der 2. Spielminute tollpatschte die schlechteste Abwehr der Liga vor sich hin und schenkte Schalke das frühe 1:0. Für die Borussia aus den letzten Wochen und Monaten wäre das in einem solch wichtigen Spiel wohl bereits der Genickbruch gewesen.

Gladbach trotzt Rückstand

Favres Elf zeigte im Anschluss jedoch, dass die vielen Einzelgespräche, die der Trainer in seinen ersten Amtstagen führte, zu einer Lockerung der allgemeinen Verunsicherung führte, die das Team nach Rückschlägen sonst im Mark erschütterte.

Die Borussia spielte trotz des Rückstands so, wie man es im besten Falle erwartet, wenn in der größtmöglichen Notsituation ein neuer Trainer an der Seitenlinie steht.

Gladbach zeigte in der Folge eine erstaunlich geschlossene und stabile Leistung. Von Nervosität war nichts zu sehen. Im Gegenteil, 20 Minuten nach Schalkes Führung hatten die Fohlen die Partie verdient gedreht und zudem zweimal Aluminium getroffen.

Arango mit starker Vorstellung

"Wichtig war, dass wir sofort eine Reaktion gezeigt haben. Es ist gut für uns und unsere Moral, dass wir das Spiel gedreht haben", meinte Dante mit Hinblick auf die weiteren Wochen.

Gladbach hat nun nach Punkten die aus psychologischer Sicht wichtige Lücke zum Vorletzten aus Stuttgart geschlossen und nur noch vier Zähler Rückstand auf Platz 15.

Favres Elf bewies vor allem im Offensivbereich, dass die Qualität ausreicht, wenn auch die kämpferische Einstellung stimmt. Der sonst oftmals träge wirkende Juan Arango, der als Gewinner der ersten Favre-Tage aus dem Trainingsbetrieb ging, zeigte im Verbund mit den wuseligen Marco Reus und Patrick Hermann eine seiner besten Leistungen im Fohlen-Dress.

Favre tritt auf die Bremse

Gladbach kontrollierte das Geschehen bei Ballbesitz und spielte genauso diszipliniert gegen den Ball - diese Balance war in der aktuellen Spielzeit in dieser Form so nur sehr selten zu sehen. "Der Trainer hat uns gesagt, dass wir den Ball mehr halten sollen und mit Kurzpass-Spiel agieren sollen", bestätigt Hermann diese Eindrücke.

Ein Anfang ist nun gemacht - mehr nicht. Nachdem er alles Lob verteilt hatte, trat Favre daher auch direkt auf die Bremse und merkte an, dass der dritte Sieg in der Rückrunde für Stimmung und Psyche zwar wichtig war, man aber die Spannung weiter hoch halten müsse.

Favre findet Schwachstellen

"Es sind noch 33 Punkte zu vergeben. Wir nehmen Spiel für Spiel. Wir müssen weiterhin so spielen wie heute, müssen aber noch viele Details korrigieren, vor allem im Spielaufbau und in der Balleroberung."

Das Favre das Haar in der Suppe doch noch fand und dabei das Funkeln in den Augen kurzzeitig verschwunden war, zeichnet den akribischen 53-Jährigen aus. Und sollte ihm mit der Borussia tatsächlich der Klassenerhalt gelingen, wird sich Favre wie einst in der Hauptstadt bestimmt wieder zu einem seiner charismatischen Tänzchen im Mannschaftskreis überreden lassen.

Gladbach - Schalke: Daten zum Spiel

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