Bundesliga - 31. Spieltag

Bayern nach dem Kantersieg: Der Kopf macht mit

Von Thomas Gaber
Sonntag, 18.04.2010 | 11:04 Uhr
Ivica Olic (M.) traf beim 7:0 der Bayern gegen Hannover zwei Mal ins Tor von Florian Fromlowitz (l.)
© Getty
Advertisement
Bundesliga
Bundesliga Test 1
First Division A
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
RB Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
West Ham
Premier League
Kamjanske -
Schachtjor Donezk
Emirates Cup
Arsenal -
Benfica
Bundesliga
Bundesliga Test 2
Bundesliga
Bundesliga Test 3
Bundesliga
Bundesliga Test 6
Bundesliga
Bundesliga Test 4
Bundesliga
Bundesliga Test 5
Bundesliga
Bundesliga Standout Test 7
First Division A
Lokeren -
Brügge
Super Liga
Partizan -
Javor
1. HNL
Rijeka -
Istra
Super Cup
Monaco -
PSG
Serie A
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
Real Madrid -
Barcelona
CSL
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
Emirates Cup
RB Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
Arsenal -
Sevilla
Bundesliga
Bundesliga Test 9
First Division A
St. Truiden -
Gent
Superliga
Brondby -
Lyngby
Bundesliga
Bundesliga Test 8
Bundesliga
Bundesliga Test 10
Super Liga
Rad -
Roter Stern
Serie A
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
Bayer 04 Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Gremio -
Santos
Premier League
Spartak Moskau -
Krasnodar
Ligue 2
Auxerre -
Lens
Club Friendlies
St. Pauli -
Stoke
Copa Sudamericana
Libertad -
Huracan
Club Friendlies
Villarreal -
Real Saragossa
UEFA Champions League
Basaksehir -
Brügge
Copa Sudamericana
LDU Quito -
Club Bolívar
Serie A
Santos -
Flamengo
Copa Sudamericana
Olimpia -
Nacional
Copa Sudamericana
Atletico Junior -
Deportivo Cali
Ligue 2
Lens -
Nimes
First Division A
Lüttich -
Genk
Ligue 1
Monaco -
Toulouse
Championship
Sunderland -
Derby
J1 League
Kashiwa -
Kobe
Premiership
Celtic -
Hearts
Club Friendlies
Crystal Palace -
FC Schalke 04
Championship
Fulham -
Norwich
Club Friendlies
RB Leipzig -
Stoke
Ligue 1
PSG -
Amiens
Club Friendlies
Liverpool -
Bilbao
Club Friendlies
Tottenham -
Juventus
Championship
Aston Villa -
Hull
Ligue 1
Lyon -
Straßburg
Ligue 1
Metz -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Caen
Ligue 1
St. Etienne -
Nizza
Ligue 1
Troyes -
Rennes
CSL
Shanghai SIPG -
Tianjin Quanjian
First Division A
Gent -
Antwerpen
Ligue 1
Lille -
Nantes
Allsvenskan
Sundsvall -
Östersunds
Club Friendlies
SC Freiburg -
Turin
Ligue 1
Angers -
Bordeaux
Club Friendlies
Brighton -
Atletico Madrid
Championship
Bolton -
Leeds
First Division A
Anderlecht -
Oostende
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Hajduk
Club Friendlies
Inter Mailand -
Villarreal
Copa Libertadores
River Plate -
Guarani
J1 League
Shimizu -
Osaka
J1 League
Kobe -
Kashima
League Cup
Colchester -
Aston Villa
Copa Libertadores
Gremio -
Godoy Cruz
Club Friendlies
Sevilla -
AS Rom
Copa Libertadores
Botafogo -
Nacional

Der FC Bayern München beeindruckte beim 7:0 gegen Hannover auch den Gegner. Die Offensive um Arjen Robben funktioniert. Die Gala vor dem Champions-League-Duell mit Olympique Lyon lieferte eine noch wichtigere Erkenntnis: Der Kopf macht mit.

Karl-Heinz Rummenigge war unter der Woche böse. Der Vorstandsboss des FC Bayern echauffierte sich über die Dreistigkeit von Olympique Lyon, das Ligaspiel zwischen den beiden Champions-League-Duellen gegen die Münchner mal eben so verlegen zu lassen.

Rummenigge zog sogar einen offiziellen Protest bei der UEFA in Erwägung, da Lyons Vorgehen in enger Kooperation mit dem französischen Verband und Gegner AS Monaco wettbewerbsverzerrenden Charakter habe.

Die Bayern hätten Lyons Plan nicht verteufeln, sondern es den Franzosen gleich tun sollen: Das Spiel gegen Hannover canceln und stattdessen eine Trainingseinheit einlegen. Elf Bayern gegen elf Bayern. Wenn sie unter sich sind, geht es oft härter zur Sache als wenn sich ein Gegner dazugesellt.

Schweinsteiger lobt den Charakter

Um den Ernstfall für Lyon zu proben, wäre ein internes Spiel besser geeignet gewesen als 90 Bundesligaminuten gegen Hannover 96. Eine schwächere Mannschaft hat seit der Einweihung im Mai 2005 noch nicht in der Münchner Arena gespielt.

Die Gelegenheit war günstig für die Bayern, dem 22. deutschen Meistertitel ein weiteres Stück näherzukommen. Sie erledigten die Pflichtaufgabe mit Bravour. 7:0 hieß es am Ende - der höchste Bundesligasieg seit dem 24.11.1990. Damals hieß der Gegner Wattenscheid 09.

"Wir haben beim 1:1 in Leverkusen nach dem Führungstor aufgehört zu spielen. Das sollte uns nicht noch einmal passieren. Diesmal haben wir auch nach dem 3:0 oder 4:0 weiter nach vorne gespielt. Wir wollen Meister werden und am Ende kommt es vielleicht auf das Torverhältnis an", sagte der überragende Arjen Robben, der seine Saisontore 12, 13 und 14 erzielte.

Hannover war kein Test für Lyon aber eine große Chance, sich Selbstvertrauen zu holen für das Halbfinale in der Champions League. Der Hunger auf Titel ist groß und der Kopf macht auch mit. "Wir haben eine sehr charakterstarke Mannschaft. Die charakterstärkste Bayern-Mannschaft, in der ich je gespielt habe", sagte Bastian Schweinsteiger.

Keine Auswirkungen auf Lyon

Die Aussicht auf drei Titel lähmt nicht, sie befreit. "Wir haben maximal noch sieben Spiele in dieser Saison und können in diesen sieben Spielen drei Titel holen. Da muss der Geist mitmachen. Und da ist ein 7:0 sehr nützlich", sagte Robben.

Die Bayern können mit dem Scheibenschießen gegen Hannover umgehen. Kein Spieler kam auf die Idee, eine Auswirkung auf das Lyon-Spiel abzuleiten. "Wir haben gut gespielt und viele Tore geschossen. Aber es war auch nicht alles super. Wir hätten noch mehr Tore schießen müssen. Und Lyon wird ein völlig anderes Spiel. Das wird um ein Vielfaches schwieriger", sagte Schweinsteiger.

In ihrer derzeitigen Verfassung sind die Bayern dennoch Favorit gegen Olympique. Das Offensivspiel ist für den Gegner kaum auszurechnen. "Wir haben viele Spieler, die den Unterschied ausmachen können. Robben, Ribery, oder auch Müller. Der Ball läuft momentan sehr gut", sagte Trainer Louis van Gaal.

Rummenigge belächelt Schalke

96 ließ die Bayern gewähren und bekam die volle Breitseite ab. "Wenn man die Bayern spielen lässt, sind sie kaum aufzuhalten", sagte Sportdirektor Jörg Schmadtke. Nicht von Lyon und auch nicht vom schärfsten Verfolger in der Bundesliga.

Rummenigge gibt Schalke 04 keine Chance im Titelrennen: "Es gibt eine Werbung mit Rudi Assauer und dem Bier-Sponsor von Schalke 04. Da heißt es: 'Nur gucken, nicht anfassen'. Das gilt auch für Schalke im Meisterkampf."

Für Schweinsteiger hat die Bundesliga weiterhin Priorität: "Die Meisterschaft ist das Wichtigste, alles andere ist Beiwerk. Ein Champions-League-Halbfinale ist ein Genuss, aber für mich zählt in erster Linie die Bundesliga."

National haben die Bayern beste Karten, am Mittwoch wollen sie den Grundstein legen für ein mögliches Finale in der Champions League. Van Gaal weiß, was auf ihn und seine Mannschaft zukommt: "Ich würde auch gegen Lyon gerne 7:0 gewinnen. Aber daraus wird nichts, glaube ich."

Real Madrid sollte den Bayern warnendes Beispiel sein. Die Königlichen gewannen vor dem Heimspiel im Achtelfinale gegen Lyon in der Liga hintereinander 6:2 und 5:1. Olympique war danach Endstation.

Bayern - Hannover: Daten zum Spiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung