Stuttgart siegt im Kellerduell in Gladbach

Von Stefan Rommel
Samstag, 05.02.2011 | 20:26 Uhr
So sieht Abstiegskampf aus: Der VfB siegte am Ende glücklich, aber verdient
© Getty
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Der VfB Stuttgart hat sich im Kampf um den Klassenerhalt im Kellerduell bei Borussia Mönchengladbach ein wenig Luft verschafft. Die Schwaben siegten am 21. Spieltag beim Duell Letzter gegen Vorletzter mit 3:2 (0:2).

Vor 40.000 Zuschauern im nicht ausverkauften Borussia Park erzielten Dante (29.) und Igor de Camargo (32.) per Doppelschlag die Tore für Mönchengladbach.

Nach dem Wechsel drehte der VfB das Spiel ebenfalls per Doppelpack durch Pawel Pogrebnjak (51.) und Martin Harnik (56.) und einen Foulelfmeter von Timo Gebhart (87.). Gladbachs Dante sah nach dem Foul, das zum Elfmeter führte, auch noch die Gelb-Rote Karte (86.).

Für die Borussia war es die fünfte Heimniederlage in Folge, Stuttgart feierte den ersten Auswärtssieg überhaupt.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Gladbach mit Nordtveit auf der Doppel-Sechs und Matmour an Stelle des leicht angeschlagenen Hanke im Sturm. Zugang Fink sitzt erstmal draußen.

Beim VfB beginnt erneut Niedermeier für den verletzten Delpierre. Kuzmanovic sitzt nur auf der Bank, Boka rückt nach links ins Mittelfeld, Gentner ins Zentrum. Didavi ebenfalls zuerst nur draußen, Gebhart beginnt. Im Sturm fängt Harnik neben Pogrebnjak an. Marica ist nicht mal im Kader.

26.: Langer Ball an den VfB-Strafraum. De Camargo lupft den Ball schön über Gentner und zieht volley aus 17 Metern ab. Der Ball streicht Zentimeter rechts am Tor vorbei.

29., 1:0, Dante: Ecke von rechts. Dante ist am Fünfer völlig blank, weil Harnik ihn aus den Augen verliert. Kopfball aus fünf Metern, drin. Ulreich ohne Chance.

31., 2:0. de Camargo: Ballverlust Funk. Idrissou schön in die Gasse auf Reus. Der legt vor Ulreich nochmal quer. De Camargo steht vor dem leeren Tor und schiebt aus zwei Metern ein.

51., 2:1, Pogrebnjak: Harniks Flanke wird unglücklich abgefälscht. Pogrebnjak schaltet am schnellsten und haut den Ball aus zehn Metern flach ins kurze Eck.

56., 2:2, Harnik: Hajnal schön auf Boka. Der geht an den Sechzehner. Legt dann quer zu Harnik. Der Österreicher trifft im Fallen aus zehn Metern gegen die Laufrichtung von Heimeroth.

75.: Ecke Gladbach. Idrissou kommt am zweiten Pfosten an den Ball, köpft aber bedrängt von Niedermeier knapp drüber.

86., Elfmeter VfB: Gladbach pennt, der Ball trudelt durch den Sechzehner. Pogrebnjak ist da, Dante spielt eindeutig den Ball. Trotzdem gibt Kinhöfer Elfer - klare Fehlentscheidung.

87., 2:3, Gebhart: Der Youngster tritt an und verwandelt halbhoch ins linke Eck.

Fazit: Letztlich ein verdienter Sieg für den VfB, der weite Teile des Spiels kontrollierte - ohne Kinhöfers Geschenk hätten sich die Gäste aber nicht mehr belohnen können.

Der Star des Spiels: Serdar Tasci war bester Mann auf dem Platz. Der Innenverteidiger hatte eine Zweikampfquote von 92 Prozent und eine Passquote von 90 Prozent. Dazu 93 Ballkontakte. Mehrmals bügelte er ein schlampiges Stellungsspiel von Niedermeier aus.

Der Flop des Spiels: Patrick Funk zeigte in den letzten Wochen ansprechende Leistungen, viele glaubten schon, das leidige Dauerproblem rechts hinten wäre gelöst. Die Partie in Gladbach war aber ein leichter Rückfall. Von der ersten Minute an wirkte Funk nervös, hatte viele Abspielfehler und leitete das 0:2 aus Stuttgarter Sicht mit einer Tändelei ein.

Der Schiedsrichter: Torsten Kinhöfer ließ wie gewohnt viel laufen, hatte die Partie aber trotzdem gut im Griff. Nur das aberkannte Tor von Idrissou ließ Diskussionsspielraum: Ein Foul an Ulreich lag nicht zwingend vor. Der Elfmeter für den VfB und der Platzverweis gegen Dante war ein Witz.

Analyse: Der VfB fand eigentlich recht gut ins Spiel, war am Anfang weniger nervös und aggressiver. Die Borussia befreite sich nach gut einer Viertelstunde vom enormen Druck und wurde besser.

Stuttgart verlor plötzlich und ohne ersichtlichen Grund die Oberhand im Mittelfeld. Gentner und Träsch gingen dabei eine Viertelstunde lang völlig unter, konnten der Abwehr nicht mehr rechtzeitig helfen, die sich nicht selten in Unterzahl der Gladbacher Angriffe erwehren musste.

Nach der Pause stellte VfB-Coach Labbadia auf 4-2-3-1 um, mit Hajnal zentral hinter Pogrebnjak. Prompt bekamen die Gäste die Partie besser in den Griff. Allerdings auch, weil sich die Gastgeber völlig unverständlich weit zurückzogen.

Schon früh in der zweiten Halbzeit wirkte Gladbach körperlich nicht mehr frisch, der VfB stand sich aber trotz deutlichen Übergewichts beim entscheidenden Pass oder beim Torabschluss selbst im Weg.

Gegen Ende waren die Gastgeber stehend k.o., der VfB wäre aber ohne Kinhöfers Elfergeschenk wohl nicht in der Lage gewesen, den entscheidenden Punch zu setzen. Ein unheimlich wichtiger Sieg für den VfB - die Borussia dagegen geht ganz schweren Zeiten entgegen.

Gladbach - Stuttgart: Daten zum Spiel

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