Mit Kuntz und Kurz zu alter Stärke

Von Philipp Dornhegge
Freitag, 13.08.2010 | 17:02 Uhr
Mit 13 neuen Akteuren will sich der 1. FC Kaiserslautern in der Bundesliga auf Anhieb etablieren
© Getty
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In überragender Manier und mit schon damals erstligareifem Fußball hat sich der 1. FC Kaiserslautern zurück ins Oberhaus gespielt. Sie haben in der Tat gespielt und nicht, wie man denken könnte, nur gekämpft.

Aber das Team der letzten Spielzeit sah komplett anders aus als in diesem Jahr. Was also ist möglich? Die Fans träumen von einem einstelligen Tabellenplatz, das realistischte Ziel aber ist sicher der Nichtabstieg.

Alles andere wäre Bonus. Klar ist, dass es für die Pfälzer wichtig wäre, sich langfristig zu etablieren. Denn so wäre man am schnellsten in der Lage, die noch immer angespannte finanzielle Situation zu verbessern.

Das ist neu

Im Vergleich zur letzten Bundesliga-Saison des FCK natürlich eine ganze Menge. Denn immerhin ist es vier Jahre her, seit die Roten Teufel in Deutschlands höchster Spielklasse mitmischen durften. Doch auch nach der starken Zweitligasaison 2009/2010 hat sich viel getan.

Denn der souveräne Aufstieg wurde mit einer ganzen Reihe von ausgeliehenen Spielern bewerkstelligt, allen voran Sidney Sam (jetzt Leverkusen), Georges Mandjeck (jetzt Stade Rennes) und Markus Steinhöfer (Frankfurt). Die sind jetzt nicht mehr da, weshalb der FCK nachlegen musste.

Und das hat er doppelt und dreifach getan. Gleich 13 Neue hat man geholt. Inzwischen ist praktisch jede Position doppelt mit vielversprechenden und/oder gestandenen Profis besetzt. So will man auch den Abgang von Erik Jendrisek (Schalke) kompensieren, der als hängende Spitze ein wichtiger Baustein im Offensivspiel war.

Besonders vielversprechend sind Leon Jessen, der zwar Teile der Vorbereitung verpasste, auf lange Sicht aber Alexander Bugera als Linksverteidiger verdrängen könnte, und Erwin "Jimmy" Hoffer. Der Österreicher ist ein Knipser, der sich in Italien aber nicht zurecht fand. Man geht davon aus, dass er in der Pfalz wieder aufblühen wird.

Ilian Micanski ist aber wohl der Gewinner der Vorbereitung. Im harten Kampf um die Plätze im Sturm hat er mit je einem Tor gegen Liverpool und Auxerre Pluspunkte gesammelt.

DVAG-TeamBlog: Neuzugang Leon Jessen im Porträt

In der Führungsetage dagegen setzt man in der Pfalz auf Kontinuität. Stefan Kuntz ist als Vorstandvorsitzender unantastbar und in der ganzen Region eine lebende Legende, mit Coach Marco Kurz wurde erst Anfang der Woche der Vertrag bis 2012 verlängert.

Die Taktik

Kurz lässt bevorzugt im 4-4-2 mit einer Doppelsechs und offensiven Außenspielern agieren. "Wir haben unsere Spielauffassung und wir werden die Ausrichtung der Mannschaft nicht grundlegend ändern. Klar ist aber auch, dass wir in der Bundesliga häufiger als bisher unter Druck geraten werden, da die individuelle Qualität der Gegner höher ist", sagt Kurz.

Dennoch sieht der Trainer sein Team besonders für ein munteres Offensivspiel gut gerüstet: "Wir richten unser System nach den Spielertypen aus. Hier sind wir im vorderen Bereich sehr stark."

Dabei ist einer der Stürmer erste Anspielstation und soll Bälle halten und verteilen, der zweite soll in die Tiefe gehen und vollstrecken. Mit Ilian Micanski und Erwin Hoffer hat man zwei Torjäger geholt, Adam Nemec ist ein unauffälliger, aber enorm effektiver Spieler, der fürs Team arbeitet und auch ohne eigenen Treffer Einfluss auf das Spiel nehmen kann.

Und dann wäre da noch Srdjan Lakic, der Co-Kapitän, der für beide Rollen Körper und Fähigkeiten mitbringt. Christian Tiffert, Jan Moravek streiten sich um die offensivere zentrale Position und sollen aus dem Mittelfeld für Torgefahr sorgen.

Spieler im Fokus

Tobias Sippel. Der junge Keeper hat die harte Torwartschule von Gerry Ehrmann gemeistert und gilt als eines der hoffnungsvollsten Talente im Kasten. Sogar Bundestrainer Joachim Löw hat Sippel schon auf dem Zettel.

Bestätigt er die phasenweise überragenden Leistungen der letzten Saison, dann könnte er ganz schnell zur Nummer vier aufsteigen - wenn er das insgeheim nicht sowieso schon ist.

Die Lauterer Torwartschule: Gerry Ehrmann und sein Erfolgsrezept

Tim Wiese, Rene Adler und Manuel Neuer haben zwar noch einen Vorsprung, aber sonst braucht sich der 21-Jährige vor niemandem mehr zu verstecken.

Allerdings muss er auch stark halten und die Abwehr dirigieren, will der FCK nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Auf Bundesliga-Niveau ist es unvermeidlich, dass er gegen Teams wie Bayern München oder Wolfsburg eine ganze Menge zu tun bekommen wird.

Prognose

Personell war der FCK lange nicht so gut aufgestellt wie in diesem Jahr. Und vor allem nicht so tief. Verletzungen einzelner Spieler sollten den FCK jedenfalls nicht aus der Bahn werfen. Die Pfälzer haben keinen alles überragenden Akteur in den eigenen Reihen, der unersetzlich ist. Das ist einerseits ein Riesenvorteil, andererseits können starke Einzelspieler auch mal den Unterschied ausmachen.

Mindestens so wichtig wie das Personal ist aber die Philosophie des FCK. Seit Stefan Kuntz das Zepter schwingt, hat ein Umdenken stattgefunden. Bedingungsloser Zusammenhalt und die totale Fokussierung auf gemeinsame Ziele sind der Schlüssel, Egotrips gehören der Vergangenheit an.

"Es gibt noch diese Werte: Anstand und Respekt, Ehrlichkeit, Offenheit, eine gesunde Realität, oder ein Schuss Demut. Sie wollen wir gerne nach außen tragen", sagt Kuntz. So will man auch für schwierige Phasen gerüstet sein.

Und dank dieser Herangehensweise wird der FCK nicht bis zum Schluss um den Klassenerhalt zittern müssen. Und mit einem zweiten Jahr in der Bundesliga würde sich der Verein mit strammem Schritt dem Ziel nähern, finanziell endlich wieder rundum gesund zu sein.

1.  FC Kaiserslautern: Der Kader im Überblick

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