Bundesliga - 3. Spieltag

Rangnick: "Wir hätten klar gewinnen müssen"

Von Haruka Gruber / Tobias Hock
Freitag, 21.08.2009 | 22:19 Uhr
Zeigte seit seinem Kreuzbandriss die beste Leistung - blieb aber ohne Tor: Vedad Ibisevic (M.)
© Getty
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1899 Hoffenheim hat auch das dritte Spiel der Saison nicht gewonnen. Gegen Tabellenführer FC Schalke 04 kam das Team von Trainer Ralf Rangnick trotz drückender Überlegenheit nicht über ein 0:0 hinaus.

Vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena verzeichnete Hoffenheim ein Chancenplus von 17:3, doch die mangelnde Chancenverwertung verhinderte einen Befreiungsschlag.

Mit zwei Punkten nach drei Spieltagen verharrt Hoffenheim in der unteren Tabellenhälfte. "Über weite Strecken war es ein richtig gutes Spiel von uns. Ich habe nur eine Sache, mit der ich nicht zufrieden war: die Zahl der geschossenen Tore. Wir hätten das Spiel klar gewinnen müssen. Dass es nicht so kam, lag an Schalkes Torwart Manuel Neuer, aber auch an uns", sagte Rangnick.

Schalke, das extrem defensiv angetreten war, bleibt zumindest bis Samstag auf Platz eins. S04-Coach Felix Magath: "Hoffenheim war sehr stark. Wir haben zu fahrlässig gespielt, in einigen Phasen waren wir kaum am Ball, zogen uns zu weit zurück und haben so Hoffenheim eingeladen."

So diskutierten die SPOX-User während des Spiels!

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Beide Mannschaften mit jeweils einer Änderung.  Personell wie auch taktisch. Hoffenheim-Coach Rangnick entscheidet sich statt dem 4-3-3 für ein 4-4-2 mit Raute, in der Ibertsberger von hinten links ins halbrechte Mittelfeld rückt. Dafür besetzt Eichner die Linksverteidiger-Position. Bei Schalke verzichtet Coach Magath auf einen Kreativspieler im Mittelfeld und gibt dem defensiven Pliatsikas den Vorzug vor Rakitic. Heißt: S04 erstmals in einem 4-4-2 mit flacher Vier.

15.: Über links kommt der Ball zu Ibisevic. Er verlängert mit der Hacke in den Lauf von Salihovic, der frei durch ist aber im Strafraum unnötig noch einmal quer legt. Der Ball landet in den Füßen von Bordon.

40.: Beck flankt von rechts, Ibisevic beweist gutes Kopfball-Timing. Allerdings setzt er den Ball aus zehn Metern knapp am linken Pfosten vorbei.

43.: Obasi tunnelt den verunsicherten Zambrano und prescht links in den Strafraum. Sein Querpass landet in der vielbeinigen Schalker Abwehr.

Halbzeit-Fazit: Schalke in den ersten 15 Minuten besser, dann übernahm 1899 das Kommando. 60 Prozent gewonnene Zweikämpfe, 60 Prozent Ballbesitz, zudem 7:1 Torschüsse. "Die erste Hälfte war nicht gut", so Magath in der Pause.

46.: Rangnick wie Magath setzen auf Offensive. Für Hoffenheim kommt Ba für Vorsah, das System wird auf ein 4-3-3 mit Salihovic als Sechser umgestellt. S04 setzt ebenso auf ein 4-3-3. Magath nimmt Eduardo-Kettenhund Pliatsikas raus, eingewechselt wird Spielmacher Kenia, der über links stürmt,

51.: Obasi flankt flach von rechts in die Mitte und Ba leitet clever weiter auf Ibisevic. Der Bosnier schließt aus 13 Metern jedoch überhastet ab. Neuer hält sicher.

60.: Die Fans jubeln - aber der Ball war nicht drin. Links kombiniert Hoffenheim Eduardo frei. Der flankt an den zweiten Pfosten und Compper köpft die Kugel aus vier Metern ganz knapp vorbei.

67.: Mit dem Rücken zum Tor nimmt Ba den Ball mit der Brust an, dreht sich blitzschnell und zeigt den Seitfallzieher. Im letzten Moment blockt Zambrano den Schuss.

74.: Eduardo nach rechts auf Obasi, der flankt direkt in die Mitte und Ba köpft aus sieben Metern. Neuer hält sicher im rechten Eck.

Fazit: Enttäuschendes Remis für 1899. Trotz 17:3 Torschüssen kommt nur ein 0:0 heraus. Schalke kann sich bei der schwachen Chancenauswertung der Hoffenheimer bedanken.

Der Star des Spiels: Mineiro. Er könnte das Schnäppchen der Saison sein. Zum Nulltarif gekommen, demonstrierte der 34-Jährige, warum er sieben Jahre in der Selecao stand. Bei seinem Debüt gegen Bochum war er zweikampfstark, dafür unterliefen ihm einige Stockfehler. In Hoffenheim jedoch lieferte er ein komplettes Spiel ab. Machte im Mittelfeld die Räume eng, nahm vorbildlich am Pressing teil - und das alles gepaart mit einer extrem geringen Fehlerquote. Erinnert von seiner Passgenauigkeit und Spielintelligenz an Landsmann Josue von Wolfsburg.

Die Gurke des Spiels: Heiko Westermann. Letzte Saison noch die Konstante auf Schalke, gleichen die Leistungen des Nationalspielers in der Vorbereitung und zum Saisonstart einer Achterbahn. Gegen Bochum auf seiner ungewohnten Position im linken Mittelfeld noch einer der Besten, agierte er gegen Hoffenheim seltsam unbeteiligt und passiv. Die ständigen Positionswechsel schaden offensichtlich seinen Leistungen - und seinen Aussichten für das DFB-Team.

Die Pfeife des Spiels: Michael Weiner. Guter Beginn, als er die einzig knifflige Situation richtig entschied, als Ibisevic in den Strafraum lief und von Moritz gehalten wurde.

Hoffenheim wollte Elfmeter, Weiner gab jedoch zurecht nur Freistoß, weil das Halten schon kurz vor der 16er-Linie begann. Mit zunehmender Härte bekam Weiner mehr Probleme und wollte mit Gelben Karten die Partie in den Griff bekommen. Das gelang ihm nur bedingt.

Die Lehren des Spiels: Hoffenheim zeigte die beste Saison-Leistung. Nach schwachem Beginn zeigte 1899 zumindest ansatzweise die Spielfreude der vergangenen Hinrunde. Doch der letzte Kick, die letzte Portion Entschlossenheit fehlte. Vor allem vor dem Tor war Hoffenheim zu verspielt und inkonsequent.

Hoffnung macht aber der Auftritt von Topstürmer Ibisevic. Ihm gelang zwar kein Treffer, aber die Spritzigkeit und Gedankenschnelligkeit erinnerte an den Ibisevic vor dem Kreuzbandriss. Ebenso stark: die Innenverteidigung um den herausragenden Simunic. Solange aber Leistungsträger wie Eduardo, Obasi und Salihovic nur als Mitläufer auftreten, wird es nichts mit dem angestrebten Top-5-Platz.

Eine in vielen Belangen enttäuschende Leitung zeigte Schalke. In Teilen der ersten Hälfte funktionierte das Pressing und das von Magath proklamierte schnelle Umschalten, ansonsten erinnerte die Leistung jedoch an vergessen geglaubten Stolperfußball unter Rutten.

Ungefähr zehn Meter über der Mittellinie versiegte der Kreativfluss, es fehlte das Verbindungsglied zwischen Defensive und Offensive, so dass Kuranyi und Farfan auf sich alleine gestellt waren. Positiv: Die erneut überraschend gute Leistung des Innenverteidigers Höwedes auf der ungewohnten linken Seite.

Hoffenheim - Schalke: Daten & Fakten

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