Bundesliga - 22. Spieltag

Robben schon in Champions-League-Form

Von Für SPOX in der Allianz Arena: Fatih Demireli / Haruka Gruber
Samstag, 12.02.2011 | 17:22 Uhr
Arjen Robben war mit seinen zwei Treffern und einem Assist der beste Mann des Spiels
© Getty
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Der FC Bayern hat die Schmach aus Köln mit einem überzeugenden 4:0 (2:0) gegen 1899 Hoffenheim vergessen lassen und einen wichtigen Sieg im Kampf um Platz zwei eingefahren.

Bei der Rückkehr von Arjen Robben und Franck Ribery in der Startelf gewann der Rekordmeister das siebte Heimspiel in Folge und bleibt gegen Hoffenheim in der Bundesliga weiter ohne Niederlage.

Mario Gomez (2.), Thomas Müller (15.) und Arjen Robben (63., 81.) erzielten in der ausverkauften Allianz Arena die Tore für den FC Bayern. Für Hoffenheim war es die erste Pleite nach zuletzt zwei Siegen in Folge.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Bayern mit Robben und Ribery in der Startelf. Müller rückt auf die Zehn, Schweinsteiger damit wieder zurück ins defensive Zentrum. Ottl muss dafür auf die Bank. Bei Hoffenheim etwas überraschend Sigurdsson draußen, dafür steht Vukcevic in der Anfangsformation.

2., 1:0, Gomez: Nach 84 Sekunden klingelt's schon! Bayern kann im Mittelfeld schalten und walten, Hoffenheims Dreifach-Sechs viel zu passiv. Müller steckt auf rechts zu Robben durch, der flankt flach in die Mitte zu Gomez, der locker einschiebt.

15., 2:0, Müller: Vorsah mit einem kapitalen Fehlpass auf Müller, der geht mit dem Ball ins Sprintduell mit dem Ghanaer. Im 16er bleibt Müller an Vorsah hängen, aber Ribery hat den Ball, wird von Starke nach links abgetrieben. Der Franzose findet jedoch den agilen Müller. Und der macht gegen Alaba den schnellen Schritt nach rechts und trifft überlegt flach ins untere linke Eck. Weltklasse!

20.: Da will Pezzaiuoli ein Zeichen setzen: Der indiskutable Rudy muss nach 20 Minuten schon raus, dafür kommt Weis.

39.: Robben mit einer scharfen Freistoß-Hereingabe von halbrechts, genau ins Zentrum der Hoffenheimer Abwehr. Aber die Gäste schlafen wieder einmal, Schweinsteiger plötzlich alleine frei vor Starke. Doch der Keeper reißt die Arme hoch und pariert Schweinsteigers Direktabnahme zur Ecke.

55.: Aufreger! Robben geht gegen Simunic ins Dribbling, der Hoffenheimer reißt dann seinen linken Arm hoch und haut damit Robben gegen den Hals. Sah nach einer Tätlichkeit aus. Mit Gelb kommt Simunic glimpflich davon!

63., 3:0, Robben: Prädikat Traumtor! Babel wieder mal mit einem Ballverlust, das Leder landet bei Robben. Der nimmt Fahrt auf, zieht wie so oft von rechts nach links, lässt drei Gegenspieler stehen und trifft ins untere rechte Eck.

81., 4:0, Robben: Ribery mit dem Querpass auf Robben. Der Niederländer hat halbrechts den Ball, guckt kurz hoch, Schlenzer mit links - in den linken Winkel! Herausragend! Aber warum war Gegenspieler Ibertsberger so passiv?

Fazit: Völlig verdienter Bayern-Sieg gegen in allen Belangen enttäuschende Hoffenheimer.

Der Star des Spiels: Arjen Robben. Nicht wie gewohnt auffällig wie sonst in der Allianz Arena, aber mit zwei Traumtoren und dem Assist zum 1:0 maßgeblich am Sieg beteiligt. Ansonsten war Robben sehr bemüht, seine Mitspieler einzusetzen und brachte viele Flanken. Auch stark bei Bayern: Müller.

Der Flop des Spiels: Sebastian Rudy. Stand sinnbildlich für die katastrophale Anfangsviertelstunde der Gäste. Hoffenheims Dreifach-Sechs ohne Orientierung, besonders Rudy stand zu oft auf dem falschen Posten und verlor sechs von neun Zweikämpfen. Die Quittung gab's nach 20 Minuten mit der Auswechslung.

Der Schiedsrichter: Peter Gagelmann. Souveräner Leiter, zumal es ihm beide Mannschaften nicht schwer gemacht haben. Positiv: Gagelmann ließ viel laufen, übertrieb es aber ab und an mit der Vorteilsregel. Einziger großer Fehler: Für die Tätlichkeit Simunics gegen Robben hätte es Rot geben müssen.

Analyse: Der FC Bayern wohl mit der besten Anfangsviertelstunde im bisherigen Saisonverlauf. Hoffenheim fand keine Mittel gegen den Sturmdrang des Gastgebers, der mit Ribery, Robben, Müller und Gomez seine ideale Offensivbesetzung aufbieten konnte. Es war insbesondere Müller, den Hoffenheim anfangs nicht unter Kontrolle bekam. Auf seiner Wunschposition war Müller an beiden Tore beteiligt.

Erst durch die Hereinnahme von Weis nach 20 Minuten fanden die Gäste die Balance. Weis brachte die etwas mehr Aggressivität ins Hoffenheimer Mittelfeld und so kamen auch die Gäste zu ihren ersten Möglichkeiten. Bayern setzte Konter und war fast nur über den agilen Müller gefährlich.

Nach der Pause behielt Bayern die Kontrolle. Schweinsteigers Rückkehr ins defensive Mittelfeld brachte die zuletzt schmerzlich vermisste Ordnung ins Aufbauspiel des Bayern. Hoffenheim verstand es nicht, über mehrere Minuten Druck aufzubauen und die zuletzt schwache Bayern-Defensive in Verlegenheit zu bringen. Besonders Babel, der zwar viel unterwegs war, aber fast jeden Zweikampf verlor, hatte wenig Bindung zu seinem Team. Auch Ibisevic blieb zu oft alleine.
Robbens traumhaftes Solotor zum 3:0 setzte Hoffenheims Hoffnung ein Ende, vielleicht doch noch etwas mitzunehmen. Der Schlenzer des Niederländers zum 4:0 war das Sahnehäubchen. Den forschen Tönen vor dem Spiel ließ die TSG keine Taten folgen. Bayern bleibt aufgrund seiner Heimstärke weiter im Geschäft um Platz zwei.

Bayern - Hoffenheim: Daten zum Spiel

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