Fussball

Kaum Ideen und keine Tore

SID
Augen zu und durch: Faryd Mondragon (2.v.r.) klärt knapp vor Bastian Schweinsteiger (4.v.r.)

Rekordmeister Bayern München sucht weiter nach einer konstanten Form und hat mit einem müden 0:0 gegen Köln den Anschluss an die Spitzenränge der Bundesliga verpasst.

Die Mannschaft von Trainer Louis van Gaal kam nach einer erschreckend ideenlosen Vorstellung gegen den 1. FC Köln mit dem Ex-Münchner Lukas Podolski nicht über ein 0:0 hinaus und stagniert nunmehr im grauen Liga-Mittelmaß.

Köln verdiente sich den Punkt mit guter Defensivleistung, bleibt aber im Tabellenkeller.

FC Bayern ohne Ideen

Vor 69.000 Zuschauern taten sich die Bayern gegen abwartende Gäste schwer.

Zu wenig Bewegung im Aufbauspiel, kaum Ideen, nur wenige gelungene Kombinationen, dazu Abspielfehler und zahlreiche Missverständnisse - kurz: Es war wenig meisterlich, was die Münchner ihrem verwöhnten Publikum boten.

Geld schießt keine Tore

Und wie schon zuletzt beim 0:1 beim Hamburger SV und beim 0:0 gegen Juventus Turin traf die teuerste Elf der Liga auch im dritten Pflichtspiel in Folge das Tor nicht.

Zu Beginn brachte lediglich der trotz seiner Probleme mit der Patellasehne etwas überraschend aufgebotene Franck Ribery ein wenig Schwung ins Spiel.

Franck Ribery muss raus

Doch auch der Elan des Franzosen verpuffte bald, zur Pause wurde er für Danijel Pranjic ausgewechselt.

Ribery war nicht die einzige Überraschung in der Startelf der Münchner: Van Gaal entschied sich im Sturmzentrum wie gegen Juventus am Mittwoch für Miroslav Klose, rechts durfte Jose Sosa für den verletzten Arjen Robben ran.

Mario Gomez kommt zur Halbzeit

Beide enttäuschten aber, Sosa so sehr, dass er nach 45 Minuten Mario Gomez weichen musste.

Am fruchtlosen Bayern-Spiel änderte das gleichwohl nichts.

Trotz ihrer Probleme hatten die Bayern die alleine auf kompakte Defensive setzenden Geißböcke im Griff.

Ihre optische Überlegenheit münzten sie aber nur selten in Torchancen um, in der ersten Hälfte ging so meist nur über Standards etwas.

Schweinsteiger im Pech

Nach einer Ecke von Sosa hatte Bastian Schweinsteiger viel Pech mit einem Kopfball an die Latte.

Als aus dem Spiel heraus über den bemühten Philipp Lahm doch einmal etwas ging, kam Klose gegen Torhüter Faryd Mondragon einen Schritt zu spät.

Geromel vergibt einzigen Konter

Das behäbige Spiel der Münchner hätte sich beinahe gerächt, als Geromel einen Kölner Konter abschloss, das Tor dabei aber knapp verfehlte.

Im Gegenzug vergab erneut Schweinsteiger mit einem Kopfball, den Youssef Mohamad an die Latte lenkte.

Wie beim Handball

In der Folge schoben die Bayern meist den Ball 20 Meter vor dem Kölner Tor durch ihre Reihen und suchten handballartig nach einer Lücke in der Kölner Mauer - allein, es bot sich kaum eine.

Auch ein Gedankenblitz von Lahm verpuffte, weil dessen feiner Pass über Klose anstatt bei Gomez im Nichts landete.

Auch Ivica Olic trifft nicht

Van Gaal hatte bald genug von Klose gesehen und brachte für ihn Ivica Olic.

Der kroatische Nationalspieler hatte per Kopf nach einem Freistoß von Schweinsteiger auch bald die erste Chance, setzte den Ball aber weit über das Tor.

Köln mit dem blassen Podolski wartete dennoch weiter gelassen ab - schließlich spielten die Münchner allzu planlos.

Bei den Münchnern waren Lahm und Schweinsteinger die Besten.

Köln hatte seine stärksten Spieler in den Innenverteidigern Pedro Geromel und Mohamad.

Bayern - Köln: Daten zum Spiel

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