Diego ist der Sündenbock

SID
Samstag, 05.02.2011 | 22:05 Uhr
Die Szene, über die ganz Wolfsburg streitet: Diego (M.) scheitert mit seinem Elfmeter an der Latte
© Getty
Advertisement
International Champions Cup
Sa21.07.
Topspiele im Livestream: FCB - PSG und BVB - Liverpool
CSL
Live
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
Club Friendlies
Besiktas -
Reading
Copa Sudamericana
Lanus -
Junior
J1 League
Hiroshima -
Gamba Osaka
J1 League
Nagasaki -
Kobe
CSL
Guangzhou Evergrande -
Zhicheng
Club Friendlies
Sion -
Inter Mailand
Club Friendlies
Dynamo Dresden -
Huddersfield
Club Friendlies
Wolverhampton -
Ajax
Club Friendlies
Blackburn -
Liverpool
Club Friendlies
Besiktas -
Krasnodar
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
1. FC Köln
International Champions Cup
Man City -
Borussia Dortmund
CSL
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
International Champions Cup
FC Bayern München -
PSG
Club Friendlies
TSG Hoffenheim -
QPR
Club Friendlies
Benfica -
FC Sevilla
Club Friendlies
Marseille -
Villarreal
Club Friendlies
Inter Mailand -
Zenit
J1 League
Kobe -
Shonan
J1 League
Tosu -
Sendai
CSL
Hebei CFFC -
Jiangsu
Allsvenskan
AIK -
Brommapojkarna
International Champions Cup
Liverpool -
Borussia Dortmund
Club Friendlies
Eibar -
Basaksehir
Club Friendlies
Leicester -
Akhisarspor
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
Club Friendlies
Arminia Bielefeld -
SV Werder Bremen
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Tosu -
Iwata
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
FC St. Pauli -
Stoke
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City
International Champions Cup
FC Barcelona – Tottenham
CSL
Guangzhou Evergrande -
Chongqing
Club Friendlies
Groningen -
SV Werder Bremen
Allsvenskan
AIK -
Kalmar
International Champions Cup
PSG -
Atletico Madrid
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
Venlo

Meuterei beim VfL Wolfsburg: Gegen die ausdrückliche Anweisung von Steve McClaren trat Diego zum Foulelfmeter an - und verschoss. Diese Eigenmächtigkeit ärgerte den Trainer weit mehr als die 0:1-Niederlage im Niedersachsen-Derby bei Hannover 96.

Die Meuterei beim VfL Wolfsburg hatte Steve McClaren sichtlich gezeichnet. Noch eine Stunde nach dem Abpfiff war das Gesicht des Trainers dunkelrot, die Ohren glühten.

Weit mehr als die 0:1 (0:1)-Niederlage im Niedersachsen-Derby bei Hannover 96 ärgerte den Engländer die freche Eigenmächtigkeit von Diego. Gegen die ausdrückliche Anordnung des Coaches legte sich der kapriziöse Brasilianer den Ball in der 80. Minute zum Foulelfmeter zurecht - und hämmerte ihn unkonzentriert an die Querlatte.

"Helmes sollte schießen"

"Patrick Helmes sollte schießen, ich drehe mich um, plötzlich schießt Diego - unglaublich", fauchte der 49-Jährige, das letzte Wort rutschte ihm sogar auf Deutsch heraus. Auf Diego, der wohl schon wusste, warum er wortlos das Stadion verließ, warten ungemütliche Tage.

McClaren: "Ich fühle mich überrumpelt, bin wütend und enttäuscht. Gerade weil diese Sache einen sehr großen Einfluss auf das Spielergebnis hatte. Wir werden intern beraten, ob es dafür noch eine Strafe gibt."

Auch Dieter Hoeneß war auf der Tribüne das Gerangel bei der Wahl des Elfmeterschützen nicht entgangen. "Die Spieler haben sich gestritten wie eine Kindergartentruppe", sagte der Wolfsburger Sportdirektor missmutig und legte noch verbal nach: "Und deshalb verlieren wir ein Spiel, das wir nie verlieren dürfen. Das gibt einem schon zu denken."

Tuncay zeigt gute Ansätze

Immer brenzliger wird die Lage für den Meister von 2009, der Relegationsplatz 16 ist nur noch einen Punkt entfernt. Und so müssen die Wölfe notgedrungen hoffen, dass sich das teure personelle Nachrüsten im Januar so schnell wie möglich auszahlt.

Helmes, Jan Polak und Dieumerci Mbokani konnten sich bei ihrem Debüt für den VfL noch nicht profilieren, gute Ansätze zeigte zumindest der türkische Nationalmannschafts-Kapitän Tuncay.

Ganz ohne neue Spieler hingegen beißen sich die Hannoveraner im oberen Tabellendrittel fest, der Traum von der Europacup-Teilnahme wird immer realistischer. "Absteigen werden wir nicht mehr", sagte 96-Trainer Mirko Slomka mit einem Augenzwinkern, auch wenn zu den überstrapazierten 40 Punkten noch drei Zähler fehlen.

Sportdirektor Jörg Schmadtke ergänzte: "Über einen internationalen Wettbewewrb diskutieren wir nicht, andere können das gerne machen."

Pinto mit dem goldenen Treffer

Nach zwei Niederlagen ohne eigenen Torerfolg reichte den Roten vor 37.213 Zuschauern diesmal ein frühes Tor von Sergio Pinto in der fünften Minute zum ersten Sieg über die Wolfsburger nach sechs Niederlagen in Serie.

Der Portugiese schloss eine im Training einstudierte Variante mit einem Aufsetzer aus 25 Metern ab und profitierte dabei von einer Unaufmerksamkeit des Wolfsburger Torhüters Diego Benaglio. Der Schweizer Nationaltorwart unterschätzte den Distanzschuss und ließ ihn ins eigene Tor rutschen.

Dass die sportlichen Ansprüche an der Leine mit den Erfolgen der vergangenen Monate gewachsen sind, ließ sich zwischen den Zeilen beim Mannschaftskapitän Steven Cherundolo herauslesen, mit 88 Ballkontakten der präsenteste Akteur aller Feldspieler.

"Wir haben für diesen Sieg ein bisschen Glück gebraucht. Das wäre nicht nötig gewesen, wenn wir schnell ein zweites Tor gemacht hätten. Dann hätten wir einen ziemlich ruhigen Nachmittag verbracht", merkte der US-Amerikaner bei aller Zufriedenheit durchaus selbstkritisch an.

Hannover - Wolfsburg: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung