Elfer verschossen, Handschlag verweigert

Lustloser Dzeko heizt Spekulationen an

Von Florian Bogner
Samstag, 04.12.2010 | 20:00 Uhr
Edin Dzeko verschoss gegen Werder Bremen in der 77. Minute einen Foulelfmeter
© Getty
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Wolfsburgs Kapitän Edin Dzeko fällt beim 0:0 gegen Werder Bremen nur durch seine lustlose Spielweise und einen verschossenen Elfmeter auf. Der Bosnier gibt damit den Wechselgerüchten neue Nahrung.

Steve McClaren hatte seine Gründe - dennoch nahm es Edin Dzeko als Affront auf.

Als der Coach den VfL-Kapitän beim Stand von 0:0 gegen Werder Bremen in der 87. Minute auswechselte, würdigte der Bosnier den Vorgesetzten keines Blickes, verweigerte den Handschlag und lief starren Blickes auch an Manager Dieter Hoeneß vorbei direkt zum Duschen.

"Darüber reden wir später"

"Er war wohl sehr enttäuscht. Darüber reden wir später", meinte McClaren anschließend zu der Szene. "Wir sind in der Schlussphase nervös geworden. Ich wollte nicht, dass wir verlieren", erklärte er den Wechsel.

Dabei war die Auswechslung nichts weiter als konsequent gewesen, so lustlos wie der 24-Jährige zuvor über den Wolfsburger Rasen geschlichen war. Seine Bilanz liest sich verheerend: Nur knapp 40 Ballkontakte, ein über das Tor geschossener Elfmeter, sonst kein weiterer Torschuss, nur zwei Flanken und die mit Abstand schwächste Zweikampfquote seines Teams.

Ein gebrauchter Tag, könnte man sagen. Mund abputzen, weiter machen. Durch die Wechselgerüchte der vergangenen Woche bekommt Dzekos Leistung jedoch eine andere Dimension. Jeder sah genau hin. Und mancher wird dem Bosnier hinterher vielleicht sogar Leistungsverweigerung unterstellen.

Hoeneß: Kein Kontakt mit Real

Und das alles nur wegen Real Madrid. Gerade waren die Gerüchte um den bis 2013 an den VfL gebundenen VfL-Kapitän halbwegs verklungen, da steht er plötzlich laut spanischen Medien auf Reals Wunschzettel.

"Wenn da ein Klub ist, der ihn will und der ihm gefällt, können wir in der Winterpause etwas unternehmen", wurde Dzekos Berater Ifran Redzepagic zitiert und biederte sich direkt an: "Madrid ist ein Klub, bei dem jeder spielen will. Ein fantastischer Verein."

Auf Seiten des VfL kommt man dadurch natürlich in Erklärungsnöte. Hoeneß nahm man dessen Durchhalteparolen beim Spiel gegen Bremen jedenfalls nicht mehr ohne weiteres ab. "Das ist ein reines Medienthema", meinte der VfL-Manager, die Frage nach einem Wechsel stelle sich gar nicht. "Wir haben gar keinen Kontakt mit Real Madrid", beteuerte Hoeneß. Doch glaubt man ihm?

Dzeko selbst hatte unter der Woche zur "Bild" gesagt: "Es ist zu zeitig darüber zu reden, was passieren wird. Es wurde über Juve, ManCity und Bayern geredet, aber ich konzentriere mich auf Wolfsburg."

Wolfsburg bleibt bei Ablösesumme hart

Sollte Real demnächst doch mal anfragen, stünde Wolfsburgs Forderung weiter in Stein gemeißelt. 40 Millionen Euro ist nach wie vor die Summe, die ein Dzeko-Verehrer auf den Tisch legen muss. Ansonsten bleibt der Bosnier in Wolfsburg. Auch wenn er so spielt, wie gegen Bremen.

Dabei hatte es schon im Sommer wegen desselben Themas Querelen gegeben. Die Interessenten waren andere (Juventus, Manchester City), das Ergebnis dasselbe: Dzeko quittierte Wolfsburgs stures Festhalten an der astronomisch hohen Ablöseforderung damals mit auffallend lässigen Trainingsleistungen.

Am Ende stand ein Burgfrieden: Dzeko bekam die Kapitänsbinde und wurde mit der Verbesserung des Kaders zufrieden gestellt. Immerhin wollte man mit Diego, Arne Friedrich, Simon Kjaer und Mario Mandzukic (Kostenpunkt: 36,5 Millionen Euro) einen Angriff auf die Champions-League-Plätze starten.

Nur 17 Punkte aus 15 Spielen

Die Realität sieht freilich anders aus: Nach 15. Spieltagen dümpelt Wolfsburg mit mageren 17 Punkten in der unteren Tabellenhälfte umher. Platz drei ist Stand Samstagabend schon elf Punkte entfernt. Und Dzekos Motivation, eine weitere Saison abseits des internationalen Geschäfts zu spielen, dürfte sich in Grenzen halten.

"Ich verstehe, dass die Fans nicht zufrieden sind, die Situation ist momentan schwierig", sagte Keeper Diego Benaglio, gegen Bremen noch der Beste. "Uns bleibt aber nichts weiter übrig als weiter an uns zu arbeiten, um unsere Ziele zu erreichen. Wir werden weiterhin alles geben, unsere Spiele erfolgreich zu gestalten."

Dzeko muss sich nach dieser Partie fragen lassen, ob er diese Aussage auch genau so unterschreiben würde.

Wolfsburg - Bremen: Daten zum Spiel

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