Bundesliga - 28. Spieltag

Caio schießt Bochum in den Keller

Von Florian Bogner / Markus Matjeschk
Freitag, 26.03.2010 | 22:24 Uhr
Frankfurts Caio (links) erzielte in Bochum sein drittes Saisontor
© Getty
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Die Krise beim VfL Bochum hat sich am 28. Spieltag der Bundesliga verschärft: Gegen Eintracht Frankfurt setzte es zuhause ein 1:2 (1:1) und damit die vierte Niederlage in Folge.

Dabei war der VfL vor 24.221 Zuschauern durch Lewis Holtby (10.) früh in Führung gegangen. In der Folge war Frankfurt allerdings klar das bessere Team und kam durch Marco Russ (29.) und Caio (64.) verdient zum Sieg.

Bochum könnte nun wieder in akute Abstiegssorgen rutschen - die Eintracht hingegen schnuppert mit 41 Punkten weiter an der Europa League. Für Frankfurt war es der fünfte Auswärtssieg der Saison und der erste Erfolg in Bochum seit fast 15 Jahren.

Maltritz: "Kämpfen reicht nicht"

"Die Eintracht war uns spielerisch dermaßen überlegen, dass wir froh sein können, dass es nur 1:2 ausgegangen ist", sagte Marcel Maltritz selbstkritisch. "Kämpfen reicht in der Bundesliga nicht, man muss auch ein bisschen vernünftig Fußball spielen."

Frankfurt kann sich indes langsam aber sicher mit Platz sechs auseinandersetzen. "Wir haben uns ein klares Ziel gesetzt, aber wir wissen auch, dass mehr drin ist. Wenn wir die restlichen Spiele genauso angehen wie letzte Woche und diese Woche, dann ist für uns auf jeden Fall noch was drin", sagte Torschütze Russ.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Herrlich beruft zum ersten Mal in seiner Amtszeit Sestak und Hashemian gemeinsam in die Startelf. Dedic sitzt für den Iraner draußen. Azaouagh (Handbruch) und Maric (Rotsperre) fehlen.

Frankfurt mit zwei Veränderungen zum Bayern-Spiel: Korkmaz und Ochs sind für Spycher (Oberschenkelverletzung) und Heller im Team. Franz und Teber sitzen nach abgesessener Sperre nur draußen. Meier spielt wieder im defensiven Mittelfeld, Caio als hängende Spitze.

9.: Korkmaz ist nach feinem Zuspiel von Köhler über links durch und spielt mit Übersicht quer. Meier rauscht heran, legt sich die Kugel aber zu weit vor. Heerwagen packt sicher zu.

10., 1:0, Holtby: Hashemian macht Köhler und Russ auf dem rechten Flügel nass und flankt scharf nach innen. Holtby drückt die Kugel ganz locker über die Linie. Zweites Saisontor.

24.: Caio legt sich an der Strafraumgrenze die Kugel zurecht und zieht mit rechts ab - knapp drüber.

29., 1:1, Russ: Fuchs foult Ochs, Freistoß für die Eintracht in halbrechter Position. Köhler schlenzt die Kugel kurz an den Fünfer. Russ setzt sich im Luftduell gegen zwei Bochumer durch und köpft mit dem Rücken zum Tor ins lange Eck. Viertes Saisontor für den Innenverteidiger.

37.: Frankfurt mit Überzahl an der Bochumer Strafraumgrenze. Caio wartet geschickt mit seinem Abspiel, ehe er Korkmaz auf links bedient. Der steht blank vor Heerwagen, setzt seinen Lupfer aber aufs Tornetz.

Halbzeit-Fazit: Frankfurt schon mit dem elften Gegentor in der Anfangsviertelstunde, dann aber klar Herr im Haus - 72 Prozent Ballbesitz. Die Eintracht müsste eigentlich führen, spielte aber vor dem Tor zu überhastet.

64., 1:2, Caio: Korkmaz legt 22 Meter vor dem Tor quer auf Caio. Der drischt die Kugel fast ansatzlos mit der rechten Klebe flach links unten in die Maschen. Sein drittes Saisontor.

76.: Schwegler spielt den Ball tief auf Altintop. Der ist durch und legt von der Grundlinie zurück auf Fenin, der die Kugel im Netz versenkt. Der Assistent an der Linie will beim Zuspiel auf Altintop eine Abseitsposition gesehen haben. Ganz knappes Ding.

77.: Freier flankt von rechts auf den zweiten Pfosten. Dedic nimmt Maß und drischt die Kugel volley über den rechten Winkel.

87.: Schwegler rutscht in der Rückwärtsbewegung aus und ermöglicht so den Bochumer Konter. Über Umwege kommt der Ball zu Freier, der aus 20 Metern abzieht. Sein Schuss wird abgefälscht und geht vorbei.

Fazit: Verdienter Sieg für Frankfurt, das Ball und Gegner über 90 Minuten beherrschte und in Caio den besten Mann auf dem Platz hatte.

Der Star des Spiels: Caio. Der Brasilianer spielte als hängende Spitze bzw. Zehner und frei von Zwängen wohl seine beste Partie für die Eintracht überhaupt. Der 23-Jährige war vorne immer anspielbar, verteilte die Bälle gut, suchte aber auch selbst oft den Abschluss - am Ende war er an zehn von zwölf Frankfurter Torschüssen direkt beteiligt. Was seinen Auftritt neben dem prima Tor äußerst rund machte: Caio half auch brav nach hinten mit.

Die Gurke des Spiels: Matias Concha. Der Schwede ließ sich von Korkmaz in Durchgang eins mehrfach überlaufen und war so ständiger Gefahrenherd für das eigene Team. Nach vorne kam von dem Außenverteidiger auch nichts - in diesem Punkt war allerdings sein Kollege auf links, Christian Fuchs, auch nicht besser.

Die Pfeife des Spiels: Dr. Felix Brych. Hatte die Partie jederzeit im Griff und pfiff ohne großes Tam-Tam. Hätte Fuchs für sein Foul an Ochs vor dem 1:1 allerdings zwingend Gelb zeigen müssen. Bochum monierte vor dem 1:2 ein Foul von Köhler an Freier, außerdem war Altintop vor dem vermeintlichen 1:3 (76.) wohl knapp nicht im Abseits.

Die Lehren des Spiels: Michael Skibbe ist immer wieder für Überraschungen gut. Letzte Woche zauberte er Heller aus dem Hut und ließ fast nur über rechts angreifen, nun berief er Korkmaz erstmals in diesem Jahr in die Startelf - prompt griff die Eintracht vornehmlich über die linke Seite an.

Die Eintracht spielte ihr Pensum über die gesamte Spielzeit locker runter: Unaufregt, immer wieder über die Außen angreifend, ließen die Gäste den Ball prima laufen - wurden allerdings von Bochums unaggressivem Mittelfeld auch kaum unter Druck gesetzt.

Was Frankfurt allerdings dringend abstellen muss, sind die Gegentore in der Anfangsphase. Schon zum elften Mal kassierte die SGE in den ersten 15 Minuten einen Treffer - was einsame Ligaspitze ist und schon an grobe Fahrlässigkeit grenzt.

Herrlichs Schachzug, Hashemian und Sestak aufzubieten, um das Spiel mehr in die Offensive verlagern zu können, zahlte sich indes nicht aus. Im Mittelfeld lief der VfL nur hinterher und brachte dementsprechend kaum Bälle in die Spitze - lediglich Holtby mühte sich etwas.

Nach 60 Minuten beendete Herrlich das Experiment und stellte wieder auf 4-2-3-1, was das Spiel allerdings auch nicht mehr belebte. Bochum bezog so relativ leidenschaftslos die vierte Pleite in Folge und muss mehr denn je fürchten, noch in den Abstiegsstrudel zu geraten.

Bochum - Frankfurt: Daten zum Spiel

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